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News, 15.12.2009
Studie
Bedeutung der IT in Unternehmen wächst
Die IT wird weltweit in den Unternehmen zunehmend zum Business-Partner und findet bei der Unternehmensführung immer häufiger Gehör. Am stärksten zeigt sich der Bedeutungswandel der IT laut einer aktuellen Studie in Asien und den USA.
Nachdem die IT lange Zeit in Unternehmen in erster Linie als Erfüllungsgehilfen angesehen wurde, beginnt sich deren Rolle mehr und mehr zu wandeln. So gewinnt die IT einem Bericht der internationalen Wirtschaftsberatung Deloitte zufolge vor dem Hintergrund der aktuellen Wirtschaftslage nicht nur im Anwendungsbereich, sondern auch strategisch im Hinblick auf die Unternehmensführung und –entwicklung immer stärker an Bedeutung. Dies zeigen die Ergebnisse der Studie „IT Business Balance Survey 2009“, für die Deloitte 1.868 IT-Verantwortliche vor allem aus der Finanz- und Fertigungsindustrie befragt hat. „Der Vergleich mit dem IT Business Balance Survey des letzten Jahres zeigt, welchem Wandel die Unternehmens-IT unterworfen ist. Ihre Bedeutung für die Wertschöpfung nimmt zu, auch wenn diese Entwicklung vielerorts erst am Anfang steht“, so Peter Ratzer, Partner Business IT Strategy von Deloitte. Ein weiteres Kernergebnis: In Sachen Datensicherheit und Datenschutz, so zeigt die Studie, fühlen sich IT-Chefs aus den USA und Asien deutlich besser aufgestellt als ihre Kollegen aus EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika).

IT-Steuerungskomitees in Asien praktisch Standard

Während die IT weltweit betrachtet mehrheitlich sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unternehmens noch in erster Linie als „Unterstützter“ angesehen wird und als solcher in der Geschäftsführung nur in 45 Prozent der Unternehmen regelmäßig thematisiert wird, zeigt sich in Asien ein ganz anderes Bild: Hier spielen Fragen zur IT in sechs von zehn befragten Unternehmen (60%) innerhalb der Unternehmensführung regelmäßig eine Rolle. In EMEA ist dies nur bei etwas mehr als einem Drittel der befragten Unternehmen (37%) aktuell der Fall. Ähnliches gilt auch für IT-Steuerungskomitees: Während in Asien 90 Prozent der Unternehmen über ein solches verfügen, trifft dies weltweit gerade mal auf halb so viele Unternehmen (45%) zu. Zudem gab weltweit knapp die Hälfte der befragten Unternehmen an, dass IT-spezifische Projekte über alle Geschäftsbereiche hinweg beschlossen würden. Nur bei etwas weniger als einem Drittel der Befragten sind die IT-Fachbereiche maßgeblich am Anstoß neuer IT-Projekte beteiligt. Doch könnte sich das laut Deloitte bald ändern: „Viele Unternehmen haben längst erkannt, dass IT mehr kann als nur Abläufe automatisieren und Kosten senken. Marktgerichtete IT-Dienstleistungen etwa erschließen neue Vertriebswege, verkürzen die „Time to Market“ neuer Angebote oder stiften echten Mehrwert für Kunden – tragen also zur Wertschöpfung bei“, so Deloitte. Laut Studie gehen viele der Befragten deshalb davon aus, dass sie in Zukunft mehr Gehör bei ihrer Führung finden dürften.

IT-Chefs in EMEA beim Thema Sicherheit besorgter

Deloitte zufolge nehmen alle befragten Unternehmen die Themen Datenschutz und Datensicherheit sehr ernst. Jedoch sehen sich nicht alle gleichermaßen gut geschützt. So gab zum Beispiel knapp ein Drittel der Befragten an, dass das Top-Management kaum oder zu wenig entsprechendes Monitoring betreiben würde. Besonders groß ist die Besorgnis in EMEA: Während in Asien und den USA sich jeweils rund zwei Drittel der Befragten gegen Sicherheitsbedrohungen gut gerüstet glauben, sieht das in der Region EMEA nur gut ein Drittel der IT-Entscheider (38%) so.

„Worin die Skepsis in EMEA in puncto Sicherheit und Datenschutz begründet ist, bleibt offen – mentalitätsbedingt, virulentere Gefahrenlage oder tatsächliche Defizite der Unternehmensleitungen“, erläutert Peter Ratzer. Abseits davon zeige die Befragung aber, dass sich die Sicherheitseinschätzung weltweit offenbar gebessert hat. „Im Vergleich zum Vorjahr sind ganze 10 Prozent mehr der Ansicht, dass sich ihre IT-Abteilungen effizient gegen Cyberkriminalität gerüstet haben“, berichtet der Experte.

Outsourcing genießt auch weiter hohen Stellenwert

Angesichts knapper Budgets stehen viele IT-Verantwortliche unter Kostendruck. Das Auslagern von IT-Dienstleistungen scheint hier ein guter Weg, um diesem zu begegnen. Genutzt werden Deloitte zufolge alle Spielarten des Outsourcing. Die am häufigsten genutzte Variante ist die Vergabe abgegrenzter Aufgaben an Spezialisten: Knapp zwei Drittel der Befragten wählen diese Form. Ein weiteres Drittel setzt auf Service Level Agreements (SLAs). In der Region EMEA genießt das Outsourcing zurzeit den höchsten Stellenwert. Hier geben aktuell die Unternehmen am meisten für externe IT-Services-Dienstleister aus. Und auch bei den Verträgen sind die Unternehmen aus EMEA führend: Während in EMEA 68 Prozent der Firmen ihre IT-Dienstleister vertraglich binden, ist dies zum Beispiel in den USA lediglich bei 63 Prozent der befragten Unternehmen der Fall.

„Die Studie zeigt einerseits, dass in EMEA nach wie vor Handlungsbedarf besteht – etwa bei der Einbindung von IT-Beauftragten in Führungsentscheidungen oder bei der Datensicherheit. Doch andererseits finden IT-Beauftragte mehr Gehör als im letzten Jahr und auch die Sicherheitseinschätzung hat sich verbessert. Außerdem fällt auf, dass die Unternehmen begonnen haben, das Gleichgewicht zwischen IT und Geschäft abzusichern – Maßnahmen wie Demand- oder Performance Management mit Key Performance Indicators werden häufiger eingesetzt. Der Wandel ist voll im Gange“, so das Resümee von Peter Ratzer.

Ein englischsprachige Zusammenfassung des Deloitte-Reports „IT Business Balance Survey 2009“ steht zum kostenfreien Download zur Verfügung.

[Quelle: Deloitte]
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