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News, 03.07.2013
Strommarkt
Immer mehr Strom aus erneuerbaren Energien
Im Zuge der Energiewende hat sich der Stromanteil erneuerbarer Energien in Deutschland binnen von zwei Jahren um rund ein Drittel erhöht. Der Anteil des aus Kernenergie gewonnenen Stroms verringerte sich dagegen in fast dem gleichen Umfang.
Die größte Strommenge von den erneuerbare Energien lieferte 2012 erneut die Windkraft.
Die größte Strommenge von den erneuerbare Energien lieferte 2012 erneut die Windkraft.
Der Strommarkt in Deutschland wird immer grüner: Wie das Statistischem Bundesamt berichtet, belief sich der Anteil des aus erneuerbaren Energien produzierten Stroms in Deutschland 2012 auf 22,1 Prozent. Im Jahr 2010, vor Fukushima, hatten Sonne, Wind & Co. erst 16,4 Prozent des produzierten Stroms in Deutschland ausgemacht. Damit hat sich der Stellenwert von erneuerbaren Energien und Kernenergie als Stromlieferant in Deutschland praktisch umgekehrt: Aus Kernenergie kamen im vergangenen in Jahr in Deutschland nurmehr 16,1 Prozent des produzierten Stroms. Vor der sogenannten Energiewende war der Anteil des aus Kernenergie erzeugten Stroms in Deutschland noch bei 22,4 Prozent gelegen. Das geht aus vorläufigen Daten der Arbeitsgruppe Energiebilanzen (AGEB) hervor. Insgesamt erzeugten Deutschlands Stromproduzenten 2012 knapp 618 Milliarden Kilowattstunden Strom und damit etwas mehr als im Jahr davor (2011: rund 615 Mrd. kWh).

Wichtigster Stromlieferant bleibt weiter die Braunkohle: Gut ein Viertel des 2012 in Deutschland produzierten Stroms entsprangen dieser Quelle (25,7 %). Damit hat sich der Braunkohle-Anteil an der Stromerzeugung seit 2010 um 2,5 Prozentpunkte erhöht (2011: 24,9 %; 2010: 23,2 %). Auf Platz 2 im Energieträger-Ranking standen wie bereits im Vorjahr die erneuerbaren Energien (22,1 %). Hier legte der Anteil am Gesamtvolumen des in Deutschland produzierten Stroms binnen eines Jahres um 2,2 Prozentpunkte  zu (2011: 19,9 %). Auf den weiteren Plätzen folgten die Steinkohle (21,2 %), die Kernenergie (16,1 %) und Erdgas (11,3 %). Weitere rund sechs Prozent des produzierten Stroms entfielen sonstige Energieträger wie etwa Mineralölprodukte (1,5 %).

Windenergie weiterhin wichtigster grüner Stromlieferant

Hauptquelle für grünen Strom war im vergangenen Jahr erneut die Windkraft. Auf sie entfielen 7,4 Prozent des 2012 in Deutschland produzierten Stroms. Zweitwichtigster Stromlieferant unter den erneuerbaren Energien dürfte wie im Vorjahr Biomasse (2011: 5,2 %) gewesen sein. Auf den weiteren Plätzen standen 2011 in Deutschland die Wasserkraft (3,2 %), die Photovoltaik (3,1 %) und Hausmüll (0,8 %).  

An Bedeutung im grünen Strommarkt gewonnen hat 2012 die Stromerzeugung aus Klärgas, das aus der Klärschlammfaulung in Kläranlagen gewonnen wird. So belief sich das aus Klärgas erzeugte Stromvolumen 2012 vorläufigen Zahlen der  Statistikbehörde zufolge auf 1.253 Gigawattstunden.  Das ist ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 3,6 Prozent und entspricht dem durchschnittlichen Stromverbrauch von etwa 360.000 Privathaushalten. „Gemessen an der Strombereitstellung aus erneuerbaren Energien im Jahr 2012 hatte das Klärgas aber nur einen sehr geringen Anteil von rund 1 %“, so die Statistikbehörde.
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