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News, 20.02.2012
Stiftung Warentest
Google-Datenschutzerklärung „auffällig vage“
Die Stiftung Warentest hat die neue, einheitliche Datenschutzklärung von Google als schwammig formuliert und daher rechtlich problematisch kritisiert.
Auf einer Vorschauseite stellt Google die neue Datenschutzerklärung vor (Bild: Screenshot Google-Portal).
Auf einer Vorschauseite stellt Google die neue Datenschutzerklärung vor (Bild: Screenshot Google-Portal).
Aus Sicht der Stiftung Warentest ist die neue Datenschutzerklärung von Google, die ab 1. März die bisherigen über 60 Datenschutzklärungen der verschiedenen Google-Angebote ersetzen soll, für Nutzer der Google-Dienste nur vordergründig vorteilhaft. „Google bleibt in den Formulierungen auffällig vage und räumt sich auf diese Weise weitreichende Rechte ein, die nach deutschem Recht angreifbar sind“, so die Verbraucherschützer.

Zwar sei die neue Datenschutzerklärung Stiftung Warentest zufolge besser strukturiert und insgesamt verständlicher als ihre zahlreichen Vorgänger. Die versprochene „höchstmögliche Transparenz“ im Hinblick auf den Umgang mit Nutzerdaten bleibe Google jedoch weiter schuldig. So wimmele die neunseitige Datenschutzerklärung geradezu von äußerst dehnbaren Formulierungen wie „möglicherweise“ (15 Mal) und „gegebenenfalls“ (zehn Mal).

Ein Beispiel für die Schwammigkeit der neuen Google-Datenschutzerklärung sei Stiftung Warentest zufolge die Klausel, die künftig die umfassende Profilbildung ermöglichen soll. Hierzu schreibt Google: "Unter Umständen verknüpfen wir personenbezogene Daten aus einem Dienst mit Informationen und personenbezogenen Daten aus anderen Google-Diensten." Damit wisse ein Nutzer weder, ob und wann es zu einer Verknüpfung komme, noch ob er jemals davon erfahre.  „Nach deutschem Recht sind solche schwammigen Formulierungen angreifbar“, so die Verbraucherschützer.

Internetnutzern, die einer umfassenden Profilbildung durch Google entgegenwirken möchten, empfiehlt die Stiftung Warentest, zum einen ihre Online-Aktivitäten auf Dienste unterschiedlicher Anbieter zu verteilen. Zum anderen sollten Nutzer regelmäßig ihre Cookies löschen. Daneben raten die Verbraucherschützer Inhabern eines Google-Kontos, sich einen Überblick darüber zu verschaffen, was Google allein schon durch die selbst gemachten Angaben über sie wisse. Am leichtesten sei dies mithilfe des sogenannten Dashboards von Google.
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