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News, 09.09.2013
Arbeitskosten-Statistik
Langsamerer Anstieg der Arbeitskosten in Deutschland
Der Arbeitskosten sind im zweiten Quartal in Deutschland so gering gestiegen wie seit 2010 nicht mehr. Im ersten Quartal erhöhten sich die Arbeitskosten allerdings auf Jahressicht fast doppelt so stark wie im EU-Durchschnitt.
Grundlage für die Berechnung der Arbeitskosten sind die Bruttoverdienste und die Lohnnebenkosten.
Grundlage für die Berechnung der Arbeitskosten sind die Bruttoverdienste und die Lohnnebenkosten.

Der Anstieg der Arbeitskosten in Deutschland hat sich im Frühjahr stark verlangsamt. Wie das Statistische Bundesamt berichtet, lagen die Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde im zweiten Quartal kalenderbereinigt 1,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das ist der niedrigste Anstieg seit dem vierten Quartal 2010. Im ersten Quartal 2013 hatten sich die Arbeitskosten fast doppelt so stark auf Jahressicht erhöht (+3,7 %). Dem Statistikamt zufolge ist der geringe Anstieg allerdings auch teils auf Sondereffekte im zweiten Quartal 2012 zurückzuführen, da hier die Arbeitskosten auf Quartalssicht stark gestiegen waren (+1,8 % gegenüber Q1/2012).  Anders im zweiten Quartal 2013: Hier blieben die Arbeitskosten im Vergleich zum Vorquartal saison  und kalenderbereinigt insgesamt konstant (+/- 0,0 % gegenüber Q1/2013).

Grund für die deutliche Verlangsamung des Arbeitskostenanstiegs waren unter anderem geringer steigende Bruttoverdienste. Sie stiegen im zweiten Quartal mit einer Jahresveränderungsrate von 2,0 Prozent auf Jahressicht um rund ein Drittel weniger stark als im Quartal davor (Q1/2013: + 3,3 % gegenüber Q1/2012). Die Lohnnebenkosten, die den zweiten Arbeitskostenfaktor bilden, lagen im zweiten Quartal sogar nur 1,4 Prozent über dem Vorjahresstand. Sie stiegen damit binnen Jahresfrist sogar nur etwas mehr als ein Viertel so stark wie im ersten Quartal (+ 5,1 % gegenüber Q1/2012).

Arbeitskosten zu Beginn des Jahres schneller gestiegen als im EU-Durchschnitt

Mit den Ergebnissen zum zweite Quartal 2013 veröffentlichte die Statistikbehörde auch die neuesten Zahlen zur Entwicklung der Arbeitskosten in 25 von 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) im ersten Quartal. Danach verteuerte sich die Arbeitsstunde in Deutschland im ersten Quartal 2013 auf Jahressicht um 3,7 Prozent und damit deutlich stärker als im EU-Durchschnitt (+ 1,9 %). Am stärksten stiegen die Arbeitskosten in Rumänien (+ 8,6 %), Estland (+ 7,5 %) und die Tschechische Republik (+ 6,1 %). Rückläufige Arbeitskosten meldeten im ersten Quartal Slowenien (– 3,8 %), Spanien (– 0,7 %), Portugal (- 0,3 %) und Zypern (– 0,5 %). Auch in Frankreich entwickelten sich die Arbeitskosten stark unterdurchschnittlich: Hier lag die Jahresveränderungsrate bedingt durch rückläufige Lohnnebenkosten mit 0,1 Prozent ebenfalls deutlich unter dem Wert von Deutschland. Ebenfalls deutlich unter dem Wert von Deutschland.

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