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Pressemitteilung

So nutzen die Energie-Grundversorger die mangelnde Wechselbereitschaft ihrer Stammkunden aus

(PM) Heidelberg, 27.11.2013 - Das unabhängige Vergleichs- und Verbraucherportal PrizeWize.de hat die Tarife von Energieanbietern, die in einer Region als Grundversorger zuständig sind, aber auch andere Regionen beliefern, unter die Lupe genommen. Dabei wurde Erstaunliches festgestellt: Die Anbieter verlangen von ihren Stammkunden im Grundversorgungsgebiet im Durchschnitt über 10 Prozent mehr als von ihren Kunden in anderen Regionen.

Wer als Kunde eines Grundversorgers seinen eigenen Strom- oder Gastarif auf Internet-Vergleichsportalen mit dem Wettbewerb vergleicht, wird schnell feststellen, dass es auch wesentlich günstiger geht. Trotzdem sind weiterhin mehr als 80 Prozent der Verbraucher Kunde bei ihrem örtlichen Versorger. Knapp die Hälfte davon wird sogar immer noch mit dem teuren Grundversorgungstarif abgerechnet, während die andere Hälfte zumindest einen etwas günstigeren Sondertarif bei ihrem Grundversorger abgeschlossen hat. In einer Energiemarkt-Studie vom Sommer 2013 ermittelte PrizeWize.de die Gründe für die mangelnde Wechselbereitschaft der Kunden. Viele der Befragten gaben an, dass sich ein Wechsel für sie nicht genug lohnen würde und sie sich bei ihrem lokalen Anbieter am wohlsten fühlen. Wie schamlos die Grundversorger diese mangelnde Wechselbereitschaft ausnutzen, zeigt PrizeWize.de jetzt in einer aktuellen Untersuchung.

Tarifüberprüfung und -wechsel schützt Verbraucher

Für den Vergleichstest hat PrizeWize.de 20 Strom- und 20 Gas-Grundversorger, die auch überregional in fremde Netze liefern, nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Beim Vergleich ihrer regionalen Tarife mit den von ihnen überregional angebotenen Preisen ergibt sich folgendes Bild: Von den eigenen regionalen Stammkunden verlangen die Anbieter höhere Preise, weil sie auf eine mangelnde Wechselbereitschaft setzen. Kunden in anderen Gebieten werden stattdessen mit günstigen Angeboten umworben, denn überregional treten diese Versorger mit anderen Anbietern stärker in Konkurrenz und sind dadurch gezwungen, ihre Preise wettbewerbsfähiger und somit günstiger zu gestalten. Um dieses Vorgehen zu verschleiern, gründen einige Versorger sogar extra neue Marken oder Tochtergesellschaften, unter deren Namen die günstigeren Tarife vertrieben werden. Im eigenen Grundversorgungsgebiet sind diese Tarife jedoch meist nicht verfügbar.

Bei den getesteten Stromanbietern ist besonders die WEMAG auffällig: Der regionale Tarif im Grundversorgungsgebiet der WEMAG ist etwa 25 Prozent teurer als ein vergleichbarer überregionaler Tarif des gleichen Anbieters. Bei den Gasanbietern im Test stechen die MAINGAU Energie und die ENTEGA hervor, die ihren Stammkunden im eigenen Netzgebiet beide ebenfalls etwa 25 Prozent mehr abnehmen als Kunden in anderen Gebieten. Auch den Bewohnern aus Bremen dürfte wohl unverständlich bleiben, warum ihre eigenen Stadtwerke von ihnen über 13 Prozent mehr für ihr Gas verlangen als von den Hamburgern.

Ausnahmen im Test sind dagegen Stromanbieter wie die DEW 21 und Gasanbieter wie die Stadtwerke Bietigheim-Bissingen, die Teutoburger Energie und die Süwag Energie. Sie bieten einheitliche Tarife, die auch den Kunden im Grundversorgungsgebiet zur Verfügung stehen. Der Stromanbieter Stadtwerke Fellbach sowie der Gasanbieter Stadtwerke München bieten sogar etwas günstigere Tarife in der heimischen Region als überregional an. Alle anderen Grundversorger im Test bieten Kunden fremder Netze bessere Konditionen als den heimischen.

PrizeWize.de rät Verbrauchern die Konsequenzen aus den Testergebnissen zu ziehen und ihrem Grundversorger die „Rote Karte“ zu zeigen. Ein Wechsel zu günstigeren Anbietern ist dank Internet-Vergleichsportalen heutzutage schnell und einfach möglich und eine ununterbrochene Versorgung ist bei jedem Anbieter garantiert. Denn auch mit traditionellen, risikolosen Tarifen lassen sich leicht mehrere hundert Euro jährlich gegenüber den überteuerten Tarifen des Grundversorgers sparen.
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