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News, 10.04.2015
Erneutes Orderminus
Stockende Auftragslage in der deutschen Industrie
Der Auftragseingang in der deutschen Industrie hat im Februar weiter an Fahrt verloren. Vor allem aus der Eurozone kamen deutlich weniger Bestellungen.
Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat büßte das Verarbeitende Gewerbe beim Auftragseingang ein (Grafik: BMWi).
Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat büßte das Verarbeitende Gewerbe beim Auftragseingang ein (Grafik: BMWi).
Die deutsche Industrie kommt zu Beginn des Jahres nicht in Schwung. Nach einem kräftigen Auftragsplus zum Jahreswechsel (Dezember: + 3,3 %) hat sich die Industrienachfrage im Februar den zweiten Monat in Folge abgeschwächt. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) berichtet, ging der Auftragseingang gegenüber Januar preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt um 0,9 Prozent zurück. Von Dow Jones befragte Ökonomen hatten nach dem Auftragsdämpfer zu Beginn des Jahres (Januar: - 2,6 %) eigentlich mit einem deutlichen Anziehen der Industrienachfrage gerechnet (Prognose im Median: + 1,5 %).

„Nach der starken Entwicklung im zweiten Halbjahr 2014 sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe sehr verhalten ins neue Jahr gestartet. Auch aufgrund geringer Großaufträge fielen die Bestellungen in den ersten beiden Monaten deutlich schwächer aus“, teilte das Ministerium mit. Positiv bewertete das Ministerium dagegen das nach oben revidierte Auftragsminus im Januar, das mit einer Aufwärtskorrektur um 1,3 Prozentpunkte letztlich deutlich moderater ausfiel als zuerst berechnet.

Geringere Nachfrage nach Investitions- und Vorleistungsgütern

Grund für den Rückgang des Ordervolumens war eine schwächere Nachfrage aus dem Ausland, wo sich das Volumen der Bestellungen gegenüber Januar insgesamt um 1,6 Prozent verringerte, kombiniert mit einer Stagnation des Auftragseingangs aus dem Inland (+/- 0,0 %). Schlechter lief es insbesondere in den Euroländern. Hier unterschritt der Auftragseingang das Niveau von Januar volumenmäßig insgesamt um 2,1 Prozent (Nicht-Eurozone: - 1,2 %).

Umsatzverlierer waren abermals die Investitions- und Vorleistungsgüterindustrie, wo im Februar ein weiterer Rückgang der Orders um 1,1 beziehungsweise 1,2 Prozent zu Buche stand. Hier waren die Bestellungen zu Jahresbeginn bereits um 3,2 Prozent beziehungsweise 2,3 Prozent zurückgegangen. Weiterhin im Aufwind steuerte dagegen die Konsumgüterindustrie. Sie verzeichnete mit einem Auftragsplus von 2,9 Prozent im Februar eine weitere Belebung der Bestelldynamik (Januar: + 0,4 %).

Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich – Dezember bis Februar gegenüber September bis November -  nahm der Auftragseingang dagegen insgesamt erneut leicht zu (+ 0,5 %). Auf Jahressicht betrachtet büßte allerdings die Industrie im Februar beim Auftragseingang ein (arbeitstäglich bereinigt: - 1,3 % gegenüber Februar 2014). Bezogen auf die weitere Entwicklung zeigte sich das Ministerium dennoch zuversichtlich: „Gleichwohl senden die Stimmungsindikatoren weiterhin positive Signale. Insgesamt dürfte die Grundtendenz in der Industriekonjunktur moderat aufwärtsgerichtet bleiben.“

cs/BMWi
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