VOLLTEXTSUCHE
News, 20.02.2014
E-Commerce-Studie
Diskrepanz zwischen Online-Payment-Angebot und -Nachfrage
Das Angebot an Zahlungsverfahren im Online-Handel geht oft an den von Verbrauchern in Deutschland präferierten Bezahlmethoden vorbei, zeigt eine aktuelle Studie zur Beliebtheit der verschiedenen (Online-)Payment-Verfahren im E-Commerce.
Auch bei der Kreditzahlung driften Angebot und Nachfrage deutlich auseinander. Sie ist bei Online-Händlern deutlich beliebter als bei Shoppern.
Auch bei der Kreditzahlung driften Angebot und Nachfrage deutlich auseinander. Sie ist bei Online-Händlern deutlich beliebter als bei Shoppern.

Verbraucher favorisieren beim Online-Shopping andere Bezahlverfahren als der Handel und bekommen dementsprechend oft von Online-Shops nicht die Bezahlverfahren angeboten, die sie wünschen. Und das obschon gerade der Akzeptanz der Zahlungsverfahren im Online-Kaufprozess erfolgsentscheidende Bedeutung zukommt. So findet sich unter den bei Online-Händlern drei beliebtesten Zahlungsformen lediglich eine Bezahlmethode, die auch bei Verbrauchern breite Akzeptanz genießt. Das geht aus der Studie „Payment im E-Commerce“ des E-Commerce-Center (ECC) Köln und Hochschule Aschaffenburg hervor. Anders in der Schweiz und Österreich: Hier zeigt die Studie bezogen auf die angebotenen und die nachfragten (Online-)Payment-Formen ein weitestgehend deckungsgleiches Bild.

Rechnung, PayPal und Lastschrift bei Verbrauchern am beliebtesten


Während – wenig überraschend – unter den Konsumenten die Rechnung bei den Lieblingszahlarten ganz oben rangiert, bieten nur etwas mehr als die Hälfte der befragten Online-Händler diese auch an. Umgekehrt setzen Händler beim Thema Zahlung am liebsten auf die Vorkasse, aber nur jeder achte Konsument nutzt die Vorkasse gerne für seine Online-Einkäufe. Auch der weitere Vergleich der Präferenzen der Verbraucher mit dem Angebot an Zahlungsverfahren auf Händlerseite zeigt, dass zumindest in Deutschland eine gewisse Diskrepanz besteht: Die Lastschrift, bei den Konsumenten auf Rang drei der beliebtesten Online-Zahlarten gewählt, schafft es bei der Verbreitung unter den Händlern mit 40,7 Prozent gerade einmal auf Platz acht. Einzige Ausnahme ist PayPal: Sowohl bei den Lieblingsverfahren aus Konsumentensicht als auch bezüglich des Angebots der Händler landet PayPal auf Platz zwei. Die bei den Händlern beliebte SOFORT Überweisung (Platz drei) wird von jedem fünften Verbraucher gerne genutzt. In Österreich und der Schweiz hingegen entsprechen sich Angebot und Nachfrage weitestgehend. Hier ist vor allem die hohe Verbreitung und Akzeptanz der Kreditkarte auf Händler- und auf Verbraucherseite auffällig. „Die große Vielfalt an Internetzahlungen ist eine deutsche Besonderheit, die für Händler und Kunden sowohl eine Herausforderung als auch eine Chance darstellt“, so Prof. Dr. Malte Krüger von der Hochschule Aschaffenburg.

Kreditkarte, PayPal und Lastschrift als guter Kompromiss zwischen Händler und Shopper


Die Zahlungssicherheit, Kosten, Schnelligkeit sowie die Auswirkungen auf die Retourenquote beziehungsweise die Rückerstattungssicherheit im Falle einer Warenrücksendung spielen für Händler und Verbraucher eine Rolle bei der Beurteilung eines Zahlungsverfahrens. Während die Verfahren Vorkasse und Rechnung von beiden Seiten recht unterschiedlich bewertet werden, zeigen die Ergebnisse auch, dass mit der Kreditkarte, PayPal und der Lastschrift Verfahren existieren, die recht weit verbreitet sind und sowohl von Händlern als auch Verbrauchern bezüglich der einzelnen Kriterien ähnlich gut bewertet werden. „Unsere neue Studie zeigt, dass trotz der Neuerungen im Payment-Markt eine Maxime bestehen bleibt: Auch in Sachen Payment müssen sich die Händler auf die Wünsche der Konsumenten einlassen, um keine Kaufabbrüche zu riskieren“, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln. „Ich freue mich, dass es uns mit dieser Studie gelungen ist, ein detailliertes Bild des Payment-Marktes aus Verbraucher- und Händlersicht zu zeichnen. Mit der internetrepräsentativen Stichprobe von fast 2.000 befragten Online-Shoppern und 901 beteiligten Händlern können wir viele aussagekräftige Informationen zum überaus dynamischen deutschen Payment-Markt bereitstellen.“

Quelle: ECC Köln

WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG