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News, 26.08.2011
Steigende Einfuhrpreise
Deutsche Importe werden wieder teurer
Deutsche Importe haben sich im Juli unerwartet stark verteuert. Besonders starke Preisanstiege gab es bei importierter Energie. Auch im Bereich Metalle zogen die Preise gegenüber Juni teils kräftig an.
Nach zwei Rückgängen in Folge hat sich der Preisauftrieb im deutschen Außenhandel im Juli wieder beschleunigt. Aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge verteuerten sich deutsche Importe im Juli gegenüber Juni um durchschnittlich 0,8 Prozent. Von Dow Jones Newswire befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Anstieg um 0,3 Prozent gerechnet. Im Juni und Mai waren die deutschen Importpreise noch auf Monatssicht gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhte sich der Index der Einfuhrpreise im Juli um 7,5 Prozent. Damit hat sich die Jahresteuerung deutscher Importe erstmals seit Februar dieses Jahres, als die Importpreise um 11,9 Prozent auf Jahressicht gestiegen waren, wieder beschleunigt. Im Juni hatte die Jahresveränderungsrate nur 6,5 Prozent betragen.

Preise für Energie-Importe steigen wieder

Wie das Statistikamt bekannt gab, verteuerte sich importierte Energie im Juli gegenüber Juni im Schnitt um 3,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat mussten Importeure für Energie im Juli 28,2 Prozent mehr zahlen (Juni: +23,8%). Im Juni und Mai waren die Preise für  importierte Energie noch auf Monatssicht um 1,8 bzw. 2,9 Prozent gesunken. Die höchste Teuerungsrate wiesen Mineralerzeugnisse auf, die im Juli im Durchschnitt 35,1 Prozent mehr kosteten als im Vorjahresmonat und sich gegenüber Juni um 3,4 Prozent verteuerten. Die Preise für importiertes Rohöl stiegen im Juli gegenüber Juni sogar um 3,9 Prozent und binnen Jahresfrist um 31,6 Prozent. Am stärksten verteuerte sich gegenüber Juni Erdgas. Hier stiegen die Preise auf Monatssicht um 4,9 Prozent (+23,8% gegenüber Juli 2010). Ohne die Teuerung von Erdöl und Mineralölprodukten wäre der Index der Einfuhrpreise im Juli laut Statistikbehörde nur 0,3 Prozent höher als im Juni und 4,3 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen.

Rohkupferpreise schießen in die Höhe

Auch Metalle und ihre Rohstoffe verteuerten sich teils deutlich. So stiegen die Preise für Nicht-Eisen-Metallerze im Juli gegenüber Juni um 5,3 Prozent und binnen Jahresfrist um 19,9 Prozent, womit sich hier die Jahresteuerung auf Monatssicht beinah verdoppelte (Juni: +10,8 gegenüber Juni 2010 und -0,6% gegenüber Mai). Für Rohkupfer mussten Importeure im Juli sogar 6,3 Prozent mehr zahlen als im Juni und 25,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Preise für Nicht-Eisenmetalle und deren Halbzeug stiegen ebenfalls auf Monatssicht (+2,0%) und lagen Juli 16,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Günstig wurden dagegen Roheisen, Stahl und Ferroliegerungen, die sich gegenüber Juni im Schnitt um 4,6 Prozent verbilligten (+4,6% gegenüber Juli 2010). Gleiches galt für Rohaluminium, wo das Preisniveau um 1,1 Prozent auf Monatssicht zurückging, wobei deutsche Importeure auch hier im Juli immer noch 13,3 Prozent mehr zahlen mussten als im Jahr zuvor.

Im Bereich der chemischen Erzeugnisse verteuerten sich im Juli vor allem Düngemittel mit einer Jahresteuerung um 37, 4 Prozent und einem Preisanstieg gegenüber Juli um 1,5 Prozent. Auch importierte Kunststoffe in Primärformen waren deutlich teurer als im Vorjahresmonat (+8,5%). Gegenüber Juni gingen hier die Preise allerdings um 2,4 Prozent zurück.

Die Preise für Getreide lagen im Juli 29,5 Prozent über dem Vorjahresniveau, fielen aber gegenüber Juni leicht (-0,9%). Eine weiterhin besonders hohe Jahresteuerung wies Rohkaffee auf, für den Importeure im Juli 28,9 Prozent mehr zahlen mussten als im Vorjahresmonat (-3,5% gegenüber Juni).  Allerdings hat sich der Preisauftrieb bei Rohkaffee im Juli den dritten Monat in Folge deutlich abgeschwächt: Im Juni war die Jahresteuerungsrate von Rohkaffee noch bei 38,8 Prozent und im Mai sogar bei 60,5 Prozent gelegen. Auch Geflügelfleisch und Rindfleisch waren erheblich teurer als im Vorjahr: Hier stiegen die Preise binnen Jahresfrist um 15,6 bzw. 12,2 Prozent und gegenüber Juni 0,7 bzw. 0,4 Prozent. Gleiches galt für importierte Milch und Milcherzeugnisse, für die Importeure im Durchschnitt 8,6 Prozent mehr zahlen mussten als im Vorjahr und 0,5 Prozent mehr als im Juni.

Die deutschen Ausfuhrpreise legten ebenfalls im Juli wieder zu. Dem Statistikamt zufolge verteuerten sich deutsche Exporte im Juli gegenüber Juni im Schnitt um 0,3 Prozent und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,7 Prozent. Im Juni hatte die Jahresveränderungsrate der deutschen Ausfuhrpreise noch 3,4 Prozent betragen. 
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