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News, 27.10.2005
Steuern und Recht
Betriebliche Steuerstrategien zum Jahreswechsel
Die unklare Zukunft der Steuerpolitik verunsichert Firmen. Der Bundesverband der Bilanzbuchhalter und Controller e.V. (BVBC) gibt jetzt konkrete Verhaltenstipps zum Jahreswechsel.
Pünktlich zum Jahresende wächst der Tatendrang in vielen Chefetagen: Verschiedene Steuersparmodelle stehen auf dem Prüfstand. Doch angesichts offener Rahmenbedingungen istie Ungewißheit groß. „Die beste Steuerstrategie zum Jahreswechsel ist ein kühler Kopf“, empfiehlt Uwe Jüttner, Präsident des Bundesverbandes der Bilanzbuchhalter und Controller e.V. (BVBC). „Hektischer Aktionismus wäre fehl am Platz.“

Richtig Handeln trotz großer Ungewißheit

Die Ausgestaltung der Steuerreformen bleibt weiterhin unklar. Firmen sollten dennoch jetzt ihre Strategien prüfen, um die richtigen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt treffen zu können. Die BVBC-Experten (www.bvbc.de) empfehlen:

1. Neue Rechtsform überdenken: Es besteht Konsens über eine Rechtsform-Neutralität bei der Unternehmenssteuer. Personen- werden Kapitalgesellschaften gleichgestellt. Die Euphorie für die Rechtsform „Limited“ bekommt Gegenwind.

2. Sonder- und Ansparabschreibungen voll ausschöpfen: Vielleicht zum letzten Mal sind gemäß Paragraph 7g EStG die Bildung von Sonderposten mit Rücklageanteil möglich. Das bietet Firmen einen höheren Gestaltungsspielraum – auch für 2007.

3. Firmensitz in EU abwägen: Das EU-Recht sieht innerhalb der Gemeinschaft eine Niederlassungsfreiheit vor. Plant und sichert eine Firma ihren Sitz dauerhaft in der EU, hat der Anteilseigner jetzt keine Wegzugsbesteuerung mehr zu befürchten.

4. Rechnungsangaben systematisch überprüfen: Unvollständige Rechnungsangaben - wie z.B. ein fehlender Liefertermin - gefährden den Vorsteuerabzug. Neben der schwierigen Beschaffung neuer Belege droht neuerdings in jedem Fall ein Strafzins.

Vorschnelle Steuer- und Controlling-Entscheidungen können zur Zeit mehr schaden als nutzen. Viele drastische Reformvorhaben sind mittlerweile wieder vom Tisch. Dies bestätigt auch BVBC-Beiratsmitglied Prof. Dr. Horst Walter Endriss: „Es wird keine radikale und grundlegende Steueränderungen geben.“
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