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News, 19.04.2016
Arbeitnehmer haben mehr im Portemonnaie
Stärkster Reallohn-Zuwachs seit sieben Jahren
Die Löhne und Gehälter deutscher Arbeitnehmer sind im Jahr 2015 inflationsbereinigt so stark gestiegen wie seit 2008 nicht mehr. Die stärksten Reallohn-Zuwächse verzeichneten Geringverdiener.
Beschäftigte mit unterdurchschnittlichem Verdienst wie etwa Hilfsarbeiter profitierten am stärksten (Bild; panthermedia)
Beschäftigte mit unterdurchschnittlichem Verdienst wie etwa Hilfsarbeiter profitierten am stärksten (Bild; panthermedia)

Hohe Jobsicherheit und deutlich mehr Geld im Portemonnaie – im Jahr 2015 kam der Aufschwung auch bei vielen Arbeitnehmern an. Wie das Statistische Bundesamt ermittelt hat, erhöhten sich die Löhne und Gehälter über alle Beschäftigten-Gruppen hinweg real, also inflationsbereinigt, im Schnitt um 2,4 Prozent. Das geht aus der Vierteljährlichen Verdiensterhebung hervor. Das ist der stärkste Anstieg des Reallohnindex seit dem Jahr 2008. Grund für das stärkste Reallohn-Plus seit sieben Jahren war die Niedrig-Inflation in Deutschland gepaart mit überdurchschnittlich starken Nominallohn-Steigerungen. So stiegen die Verbraucherpreise lediglich im Schnitt um 0,3 Prozent, während die Verdienste nominal um 2,7 Prozent zulegten.

Die stärksten nominalen Lohnzuwächse verzeichneten Geringverdiener und damit insbesondere ungelernte Arbeitnehmer. Sie verbuchten im Vergleich zum Vorjahr nominal im Schnitt Verdienstzuwächse um 4,1 Prozent. Lohngewinner waren insbesondere geringfügig Beschäftigte, die mit einem Plus von durchschnittlich 4,6 Prozent erheblich stärker ihre Löhne und Gehälter steigern konnten als Beschäftigte in Teil- und Vollzeit (+ 3,0 % bzw. + 2,6 %).

Deutliche Unterschiede gab es auch zwischen Ost- und Westdeutschland. Während die Löhne und Gehälter in den neuen Bundesländern nominal im Schnitt um 4,0 Prozent zulegten, verzeichneten Beschäftigte im alten Bundesgebiet nur Verdienstzuwächse um durchschnittlich 2,5 Prozent.  „In welchem Maße die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zum 1. Januar 2015 die Veränderungsraten des Nominal- beziehungsweise Reallohnindex beeinflusst hat, lässt sich auf Basis der vorliegenden Daten nicht quantifizieren“, so die Statistikbehörde.

Während im fiel der Anstieg des Reallohnindex im vierten Quartal 2015 mit + 2,1 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal etwas geringer aus. Dies ist auf den – verglichen mit den übrigen Quartalen des Jahres 2015 – unterdurchschnittlichen nominalen Anstieg der Bruttolöhne (+ 2,4 %) zurückzuführen.

Die Entwicklung des Index der tariflichen Monatsverdienste inklusive Sonderzahlungen für Januar 2016 (+ 2,6 %) und Februar 2016 (+ 2,4 %) – verglichen mit dem jeweiligen Monat des Vorjahres – lässt für das erste Quartal 2016 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal einen deutlichen Anstieg des Nominallohnindex erwarten.

cs/Destatis

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