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News, 19.02.2015
Security-Studie
DDoS-Attacken für Mittelstand oft folgenschwer
Bewusst von Cyberkriminellen herbeigeführte Überlastungen von Servern und Datennetzen, sogenannte Distributed Denial of Service (DDoS)-Attacken, können bei Unternehmen erhebliche Folgekosten nach sich ziehen. Oft noch schlimmer: Rund vier von zehn betroffenen Unternehmen verzeichneten in Folge eines solchen Angriffs einen Reputationsverlust.
Bei mehr als jedem dritten Unternehmen kam durch den DDoS-Angriff zeitweise das Kerngeschäft zum Erliegen.
Bei mehr als jedem dritten Unternehmen kam durch den DDoS-Angriff zeitweise das Kerngeschäft zum Erliegen.

Distributed Denial of Service (DDoS)-Attacken auf IT-Systeme können für Unternehmen weitreichende Folgen haben, zeigt eine weltweite Studie im Auftrag des IT-Security-Anbieters Kaspersky Lab. Danach hatten Unternehmen, die Opfer einer solchen Attacke wurden, im internationalen Durchschnitt abhängig von der Unternehmensgröße Folgekosten zwischen 46.000 Euro und 390.000 Euro zu tragen. In Deutschland beliefen sich die Kosten solcher DDoS-Attacken im Schnitt bei Mittelständlern auf 41.000 Euro, bei Konzernen waren es im Durchschnitt 360.000 Euro. Bei DDoS-Angriffen werden die Unternehmensserver mit sinnlosen Anfragen so überlastet, dass diese ihre Dienste nur mehr eingeschränkt erbringen können oder sie sogar komplett zusammenbrechen. „DDoS-Attacken zählen zur Routine von Cyberkriminellen, die mittels Botnetzen systematisch Unternehmen angreifen“, so Kaspersky Lab.

Folgen von DDoS-Attacken reichen bis hin zu Bonitätsherabstufungen

Wie die Kaspersky-Studie ergab, hatten 61 Prozent der Unternehmen, die einen DDoS-Angriff verzeichneten, damit zu kämpfen, dass sie zeitweise keinen Zugang zu kritischen Unternehmensinformationen hatten. Bei 38 Prozent der Unternehmen legte die Attacke sogar vorübergehend den Geschäftsbetrieb lahm, und 33 Prozent verloren während der Ausfallzeit Geschäftsoptionen und -kontakte. Immerhin rund drei von zehn betroffenen Firmen (29 %) verzeichneten im Nachgang zu dem Vorfall auch negative Auswirkungen auf ihre Kreditwürdigkeit. Auch legten bei 26 Prozent nach eigener Auskunft die Versicherungsprämien zu.

Mehrheit der Betroffenen setzt auf proaktive Krisenkommunikation

Trotz – oder gerade wegen – der Angst vor einem geschäftsschädigenden Reputationsverlusten nehmen die meisten betroffenen Unternehmen nach einem DDoS-Angriff kommunikationspolitisch das Heft des Handelns in die Hand: 72 Prozent der betroffenen Firmen informierten nach eigener Auskunft proaktiv über den Vorfall, allen voran die eigenen Kunden (43 %), aber auch Aufsichtsbehörden (36 %). Ein Viertel informierte auch die Medien (26 %). Vielfach blieben dennoch negative Folgen für Unternehmensimage der Erhebung nach nicht aus, demnach rund vier von zehn betroffenen  Unternehmen (38 %) im Nachgang einen Reputationsverlust verzeichneten.

„Eine erfolgreiche DDoS-Attacke kann für Unternehmen geschäftskritische Folgen haben“, so Holger Suhl, General Manager DACH bei Kaspersky Lab. „Sowohl mittelständische als auch große Unternehmen sind bedroht. So setzte das Miner-Botnetz im Jahr 2011 die Webseiten von deutschen Portalen, die Pizza- und andere Lieferservices vermitteln via DDoS und somit deren Kerngeschäft außer Gefecht.“

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