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News, 28.11.2007
Studie
Deutschland in puncto Innovationsfähigkeit nur Mittelmaß
­Als Exportnation liegt Deutschland weltweit an der Spitze. In puncto Innovationsfähigkeit hingegen ist Deutschland weiterhin nur Mittelmaß. Im direkten Vergleich mit den innovativsten Ländern der Welt hat sich Deutschland gegenüber dem Vorjahr sogar um einen Platz verschlechtert. Dem neuen Innovationsindikator zufolge die Haupthemmnisse bei Innovationen in Deutschland: Das Bildungssystem und unzureichende Rahmenbedingungen bei der Finanzierung.
Trotz des viel gerühmten Erfindergeists in deutschen Landen und Platz drei bei internationalen Patentanmeldungen: Zu einem Spitzenplatz im Ranking der weltweit innovativsten Länder ist es für Deutschland noch ein weiter Weg. Wie aus dem neuen „Innovationsindikator 2007“ des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervorgeht, belegt Deutschland in der Rangliste der 17 innovationsstärksten Nationen im Jahr 2007 nur Platz acht. Im Vorjahr belegte Deutschland noch Rang sieben. Der erste Platz geht dieses Jahr an Schweden. Die USA, die Schweiz und Finnland folgen auf den Plätzen. Platz fünf geht an die Dänen, gefolgt von den Japanern und den Briten.

Den Ergebnissen der Studie zufolge liegen die Stärken Deutschlands vor allem in der Umsetzung von Innovationen in der Produktion. Auch bei der Vernetzung von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Universitäten konnte Deutschland demnach kräftig punkten. Darüber hinaus, so berichtet das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), habe sich Deutschland seit 1995 sowohl in absoluten Werten als auch in der Platzierung (von 10 auf 8) verbessern können. "Dies werte ich als Bestätigung der Technologiepolitik der Bundesregierung. Wir konzentrieren uns bei unserer Politik auf das Zusammenwirken von Unternehmen und Forschungseinrichtungen“, so Hartmut Schauerte, Parlamentarische Staatssekretär im BMWi, zu den Ergebnissen. Wie Schauerte weiter ausführt, sei dies vor allem für kleine Unternehmen besonders wichtig, da diese oft mit Nischenprodukten in der Weltspitze vertreten und deshalb darauf angewiesen seien, ihre Kompetenz in Zusammenarbeit mit der Forschung auf Weltniveau zu halten.

Wie jedoch nicht zuletzt auch die Platzierung ganz klar zeigt, hat Deutschland in puncto Innovationsfähigkeit gegenüber anderen Nationen dennoch letztes Jahr an Boden verloren. Beim Faktor Bildung erreichte Deutschland sogar nur Platz 13. „Wir brauchen in unserer Gesellschaft bessere Bildung, mehr Unternehmergeist und Risikobereitschaft“, mahnt Schauerte. Von daher seien alle gesellschaftlichen Gruppen aufgefordert, „der Bedeutung von Bildung für die Zukunft unseres Landes höchste Priorität beizumessen und das Bildungssystem zu modernisieren.“ Doch stellt sich dahingehend dann die Frage: Wer kann dies tun und leisten, wenn nicht die Politik? Ganz abgesehen davon erhält das „ Land der Dichter und der Denker“ auch noch in anderen Bereichen schlechte Noten. In diesem Zusammenhang nennt das DIW vor allem unzureichende Finanzierungsbedingungen, hohe Regulierungshürden und die niedrige Risikobereitschaft. Dass sich Deutschland dennoch nach wie vor als Wirtschaftsnation in der Welt behauptet, liegt den Ergebnissen der Studie zufolge zumindest nicht erster Linie an der Politik: Die „größte Stütze des deutschen Innovationssystems“, so das DIW, sind Deutschlands Unternehmen.

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