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News, 15.12.2014
Studie zur Arbeitswelt von Morgen
Arbeit wird immer flexibler
Feste Arbeitszeiten, Großraumbüros mit mitarbeiterspezifischen PC-Arbeitsplätzen – in der Arbeitswelt von morgen wird es dies laut einer Studie immer seltener geben.
Arbeiten zu Hause auf der Coach - die meisten Personaler sind sich sicher, dass dies künftig immer häufiger der Fall sein wird. (Bild: Rainer Sturm  / pixelio.de)
Arbeiten zu Hause auf der Coach - die meisten Personaler sind sich sicher, dass dies künftig immer häufiger der Fall sein wird. (Bild: Rainer Sturm / pixelio.de)

Zwei Drittel der Personaler in Deutschland gehen davon aus, dass es im Jahr 2020 keine festen Arbeitszeiten mehr gibt. Das ergab die aktuelle Studie „2014 Cisco Connected World Technology Report“ (CCWTR), in der das Marktforschungsunternehmen InsightExpress im Auftrag von Cisco weltweit mehr als 3.700 Personalentscheider und Beschäftigte befragt hat. Danach ist mehr als jeder zweite Befragte überzeugt, dass Mitarbeiter dann gelegentlich auch von zu Hause aus arbeiten werden können. Jeder Fünfte glaubt sogar, dass  es den klassischen Büroarbeiter 2020 gar nicht mehr geben und die Büroarbeit dann völlig unabhängig von Ort und Zeit sein wird: Wer sich seine Arbeitszeit frei einteilen kann, macht auch mal drei Stunden Mittagspause und arbeitet dann einfach zu einer anderen Zeit wieder mehr – so, wie sich Beruf und Freizeit am besten organisieren lassen.

„Anwesenheitspflicht von 9 bis 17 Uhr ist ein Arbeitsmodell aus dem letzten Jahrhundert“, sagt Oliver Tuszik, Vice President und Vorsitzender der Geschäftsführung von Cisco Deutschland. Laut Tuszik hinke allerdings die kulturelle Entwicklung bislangder technologischen noch hinterher: „Wir könnten in Deutschland schon sehr viel weiter sein bei den Themen Diversität, Inklusion und bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, wenn Arbeitgeber ermöglichen würden, bestimmte Büro-Aufgaben unabhängig von festen Zeiten und Räumlichkeiten zu erledigen.“

In den meisten Unternehmen ist dies allerdings noch Zukunftsmusik. So ergab die Studie, dass Stand heute nur rund jedes Unternehmen in Deutschland allen Mitarbeiter mit mobilen Endgeräten, etwa ihrem eigenen Smartphone, Zugriff auf das Unternehmensnetzwerk bietet. Die internationale Konkurrenz ist hier erheblich weiter: Weltweit loggen sich bereits in vier von zehn befragten Unternehmen die Büroarbeiter mobil ins Unternehmensnetzwerk ein. Grundsätzlich verboten ist der mobile geräteunabhängige Zugriff auf die Unternehmens-IT weltweit nur mehr in jedem achten Unternehmen, in Deutschland schiebt dagegen hier noch jedes dritte Unternehmen einen Riegel vor.

Für die Hälfte der Arbeitnehmer bleibt das Notebook auch bevorzugtes Gerät, vorwiegend mit Smartphones arbeiten möchten nur 17 Prozent der Generation Y (18- bis 30-Jährige) und acht Prozent der Generation X (31- bis 50-Jährige).

Vorbildlich bei flexiblen Arbeitszeiten

Im weltweiten Vergleich zeigen sich die Deutschen vor allem bei den Arbeitszeiten fortschrittlich. So glauben 68 Prozent der Personaler, dass Arbeitnehmer der Generation Y Arbeit und Freizeit flexibel mischen wollen, weltweit sind es nur 52 Prozent. Gleichzeitig sagt aber mehr als die Hälfte der Personaler in Deutschland, dass Arbeitnehmer trotzdem von Montag bis Freitag im Büro sein müssen.

Der höhere Wunsch nach Flexibilität trifft bei den Generation-Y-Arbeitnehmern tatsächlich zu. Ein Viertel glaubt, dass sie in sechs Jahren gar nicht mehr im Büro sein müssten, weltweit sind dies nur 16 Prozent.

„Supertasking“ nicht gefragt

Die deutschen Arbeitnehmer möchten sich eher auf eine Aufgabe konzentrieren. So sehen sich nur 20 Prozent der Generation Y und 16 Prozent der Generation X als so genannte Supertasker, die ohne Verlust an Leistung oder Qualität mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen können. Weltweit ist dies jeweils fast die Hälfte. Dagegen glauben hierzulande die meisten Arbeitnehmer, dass sie wahrscheinlich mehr Fehler machen, wenn sie mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen.

Die Personalabteilung sieht Supertasking kritischer. Fast jeder dritte Personaler befürchtet eine höhere Fehlerwahrscheinlichkeit, fast die Hälfte mehr Burnout-Fälle. Entsprechend glauben drei Viertel, dass auch 2020 Unternehmen die Konzentration auf einzelne Aufgaben mehr schätzen als Multitasking.

Auch das klassische Bewerbungsgespräch wird sich verändern: Bereits jetzt sind fast 60 Prozent der Personaler bereit, Kandidaten nur auf Basis von Videokonferenzen einzustellen. Das können sich auch fast genauso viele Führungskräfte vorstellen: 50 Prozent sind bereit, auf ein persönliches Kennenlernen zu verzichten.

Der 2014 Cisco Connected World Technology Report steht auf dem Cisco-Website kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Bild: pixelio.de

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