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News, 30.07.2014
Was im Job für Arbeitnehmer zählt
Arbeitsklima wichtigstes Kriterium bei Jobwahl
Für deutsche Arbeitnehmer zählt im Job vor allem, dass ein gutes Arbeitsklima herrscht. Auch immer wichtiger: flexible Arbeitszeiten. Die Höhe des Gehalts folgt einer Umfrage zufolge als Kriterium bei der Job- bzw. Arbeitgeberwahl erst auf Rang 3.
Vor allem für ältere Arbeitnehmer ist ein gutes Arbeitsklima unverzichtbar. Bei Berufseinsteigern hängt die Latte vielfach hier nicht ganz so hoch.
Vor allem für ältere Arbeitnehmer ist ein gutes Arbeitsklima unverzichtbar. Bei Berufseinsteigern hängt die Latte vielfach hier nicht ganz so hoch.

Gute Nachricht für Arbeitgeber, die bei den Gehältern nicht so großen Spielraum wie Konzerne haben: Eine gute Arbeitsatmosphäre und flexible Arbeitszeiten sind für deutsche Arbeitnehmer wichtiger als ein überdurchschnittlich hohes Gehalt. Das zeigt die repräsentativenStudie „Beruf und Karriere 2014“, für die das Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag der CreditPlus Bank AG 1.006 Personen ab 18 Jahren in Deutschland rund um ihre Arbeit und Karriereziele befragt hat. Danach ist ein gutes Arbeitsklima für 66 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland ein Muss, um gern bei einem Arbeitgeber anzufangen. Zweitwichtigstes Kriterium mit einem Anteil von 56 Prozent an Nennungen und damit ebenfalls für die meisten Deutschen entscheidend bei der Jobwahl sind flexible Arbeitszeiten. An der Höhe des Verdienstes machen dagegen nur rund vier von zehn befragten deutschen Arbeitnehmern (39 %) ihre Jobentscheidung fest.

Gehalt und Auftstiegschancen für Männer wichtiger als für Frauen

Wie die Studie zeigt, nimmt die Bedeutung einer guten Arbeitsatmosphäre mit dem Alter zu. So ist ein kollegiales Arbeitsklima und eine werteorientierte Unternehmenskultur in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen lediglich für 60 Prozent ein wichtiges Kriterium für ihre Job- beziehungsweise Arbeitgeberwahl, während von den über 25-Jährigen sieben von zehn Befragten (70 %)  ihre Jobentscheidung davon abhängig machen.

Gleiches Bild zeigt sich den Stellenwert flexibler Arbeitszeiten betreffend: Während solche in der Altersgruppe ab 25 Jahren für 60 Prozent ein wichtiger Aspekt bei ihrer Jobwahl sind, ist dies bei den 18- bis 24-Jährigen nur bei 43 Prozent der Fall. Dessen ungeachtet hat die flexible Arbeitszeitgestaltung insgesamt betrachtet aber im Vergleich zum Vorjahr stark an Stellenwert gewonnen: Im Vorjahr war der Anteil der Befragten, denen flexible Arbeitszeiten besonders wichtig waren, noch bei 49 Prozent und damit sieben Prozentpunkte niedriger als aktuell gelegen. „Zeit für Hobbys und Familie stellen viele über die Karriere“, so die CreditPlus Bank.

Die wachsende Bedeutung qualitativer Jobfaktoren zeigt sich auch bei der Relevanz der Aufstiegsmöglichkeiten. Sie fallen aktuell bei nur mehr 35 Prozent nach eigener Auskunft entscheidend bei der Jobwahl ins Gewicht. Im Vorjahr war das noch bei 40 Prozent der Fall. Dem Gehalt kommt aktuell mit einem Anteil von 39 Prozent an Nennungen dagegen häufiger entscheidende Bedeutung zu als noch im Vorjahr (2013: 34 %), wobei sowohl die Aufstiegschancen als auch das Gehalt von den Männern mit jeweils 42 Prozent an Nennungen häufiger als entscheidend genannt werden als von den Frauen (Gehalt: 35 %; Aufstiegschancen: 27 %). Sozialleistungen und Familienfreundlichkeit genießen dagegen bei beiden Geschlechtern gleich hohen Stellenwert (jeweils 34 %).

Top-Karriereziel: einmal im Ausland arbeiten


Gefragt, was sie für ihre berufliche Weiterentwicklung am liebsten tun würden, nennen die meisten Arbeitnehmer Auslandserfahrungen: 27 Prozent wären gerne mal beruflich außerhalb von Deutschland tätig. Von den 18- bis 24 Jährigen wären sogar 38 Prozent, zumindest für begrenzte Zeit, an einem Job im Ausland interessiert. Auch würde gut ein Viertel gerne einen Sprachkurs absolvieren (27 %).

Für fast ebenso viele steht jedoch ein anderer Wunsch im Vordergrund, nämlich der, ihr eigener Chef zu werden. So streben 23 Prozent an, sich selbstständig zu machen und ihr berufliches Glück als Unternehmer respektive Unternehmerin zu suchen. Im Vorjahr war der Wunsch nach einem Wechsel vom Angestelltendasein in die Selbstständigkeit allerdings noch etwas stärker ausgeprägt (2013: 26 %).

Viele Arbeitnehmer wären auch bereit, sich zu verschulden, um sich die Karrierewünsche zu erfüllen: Immerhin gut vier von zehn befragten Deutschen (42 %) würden zur Realisierung ihrer beruflichen Ziele gegebenfalls auch einen Kredit aufnehmen.

Eine detaillierte Zusammenfassung der Studie steht kostenfrei zum Download zur Verfügung.

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