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News, 18.07.2013
Arbeitsmarkt-Studie
Befristete Beschäftigung führt häufiger in Festanstellung
Die Chance für befristete beschäftigte Arbeitnehmer auf Übernahme in unbefristete Beschäftigung ist seit dem Krisenjahr 2009 in Deutschland deutlich gestiegen.
Im Bereich "Erziehung und Unterricht" haben Arbeitnehmer allerdings geringe Chancen auf einen unbefristeten Job: Hier erfolgte 2012 nur jede vierte Einstellung unbefristet.
Im Bereich "Erziehung und Unterricht" haben Arbeitnehmer allerdings geringe Chancen auf einen unbefristeten Job: Hier erfolgte 2012 nur jede vierte Einstellung unbefristet.
Befristet Beschäftige werden in Deutschland mittlerweile deutlich häufiger in eine unbefristete Beschäftigung vom selben Arbeitgeber übernommen als noch 2009. Das geht aus einer Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Danach wurden 2012 in Deutschland 39 Prozent der Arbeitnehmer, die zunächst befristet beschäftigt waren, in eine unbefristete Festanstellung übernommen. Damit hat sich der Anteil der Übernommenen im Laufe von drei Jahren in Deutschland um rund ein Drittel erhöht: 2009 hatten lediglich 30 Prozent der befristet angestellten Arbeitnehmer den Sprung in unbefristete Beschäftigung geschafft.

Insgesamt gab es 2012 in Deutschland rund 2,7 Millionen Menschen, die einer befristeten Beschäftigung nachgingen. Das waren gut doppelt so viele befristet Beschäftigte wie 1996 (1,3 Mio.). Der Anteil der befristet angestellten Arbeitnehmer an der Gesamtheit der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten blieb im vergangenen Jahr konstant: Er lag 2012 mit 9,5 Prozent genauso hoch wie im Jahr davor. Gemessen an den neu entstandenen Beschäftigungsverhältnissen zeigt sich bei der befristeten Beschäftigung in den letzten Jahren sogar ein leichter Rückgang: Während 2009 noch 47 Prozent der Neueinstellungen in Unternehmen lediglich befristet erfolgten, waren es im letzten Jahr nur 44 Prozent. Im Langzeitvergleich hat sich der Trend zu befristeten Beschäftigungsverhältnissen in Deutschland allerdings verstärkt: 2001 war ihr Anteil an den Neueinstellungen in Deutschland erst bei 32 Prozent gelegen.

Die Neigung zur Befristung von Beschäftigungsverhältnissen sowie zur Übernahme von befristet Angestellten ist branchenspezifisch jedoch sehr unterschiedlich ausgeprägt. Am häufigsten wird in den Wirtschaftssegmenten „Erziehung und Unterricht“ und „Öffentliche Verwaltung“ befristet eingestellt: Hier beträgt der Anteil der lediglich befristet angebotenen Jobs bzw. Neueinstellungen dem IAB zufolge 76 Prozent bzw. 60 Prozent. Gleichzeitig sind die Übernahmequoten in diesen Bereichen besonders niedrig. So werden im Bereich „Erziehung und Unterricht“ lediglich 18 Prozent der befristeten Angestellten in der Folge unbefristet übernommen, in der öffentlichen Verwaltung  sind die Chancen auf eine Übernahme mit einer Quote von 28 Prozent nicht recht viel besser. Grund für die überdurchschnittlich hohe Befristungsquote in diesen Bereichen sei laut IAB-Arbeitsmarktforscher Christian Hohendanner vor allem, dass hier Projekt- und Haushaltsmittel häufig nur für einen kurzen Zeitraum vergeben würden.
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