Über Perspektive Mittelstand
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Stabile Verbraucherpreise
Inflation bleibt weiterhin gering

Verbraucher profitieren weiterhin vom Preiskrieg unter den Discountern, die nach Mitteilung von AFP zum achten Mal in Folge erneut breit gefächert ihre Preise senken.
Deutlich über dem Vorjahresniveau blieben erneut die Preise für Energie, für die Verbraucher im August 2,5 Prozent mehr zahlen mussten als im Vergleichszeitraum 2009. Auch Nahrungsmittel waren deutlich teuerer als im Vorjahr. Hier stiegen die Preise auf Jahressicht um 2,8 Prozent. „Ohne Berücksichtigung der Energie und der Nahrungsmittel, die zusammen knapp 20 Prozent der Ausgaben privater Haushalte umfassen, hätte die Inflationsrate im August 2010 bei 0,7% gelegen“, so das Statistikamt.
Der überdurchschnittliche Preisanstieg bei Energie war in erster Linie auf die starke Teuerung bei Mineralölprodukten zurückzuführen, die sich auf Jahressicht um 7,5 verteuerten. Vor allem der Preis für leichtes Heizöl legte kräftig zu. Hier registrierten die Statistiker ein Plus von 15,6 Prozent. Benzin und Diesel verteuerten sich auf Jahressicht um 5,3 Prozent. Auch Strom war deutlich teurer als im Vorjahr (+3,3%). Erheblich verbilligt haben sich im August dagegen Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme (-6,8%). Auch Gas war deutlich billiger als im August 2009 (-4,1%).
Bei den Nahrungsmitteln entfiel der stärkste Preisanstieg auf Butter, für die Verbraucher im August stolze 41,9 Prozent mehr zahlen mussten als im Vorjahr. Die Preise für Speisefette und –öle erhöhten sich auf Jahressicht um 16,5 Prozent. Kräftig gestiegen sind auch die Preise für saisonabhängige Produkte wie Obst, Gemüse und frischen Fisch, die im August um 11,8 Prozent mehr kosteten als im Vergleichszeitraum 2009. Etwas günstiger waren dagegen Süßwaren (-1,9%; darunter Zucker: -12,7%) sowie Brot- und Getreideerzeugnisse (-0,4%).
Die Preise für Waren erhöhten sich im August 2010 um 1,2 Prozent, wobei sich Verbrauchsgüter um 2,0 Prozent auf Jahressicht verteuerten und langlebige Gebrauchsgüter um 0,4 Prozent verbilligten. Deutlich geringer war der Preisauftrieb bei Dienstleistungen: Hier stiegen die Preise auf Jahressicht im Durchschnitt lediglich um 0,8 Prozent (hierunter: Nettokaltmieten: + 1,1% und Pauschalreisen: -1,0%).
