VOLLTEXTSUCHE
News, 11.03.2018
Social Media-Kommunikation
Social Media-Nutzer verärgert über Antwort-Muffel
Nachrichten lesen und dann hierauf keine Antwort geben ist für Social Media-Nutzer ein absolutes „No-Go“. Allerdings zeigt sich die Mehrheit auch vom Netiquette-Druck in Social Media genervt, hat eine aktuelle Studie ermittelt.
Jedem zweiten Social Media-Nutzer wäre es am liebsten, wenn keine Lesebestätigung übersandt würde.
Jedem zweiten Social Media-Nutzer wäre es am liebsten, wenn keine Lesebestätigung übersandt würde.
Auch in Social Media ist Benimm gefragt. Mehr als jeden zweiten Social Media-Nutzer (56 %) ärgert es, wenn er auf eine Nachricht, die ihm vom Empfänger als gelesen angezeigt wird, keine Reaktion erhält. Von den 14- bis 29-Jährigen finden sogar gut zwei Drittel (67 %) ein solches Kommunikationsverhalten nicht ok. Das ergab jetzt ein repräsentative Studie im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom unter 1.212 Internetnutzern im Alter ab 14 Jahren. Besonders interessant: Die Erwartungshaltung anderen gegenüber, zeitnah auf digitale Messages zu reagieren, führt dazu, dass sich die meisten Nutzer von Social Media- und Messenger-Diensten, beim Empfang von Nachrichten auch selbst unter Zugzwang fühlen, hierauf schnell zu antworten. Die Folge: Mehr als sechs von zehn befragten Social Media- und Messenger-Nutzern sind vom (gefühlten) Antwortzwang gestresst.

„Unsere Kommunikation hat sich durch Social Media und Messenger intensiviert und beschleunigt“, so Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Jene Zeit, die man sich für die eigene Antwort wünscht, sollte man auch anderen lassen. Kommunikation in sozialen Netzwerken muss Spaß machen. Das heißt auch: kein Stress.“ Das sehen auch die meisten Social Media-Nutzer so: Nach eigener Auskunft schalten sechs von zehn Befragten (60 %) ab und an bewusst auf Durchzug und nehmen sich zuweilen eine Auszeit von der Social Media-Kommunikation. In diesen Zeiten werden dann auch keine Nachrichten in Facebook, Instagram & Co. gecheckt und beantwortet. Jedem zweiten Befragten (51 %) wäre es deshalb auch lieber, wenn Kontakte nicht sehen könnten, ob Nachrichten bereits gelesen wurde oder nicht.

„Wer unter dem Radar fliegen möchte, kann meist individuell bestimmen, welche persönlichen Informationen angezeigt werden sollen. Auf diesem Weg lassen sich auch Lesebestätigungen ausstellen, das entspannt die Kommunikation“, so Rohleder. Allerdings: Wer sich dafür entscheidet, den Online-Status und Lesebestätigungen zu deaktivieren, kann diese Informationen bei anderen Kontakten dann ebenfalls nicht mehr sehen.

cs/Bitkom; Bild: Thomas Ulrich - LoboStudioHamburg / pixabay

WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG