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Staatlich finanzierte Forschung nur noch an Universitäten?

Das Gezerre um staatliche Gelder für die Forschung ist groß. Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und die deutschen Hochschulen, vertreten durch den Deutschen Hochschulverband (DHV), versuchen sich gegenseitig das Wasser abzugraben.
(PM) Berlin, 22.03.2013 - Durchschnittlich 60 Studenten pro Universitätsprofessor, 2,7 Mio. Studenten im Jahr 2013/2014, die Notwendigkeit von 6.500 zusätzlichen Professoren … - mit diesen Argumenten versucht der Präsident des Hochschulverbandes, Bernhard Kempen, derzeit seinen Vorstoß zu begründen, dass staatlich finanzierte Forschung vor allem an den Universitäten stattfinden möge. Desweiteren sollten die Universitäten in Zukunft alleinige Träger des Promotionsrechts sein.

Dagegen stehen die außeruniversitären Forschungsinstitute in Deutschland wie z. B. die Leibniz-Gesellschaft, die Helmholtz-Gesellschaft oder die Max-Planck-Gesellschaft. Letztere will jetzt selbst das Promotionsrecht.

Der Deutsche Hochschulverband möchte generell eine Vorrangstellung der Universitäten in Sachen Forschung und der dazugehörigen staatlichen Gelder erreichen. Die Schere zwischen außeruniversitärer und universitärer Forschung gehe weiter auseinander zuungunsten der Universitäten, so der DHV weiter. Die Universitäten seien jahrzehntelang unterfinanziert worden.

Dieses Gezerre um staatliche Gelder basiert tatsächlich auf einer Ungleichbehandlung der Universitäten, die in Art. 91b GG hinterlegt ist. Danach kann der Bund nur dann Vorhaben der Wissenschaft und Forschung an Hochschulen fördern, wenn alle Bundesländer zustimmen. Und wann sind sich alle Bundesländer schon einmal einig?

Die deutschen Hochschulen sind in der Tat chronisch unterfinanziert, dies allerdings schon seit Jahrzehnten. Dieser Geldmangel wirkt sich jedoch zentral bei der Lehre aus, nicht bei der Forschung. Weil viel zu wenig Geld in die Lehre fließt, gibt es die Noteninflation, die aktuell diskutiert wird. Alle Hochschullehrer müssen endlich so angestellt werden können, dass sie als Hochschullehrer auch eine berufliche Zukunft haben und ordentlich bezahlt werden. Dann können sich diese Hochschullehrer endlich auch angemessen um die Lehre kümmern, nicht nur um sich selbst, d.h. um ihre Karriere. Insofern geht der jetzige Streit vor allem um Forschungsgelder in die falsche Richtung. Hochschulen sollen primär für die akademische Ausbildung da sein, nicht für die Forschung. Hierfür gibt es eben auch die außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Diese Aufgabentrennung sollte deutlich vertieft werden – durch gezielte Steuerung staatlicher Gelder, die gegebenenfalls auch mittelgebunden sein sollten.

Insofern hat der Verfasser dieses hier vorliegenden Beitrags und akademischer Ghostwriter seit über 20 Jahren keinerlei Verständnis für das Ansinnen der Hochschulen nach mehr Forschungs-Geldern.

Quellen dieser News:

Schmoll, Heike: Hungrige Universitäten. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 18.03.2013, S. 4

Grundgesetz: Art. 91b GG, gesetze-im-internet.de/gg/art_91b.html (Stand 22.03.2013)

Bahner, Harald: Noteninflation setzt Studienabsolventen und Arbeitgeber unter Druck. In: Ghostwriter.nu News vom 20.03.2013, ghostwriter.nu/news/noteninflation-setzt-studienabsolventen-und-arbeitgeber-unter-druck/ (Stand 22.03.2013)
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