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News, 11.03.2013
Cyber-Bullying-Studie
Deutsche treten Cyber-Mobbing offensiv entgegen
Deutsche Arbeitnehmer sehen sich bei Mobbing in sozialen Medien durch Kollegen mehrheitlich in erster Linie selbst gefordert, diesem Einhalt zu gebieten. Beschäftigte in englischsprachigen Ländern sehen dagegen in solchen Fällen eher ihre Vorgesetzten in der Pflicht, ergab jetzt eine Studie.
Deutsche Arbeitnehmer suchen bei Cyber-Mobbing durch Kollegen deutlich öfter das offene Wort als der Durchschnitt der Arbeitnehmer weltweit.
Deutsche Arbeitnehmer suchen bei Cyber-Mobbing durch Kollegen deutlich öfter das offene Wort als der Durchschnitt der Arbeitnehmer weltweit.

Schikanen und Mobbing via Social Media, sogenanntes Cyber-Bullying, nehmen weltweit zu. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen „Digital Diaries“-Studie des IT-Sicherheitsanbieters AVG Technologies. Danach wurde in Deutschland immerhin bereits rund jeder zwanzigste Beschäftige durch Videos oder Bilder bloßgestellt, die bei der Arbeit aufgenommen und hochgeladen wurden. „Auch Lästereien und Beleidigungen sind im Arbeitsalltag an der Tagesordnung“, so AVG.  Interessant dabei: Während im Durchschnitt aller Länder nur rund jeder zweite Arbeitnehmer (51%) die Direktaussprache mit dem schikanierenden  Kollegen sucht, tun dies in Deutschland rund zwei Drittel der befragten Arbeitnehmer (65%). Anders in Kanada und Großbritannien: Hier gehen der Studie nach nur 47 Prozent auf mobbende Kollegen zu. In den USA sind es sogar nur 44 Prozent, die Kollegen direkt mit dem Cyber-Mobbing konfrontieren. Am meisten scheuen Spanier (34%) das offene Wort Kollegen gegenüber.

An den Chef beziehungsweise eigenen Vorgesetzten würden sich bei Cyber-Schikanen nur 53 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland wenden. Im internationalen Durchschnitt sagen dies dagegen 58 Prozent der Arbeitnehmer. Besonders weit verbreitet ist die Neigung, bei entsprechenden Problemen Vorgesetzte einzuschalten, in Neuseeland (71%), aber auch in Großbritannien (69%), Australien (66%), Kanada (65%) und Spanien (63%). Am seltensten involvieren Arbeitnehmer Vorgesetzte bei Schikanen von Kollegen in Italien (39%) und Tschechien (41%).

Deutliche Unterschiede zeigt die Studie auch die Frage betreffend, ob ein Unternehmen für Posts der eigenen Beschäftigten in Social Media, die während der Arbeitszeit veröffentlicht werden, verantwortlich ist. Während in Deutschland lediglich rund jeder vierte Arbeitnehmer (27%) die Meinung vertritt, das eigene Unternehmen sei für Mitarbeiter-Posts verantwortlich, sieht dies weltweit die Hälfte der befragten Angestellten so. Am weitesten verbreitet ist diese Meinung unter Arbeitnehmern in den USA und Kanada (61 bzw. 63%).

Für die aktuelle Studie aus der Serie "Digital Diaries" (digitale Tagebücher) wurden im Auftrag von AVG Technologies 4.000 Arbeitnehmer in zehn Ländern befragt.

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