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News, 03.09.2007
Studie
Arbeitgeber setzen beim Gehalt zunehmend auf variable Vergütung
Erfolgsabhängige und damit variable Komponenten beim Gehalt erfreuen sich bei Unternehmen immer größerer Beliebtheit. Wie eine jüngste Analyse belegt, beinhaltete im ersten Halbjahr 2007 rund jede fünfte Stellenanzeige den Verweis auf erfolgsabhängige Bausteine bei der Vergütung.
Die Anzahl der Unternehmen in Deutschland, die auf leistungsbezogene Vergütungsmodelle setzen, mehren sich. Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung von Stellenanzeigen durch die personal total AG, der zufolge sich die Zahl der mit variablen Gehaltsbausteinen ausgewiesenen Stellenanzeigen im ersten Halbjahr 2007 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 15 Prozent auf rund 20 Prozent erhöht hat.

Am häufigsten anzutreffen sind variable Entlohnungsmodelle der Studie zufolge im Vertrieb sowie bei Fach- und Führungskräften. So würden sich mittlerweile in mehr als jeder dritten vertriebsbezogenen Stellenanzeige explizite Hinweise auf flexible Gehaltsbausteine wie Provisionen und Boni wiederfinden. Besonders weit verbreitet seien erfolgabhängige Komponenten bei der Vergütung von Vertriebs-, Fach- und Führungskräften in der Finanzwirtschaft, im Handel, der IT- und Telekommunikationsbranche sowie im Maschinenbau.

Die Vorteile solcher Vergütungsmodelle für die Arbeitgeber liegen auf der Hand. So erhöhen variable Entlohnungskomponenten im Idealfall zum die Leistungsbereitschaft und Motivation der Mitarbeiter. Zum anderen sinkt die Kostenbelastung in schlechten Auftragsphasen, wodurch die Unternehmen diese besser überbrücken können. Doch auch die Arbeitnehmer können davon profitieren, da beispielsweise ihre Leistung stärker honoriert wird.

Als vorteilhaft für Mitarbeiter nennt Armin Betz, Vorstand der personal total AG, noch einen weiteren Punkt, wonach der Spielraum bei Gehaltsverhandlungen bei flexiblen Gehaltsbestandteilen größer sei als der bei einem Festgehalt. Stark erfolgsabhängige Angebote mit einem nur geringen fixen Grundgehalt würden jedoch zumeist von den Bewerbern abgelehnt, wie Betz berichtet.

Bei der Ausgestaltung entsprechender Vergütungsmodelle würden nach Auskunft des Personaldienstleisters viele Unternehmen gute Erfahrungen damit machen, den Grundbedarf des Mitarbeiters über das Fixum abzudecken. Über diesen Ansatz könne vermieden werden, dass in schwierigen Geschäftsphasen ein kontraproduktiver Druck auf Mitarbeiter entstehe.

Um späteren Missverständnissen und Unzufriedenheiten vorzubeugen, empfehlen die Personalexperten darüber hinaus die Berechnungsgrundlagen des flexiblen Vergütungsanteils klar zu definieren. „Je einfacher der Mitarbeiter seinen Erfolgsanteil berechnen kann und je direkter seine Möglichkeit, diesen zu beeinflussen, desto besser“, rät Betz den Unternehmen.

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