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News, 07.11.2014
Cloud-Studie
Datenverkehr verlagert sich zunehmend in die Cloud
Der Datenverkehr weltweit nimmt immer stärker zu: Nach einer Studie wird sich das Datenaufkommen in den nächsten fünf Jahr rund verdreifachen.
Treiber für die zunehmende Verlagerung des Datenverkehrs in die Cloud ist u.a. die weltweit steigende Qualität der Festnetz- und Mobilfunknetze.
Treiber für die zunehmende Verlagerung des Datenverkehrs in die Cloud ist u.a. die weltweit steigende Qualität der Festnetz- und Mobilfunknetze.

Bis zum Jahr 2018 wird die Hälfte aller Menschen weltweit über einen eigenen Internetzugang verfügen und dabei etwa jeder Zweite seine Daten in Cloud-Netzwerken speichern. Gut drei Viertel des gesamten Datenverkehrs in Rechenzentren (76 %) werden dann in Clouds gemanaged werden. Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt der von Cisco zum vierten Mal veröffentlichte Global Cloud Index. Die stärkste Dynamik im globalen Cloud-Markt wird der Studie nach dabei der Nahe Osten und Afrika aufweisen, wo sich das Angebot an Cloud-bezogenen Diensten in den kommenden fünf Jahren der Prognose nach um  54 Prozent erhöhen wird. Zweitgrößter regionaler Wachstumsmarkt wird Cisco nach Zentral- und Osteuropa sein mit einer Wachstumsrate von 39 Prozent.

Zentraler Wachstumstreiber für Cloud Computing ist die stark wachsende Zahl der Internetnutzer. So wird 2018 etwa die Hälfte der gesamten Weltbevölkerung mit dem Internet verbunden sein. Laut einer Prognose der Vereinten Nationen (UN) dürften dies dann etwa 3,8 Milliarden Menschen sein, wobei von diesen dann mehr als jeder Zweite (53 %) der Cisco-Studie nach persönliche Daten wie Fotos, Videos, Musik und Dokumente nicht mehr nur auf seinem eigenen lokalen Rechner, sondern in der Cloud ablegen wird.

Weltweiter Datenverkehr in Rechenzentren


Korrespondierend zur massiven Zunahme der Internetnutzung schnellt auch das Datenaufkommen weiter in die Höhe. Wie die Cisco in der Studie errechnet hat, wird sich der Datenverkehr in Rechenzentren bis 2018 von 3,1 Zettabyte im letzten Jahr auf etwa 8,6 Zettabyte beziehungsweise 8,6 Billionen Gigabyte erhöhen. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 23 Prozent.

In Westeuropa nimmt der Datenverkehr im gleichen Zeitraum um 20 Prozent zu. Dabei wird sich die Wachstumsrate von 516 Exabytes auf 1,3 Zettabytes pro Jahr erhöhen. Besonders dynamisch ist das Wachstum in Zentral- und Osteuropa: Hier steigt der Datenverkehr in Rechenzentren bis 2018 von 190 auf 640 Exabytes pro Jahr (plus 28 % pro Jahr). Diese Angaben umfassen sowohl den Datenverkehr, der zwischen Rechenzentren, innerhalb von Rechenzentren und zwischen Nutzern und Rechenzentren fließt.

Private oder Public Cloud?

„Die Diskussion über Cloud-Technologien beschränkt sich oft ausschließlich auf Public Cloud Services. Dennoch nutzen wesentlich mehr Anwender Private Clouds“, sagt Jonas Rahe, Leiter Data Center und Virtualisierung bei Cisco Deutschland. „70 Prozent der IT-Services werden 2018 aus Private-Cloud-ähnlichen Umgebungen bezogen und müssen in der Lage sein, Private und Public Cloud-Modelle zu hybriden Infrastrukturen zu integrieren. Das heißt, dass Nutzer bestimmte Services von öffentlichen Anbietern über das Internet beziehen, während datenschutzkritische Anwendungen in der Private Cloud betrieben werden.“ An der Spitze der Cloud-Nutzer steht Nordamerika, gefolgt von Westeuropa, die zusammen 82 Prozent des weltweiten Cloud-Datenverkehrs verursachen.

Immer mehr Länder gerüstet für die Cloud

Voraussetzung für die Nutzung von Cloud-Diensten ist eine hohe Netzwerk-Bandbreite. Daher bewertet die Studie die „Cloud-Readiness“ eines Landes anhand der durchschnittlichen Upload-, Download- und Latenzzeiten der Mobilfunk- und Festnetze und zeigt, dass die Anzahl der als „Cloud-ready“ eingestuften Länder seit dem vergangenen Jahr gestiegen ist. Demnach müssen die Netze für eine optimale Cloud-Eignung mindestens 2.500 kbps Download-, 1.000 kbps Upload-Geschwindigkeit und unter 100 ms Latenzzeit aufweisen. Nur mit dieser Netzwerk-Leistung können Anwender HD-Videokonferenzen durchführen oder UHD-Videos streamen. Diese Kriterien haben im vergangenen Jahr 79 und in diesem Jahr 109 Länder erfüllt.

In Deutschland können Cloud-Nutzer Dateien mit einer durchschnittlichen Latenzzeit von 44 ms und Geschwindigkeiten von 22.551 kbps down- und 4.231 kbps über das Festnetz uploaden. Up- und Downloads über das Mobilfunknetz benötigen etwas mehr Zeit: Hier betragen die Übertragungsgeschwindigkeiten im Durchschnitt 8.555 kbps (Downloads), 2.467 kbps (Uploads) und die Latenzzeit 117 ms. Mit diesen Werten entsprechen die deutschen Netze dem westeuropäischen Standard.

Die besten Festnetze gibt es in Hongkong, Japan, Korea, Luxemburg, den Niederlanden, Rumänien, Singapur, Schweden, der Schweiz und Taiwan. Die stärksten Mobilfunknetze haben Australien, Belgien, China, Dänemark, Korea, Luxemburg, Neuseeland, Oman, Katar und Uruguay.

Der vollständige Cisco Global Cloud Index steht kostenlos zum Download zur Verfügung.

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