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News, 05.06.2013
Sorge um Krankenversicherung
Mehrheit der Deutschen will Bürgerversicherung
Geht es nach dem Willen der Mehrheit der deutschen Bevölkerung, ist mit der Zweiteilung in gesetzliche und private Krankenversicherung (GKV und PKV) bald Schluss. Dann zahlen künftig alle Erwerbstätigen und Arbeitgeber über eine Bürgerversicherung in Sachen Krankenversicherungsschutz in einen Topf.
Rund zwei Drittel aller Deutschen gehen davon, dass die Gesetzliche Krankenversicherung immer weniger bezahlen wird.
Rund zwei Drittel aller Deutschen gehen davon, dass die Gesetzliche Krankenversicherung immer weniger bezahlen wird.
Ein Krankenversicherungssystem für alle? Eine klare Mehrheit der Deutschen ist in jedem Fall dafür und will die sogenannte Bürgerversicherung. So sprechen sich inzwischen 57 Prozent der Bundesbürger dafür aus, das zweigeteilte Krankenversicherungssystem in Deutschland durch ein einheitliches zu ersetzen. Das ergab jetzt eine bevölkerungsrepräsentative Studie der TNS Infratest Finanzforschung, für die im Februar und März dieses Jahres insgesamt 1.959 Personen ab 18 Jahren in Deutschland befragt wurden. Lediglich 39 Prozent der Deutschen sind für die Beibehaltung des Systems aus gesetzlicher und privater Krankenversicherung (GKV und PKV). Vier Prozent der Bundesbürger sind in dieser Frage unentschlossen oder wollten hierzu keine Auskunft geben.

Noch mehr Einigkeit herrscht bei der Antwort auf die Frage, ob sich der Arbeitgeber auch in Zukunft prozentual am Krankenversicherungsbeitrag beteiligen oder der Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung durch einen Fixbetrag ersetzt werden soll. Hier sprechen sich fast neun von zehn befragten Bundesbürgern (85%) für einen prozentualen Arbeitgeberbeitrag aus. Auch sind sich 89 Prozent der Bundesbürger darin einig, dass die kostenlose Mitversicherung von Familienangehörigen beibehalten werden sollte. Der Ansatz, zur Bestimmung der Beitragshöhe auch weiterhin nur die Erwerbseinkommen heranzuziehen und Kapital- und Mieteinnahmen außen vor zu lassen, stößt dagegen nur bei einer vergleichsweise knappen Mehrheit von 57 Prozent auf Zuspruch.

Gegenwärtig fühlen sich die meisten Deutschen allerdings gut abgesichert: 89 Prozent der Bundesbürger stufen ihren aktuellen Krankenversicherungsschutz als sehr gut oder gut ein. Jedoch hat die Mehrheit die Befürchtung, dass dies nicht so bleibt. So gehen 63 Prozent der Bundesbürger davon aus, dass sich der Standardleistungskatalog der GKV zunehmend verringern wird und GKV-Versicherte immer mehr Gesundheitsleistungen aus eigener Tasche zahlen werden müssen. Dass die Gesetzliche Krankenversicherung auch in Zukunft noch einen ausreichenden Krankenversicherungsschutz wird bieten können, glauben der Studie nach inzwischen nurmehr 50 Prozent der Bundesbürger.
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