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News, 28.03.2014
Konsumklima legt Atempause ein
Stimmung deutscher Verbraucher verharrt auf Sieben-Jahreshoch
Deutschlands Verbraucher zeigen sich weiterhin in bester Laune und frönen ungebrochen dem Konsum. Lediglich im Hinblick auf die Einkommenserwartungen hat sich die Euphorie ein wenig abgeschwächt.
Deutsche Verbraucher waren im März so konsumfreudig wie seit über sieben Jahren nicht mehr. Ob dies vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise so anhält, bleibt jedoch abzuwarten.
Deutsche Verbraucher waren im März so konsumfreudig wie seit über sieben Jahren nicht mehr. Ob dies vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise so anhält, bleibt jedoch abzuwarten.

Vermehrter Konjunkturoptimismus und eine wieder anziehende Konsumlust haben dem Konsumklima in Deutschland im März noch einmal einen leichten Schub verliehen. Wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg mitteilte, ist der von der GfK erhobene Konsumklimaindikator, der monatlich die Konjunktur- und Einkommenserwartungen sowie die Anschaffungsneigung deutsche Verbraucher erfasst,  im März wie prognostiziert um 0,2 auf 8,5 Punkte zugelegt. Damit notiert das GfK-Barometer zur Verbraucherstimmung in Deutschland auf dem höchsten Stand seit Januar 2007 (8,6 Punkte). Für April prognostiziert die neueste GfK-Erhebung für den Gesamtindikator ebenfalls einen Wert von 8,5 Punkten und damit eine Stabilisierung des Gesamtindikators auf dem Niveau von März. „Damit wird der private Konsum auch in diesem Jahr eine zuverlässige Säule der Konjunktur sein“, so die GfK.

Konjunkturoptimismus legt wieder zu

Nachdem der Teilindikator zu den Konjunkturerwartungen im Februar nach fünf Anstiegen in Folge nachgegeben hatte, sind die Deutschen im März die Konjunktur betreffend wieder optimistischer. So zog der Konjunkturindikator gegenüber Februar um 1,3 Zähler auf 33,2 Punkte an. Der GfK nach habe sich damit der Aufwärtstrend der Konjunkturerwartungen leicht verstärkt. Der vergleichsweise stark ausgeprägte Konjunkturoptimismus zeigt sich besonders im Vorjahresvergleich. So notiert der Indikator satte 32,6 Punkte höher als im März 2013.

„Die Bundesbürger sehen die deutsche Wirtschaft weiter auf im Aufwind“, so die GfK. „Günstige Wachstumserwartungen für die Weltwirtschaft mit verbesserten Exportaussichten sowie ein nach wie vor sehr niedriges Zinsniveau in Deutschland werden die bislang schwächelnde Investitionsneigung nach und nach stimulieren. Damit werden die Investitionen dem Aufschwung mehr Breite verleihen und die Konjunktur stützen“ prognostizierte das Wirtschaftsforschungsinstitut.

Der GfK zufolge bleibe jedoch abzuwarten, wie sich die aktuellen Ereignisse in der Ukraine auf die Verbraucherstimmung niederschlagen. "Die bislang letzte Eskalationsstufe mit dem Referendum sowie der Annexion durch Russland geschah erst nach Abschluss der Befragung und konnte somit nicht in die Stimmung mit einfließen", so das Institut. Eine Verunsicherung  der Verbraucher sei allerdings bei einem Anhalten der Krise im weiteren Verlauf nicht auszuschließen. "Dies wird umso wahrscheinlicher, wenn sich die Krimkrise auch auf andere Teile der Ukraine ausweiten und der Westen mit härteren Sanktionen reagieren würde", so die GfK.

Einkommensindikator gibt von Rekordniveau leicht nach

Der Indikator zu den Einkommenserwartungen der Deutschen hat den Rekordwert aus dem Vormonat, als er auf ein 13-Jahreshoch gestiegen war, im März nicht ganz behaupten können. Er gab auf Monatssicht um 3,0 Zähler auf 45,6 Punkte nach. Der GfK zufolge bleibe die Einkommensstimmung damit weiterhin auf sehr hohen Niveau. Und das mit Recht, wie die GfK erklärte. " Eine stabile Arbeitsmarktsituation mit einer noch leicht steigenden Beschäftigung nähren die Hoffnungen auf stärker steigende tarifliche Einkommen. Diese Hoffnungen spiegeln sich gegenwärtig im Einkommensindikator wieder. In der Tat zeichnet sich ab, dass die Tarifverhandlungen für dieses Jahr insgesamt ein Plus von 3 Prozent oder sogar leicht darüber ergeben können", so das Institut.

Von der guten Lohnentwicklung würden auch die Rentner profitieren. "Nach den aktuell vorliegenden Daten des Statistischen Bundesamtes und der Deutschen Rentenversicherung sollen die gesetzlichen Altersbezüge im Juli dieses Jahres in Westdeutschland um 1,67 und in den neuen Ländern sogar um 2,53 Prozent zunehmen", so die GfK. "Unter der Annahme einer erwarteten moderaten Inflationsrate von 1,5 Prozent in 2014 bedeutet dies auch für die Rentner reale Einkommenszuwächse."

Shopping-Lust der Deutschen weiter ungebrochen

Die Anschaffungsneigung setzt ihren Höhenflug fort. Nach den geringen Verlusten im Vormonat legt der Indikator wieder deutlich um 6,6 auf 55,5 Punkte zu. "Damit setzt sich der Aufwärtstrend nun bereits seit Anfang 2013 fort", konstatierte die GfK.

Die für die Konsumneigung entscheidenden Rahmenbedingungen, wie stabiler Arbeitsmarkt, gute Einkommensentwicklung und moderate Inflation, sind weiterhin günstig. Das anhaltend niedrige Zinsniveau stützt die Anschaffungsneigung zusätzlich.

Diese überaus gute Konsumneigung kommt gegenwärtig jedoch nur zum Teil beim Einzelhandel an. Vielmehr profitieren der Dienstleistungsbereich, wie er beispielsweise für Renovierungen benötigt wird, aber auch Urlaubsreisen. Der nach wie vor hohe Stand an Baugenehmigungen lässt zudem den Schluss zu, dass auch weiterhin beträchtliche Mittel in den Immobilienbereich fließen werden.

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