VOLLTEXTSUCHE
News, 17.08.2012
E-Commerce-Studie
Cross-Channel unter Online-Shoppern noch wenig verbreitet
Bei den meisten Online-Shoppern konzentriert sich das Konsumverhalten bislang noch auf einen einzigen Vertriebskanal, also online oder offline. Der Cross-Channel-Gedanke „Offline informieren und im Online-Handel kaufen“, oder umgekehrt, fasst in den Köpfen deutscher Online-Käufer jedoch langsam Fuß, zeigt eine aktuelle Studie.
E-Commerce und stationäre Handel wachsen immer mehr zusammen, werden als Symbiose von Verbrauchern bislang aber nur bedingt genutzt.
E-Commerce und stationäre Handel wachsen immer mehr zusammen, werden als Symbiose von Verbrauchern bislang aber nur bedingt genutzt.

Fittkau & Maaß Consulting zufolge gehen viele E-Commerce-Experten davon aus, dass die Grenzen zwischen on- und offline beim Konsumverhalten immer mehr verschwimmen werden. Im Rahmen seiner aktuellen WWW-Benutzer-Analyse W3B hat das Unternehmen nun aus Nutzerperspektive untersucht, wie stark das Phänomen des so genannten „No-Line-Commerce“ bereits auf Kaufentscheidungen von deutschen Konsumenten respektive Online- und Offline-Käufe Einfluss nimmt. Ein Ergebnis der hierbei durchgeführten Studie „Trends im E-Commerce“, für die insgesamt mehr als 106.000 deutschsprachige Internetnutzer befragt wurden, darunter rund 14.000 Online-Shopper speziell zum Thema „No-Line-Commerce“: In welchem Umfang kanalübergreifend („Cross-Channel“) Informations- und Einkaufsmöglichkeiten genutzt werden, hängt in erster Linie vom Produkt ab.

Cross-Channel derzeit nur in wenigen Produktsegmenten Usus

Wie aus der W3B-Analyse hervorgeht, haben fast alle Internetnutzer in Deutschland bereits im Internet etwas gekauft (96,8%), fast drei Viertel sogar innerhalb der letzten 14 Tage (72%). In diesem Kontext ergab die Studie, dass die verknüpfte Nutzung von on- und offline Informations- und Einkaufsmöglichkeiten, für im Internet aktive Konsumenten insbesondere dann von Relevanz ist, wenn es um den Kauf von Unterhaltungselektronik und Computer-Hardware geht. So greift bei Unterhaltungselektronik fast die Hälfte aller Online-Konsumenten (47,4%) bei Kaufvorhaben sowohl auf Online-Quellen als auch den stationären Handel zurück. Meist wird dabei das Internet vorab für die Produktrecherche eingesetzt und der Kauf in einem Fachgeschäft getätigt (40,8%). Den Weg, sich offline informieren und dann online kaufen, wählt nur eine kleine Minderheit der Unterhaltungselektronik-Käufer (6,6%). Weitere 37,1 Prozent wickeln, wenn sie Unterhaltungselektronik zu kaufen planen, von der Produktrecherche bis zum Einkauf alles online ab, und 15,5 Prozent erledigen nach eigener Auskunft alles offline.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Käufen von Computer-Hardware. Dort setzt ein ähnlich großer Teil der Online-Shopper kombiniert auf Internet und stationären Handel (42,1%), wobei auch hier mit einem Anteil von 36,2 Prozent das Internet zumeist für die Produktrecherche genutzt und offline dann gekauft wird, während nur 5,9 Prozent den umgekehrten Ansatz fahren. Noch populärer ist jedoch bei Kaufvorhaben im Bereich Computer-Hardware die Komplettabwicklung via Internet (45,1%), die entsprechende Offline-Variante bevorzugt hier dagegen nur gut jeder Zehnte (12,8%).

In allen anderen untersuchten Produktsegmenten dominiert bei Kaufvorhaben der Studie nach dagegen noch der „Single-Source“-Ansatz. Am geringsten ist die Neigung deutscher Online-Konsumenten, On- und Offline-Kanäle kombiniert zu nutzen, beim Erwerb von Flug- und Fahrtickets (20,3%), Bekleidung (21,2%) sowie Musik-CDs und Videos (22,2%). Hier setzt das Gros der internetaktiven Konsumenten sowohl bei der Produktrecherche als auch beim Kauf ausschließlich auf das Internet (Tickets: 69,9%; Kleidung: 43,0%; Videos/CDs: 64,0%). Gleiches gilt bei Büchern, wo der Einkauf ebenfalls zumeist ausschließlich online vorbereitet und dann direkt abgewickelt wird (63,3%; On- und Offline: 22,1%; komplett stationär: 14,1%). Bei Kosmetik und bei Schuhen erledigen dagegen die meisten sowohl den Informationsprozess als auch den Kauf bevorzugt in einem Rutsch im stationären Handel  (56,3% bzw. 45,2%). Auch in diesen Warengruppen fährt nur eine Minderheit den Cross-Channel-Ansatz (24,2% bzw. 23,4%), gleiches gilt laut Studie für die reine Online-Variante (24,1% bzw. 30,0).

Wie die Studie ergab, ist die Nutzung von „Cross-Channel“ allerdings nicht nur produkt-, sondern auch zielgruppenabhängig. So setzten Fittkauf & Maas Consulting zufolge beispielsweise Männer bei Unterhaltungselektronik und Computer-Hardware Kaufvorhaben bevorzugt gänzlich online um, während Frauen in diesen Produktsegmenten sowohl beim Einkauf als auch dessen Vorbereitung eher auf den stationären Handel setzten. Anders beim Kauf von Schuhen und Bekleidung: Hier präferieren Frauen eher die reine Online-Variante, die Männer dagegen mehrheitlich den Ansatz „Offline informieren, offline kaufen“.

„Die W3B-Studienergenisse zeigen, dass der »Cross-Channel«-Gedanke schon bei vielen Verbrauchern Fuß gefasst hat. Vor allem beim Kauf elektronischer Produkte und bei Reisebuchungen machen sich Kunden die Vorteile des kanalübergreifenden Suchens und Kaufens zu Nutze“, so Fittkau & Maas Consulting. Auch so genannte No-Lines-Services, wie beispielsweise der Online-Abruf der Verfügbarkeit von Waren vor Ort im stationären Handel, erfreuen sich der Studie nach bei Konsumenten zunehmender Beliebtheit. Auf solche greifen aktuell bereits rund vier von zehn befragten Online-Shoppern (39,2%) der Studie nach zurück. "Dennoch spielt heute »Pure Play«, also die Konzentration auf einen Kanal, bei vielen der untersuchten Produktkategorien noch eine wichtigere Rolle. Die Anteile der Nutzer, die im Verlauf des Informations- und Kaufprozesses kanalübergreifend agieren, weisen durchaus noch Wachstumspotential auf", so Fittkau & Maas Consulting.

WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG