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News, 13.10.2014
Dämpfer für Deutschlands Exporteure
Stärkster Einbruch der deutschen Exporte seit über fünf Jahren
Die deutschen Exporte sind im August so stark im Monatsvergleich zurückgegangen wie seit Anfang 2009 nicht mehr. Nimmt man die ersten acht Monate, bleibt der deutsche Außenhandel allerdings auf Wachstumskurs.
Während im außereuropäischen Ausland bei den Exporten ein kräftiges Ausfuhrminus stand, legten die Versendungen in die EU zu.
Während im außereuropäischen Ausland bei den Exporten ein kräftiges Ausfuhrminus stand, legten die Versendungen in die EU zu.

Die Berg- und Talfahrt der deutschen Exporte setzt sich fort. Nach einem kräftigen Ausfuhrplus im Juli von 4,8 Prozent folgte im August für Deutschlands Exporteure eine kalte Dusche. Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge gingen die Versendungen der deutschen Wirtschaft gegenüber Juli um 5,8 Prozent zurück. Einen so starken Einbruch der Exporte verzeichnete die deutsche Wirtschaft seit Januar 2009 nicht mehr. Laut Statistikamt summierten sich die deutschen Warenlieferungen im August auf 84,1 Milliarden Euro. Damit verloren die Exporte im Jahresvergleich um 1,0 Prozent an Fahrt (August 2013: 85,0 Mrd. Euro).

„Ein wesentlicher Faktor hierfür waren die späten Sommerferien in einigen Bundesländern“, erklärte der Präsident des Groß- und Außenhandelsverbandes BGA, Anton F. Börner. Hinzu kommt, dass die internationalen Krisen im Außenhandel zunehmend Bremsspuren hinterlassen: „Das Zusammentreffen gleich mehrerer Krisenherde ist Sand im Getriebe einer prinzipiell auf Wachstum gepolten Weltwirtschaft“, so der BGA-Chef. Das zeigt sich im August auch bei den deutschen Einfuhren. Sie gingen gegenüber Juli um 1,0 Prozent zurück und unterschritten mit einem Volumen von insgesamt rund 70,0 Milliarden Euro den Vorjahreswert um 1,0 Prozent.

Deutlich weniger Exporte in Drittländer

Gut die Hälfte aller deutschen Warenlieferungen gingen im August in Länder der Europäische Union (EU). In sie versandte die deutsche Wirtschaft Waren im Wert von 47,7 Milliarden Euro. Damit fielen die Exporte in die EU-Mitgliedsstaaten 2,0 Prozent höher aus als im August 2013. Demgegenüber standen Importe aus dem Euroraum im Wert von 44,3 Milliarden Euro, was etwa dem Niveau des Vorjahresmonats entsprach. Stärkster Abnehmer waren auch im August die Euroländer, die aus Deutschland Waren im Wert von 29,2 Milliarden Euro bezogen. Das war nur geringfügig mehr als im Vorjahresmonat (+ 0,4 %).  In den anderen EU-Mitgliedsländern zeigte sich dagegen eine deutliche stärkere Dynamik. In diese Länder legten  die Versendungen um 4,5 Prozent auf 18,5 Milliarden Euro zu.

Im außereuropäischen Ausland war die Bilanz dagegen negativ. Hier unterschritten die Exporte mit einem Gesamtvolumen von 18,5 Milliarden Euro im August das Vorjahresniveau um 4,5 Prozent. Die Importe aus den sogenannten Drittländern gingen ebenfalls zurück. Sie lagen im August mit einem Warenwert von 13,7 Milliarden Euro um 1,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats.

In der Handelsbilanz ergab sich im August ein Überschuss von 14,1 Milliarden Euro. Das waren rund 800 Millionen Euro mehr als im August 2013 (13,3 Mrd. Euro). Kalender- und saisonbereinigt überstiegen die Exporte das Volumen der Importe im August sogar um 17,5 Milliarden Euro.

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