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News, 03.03.2015
Multichannel-Trend verstärkt
Smartphones immer wichtigerer Shopping-Ratgeber
Immer mehr Deutsche nutzen ihr Smartphone im stationären Handel einer Studie nach als digitalen Shopping-Assistent. Mit Abstand beliebtester Einsatzzweck ist das Durchführen von Online-Preisvergleichen


40 Prozent aller Konsumenten weltweit nutzen ihr Mobiltelefon in stationären Geschäften, um Preise zu vergleichen. Ein ebenso großer Anteil holt sich im Vorfeld einer Kaufentscheidung Rat von Freunden, Bekannten oder Familienangehörigen, und mehr als jeder dritte Verbraucher weltweit macht Fotos vom gewünschten Produkt. Das geht aus einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hervor, für die das Marktforschungsinstitut mehr als 25.000 Handy- und Smartphone-Nutzer ab 15 Jahren in 23 Ländern befragt hat, darunter 1.326 Personen in Deutschland. Auch hierzulande spielt das Handy respektive Smartphone als digitaler Assistent beim Einkauf eine immer wichtigere Rolle: In Deutschland nutzt bereits rund jeder Vierte sein Mobilgerät im stationären Einzelhandel für Online-Preisvergleiche. Jeweils ebenso viele holen hiermit vor dem (stationären oder digitalen) Einkauf Rat von Dritten ein und/oder machen Fotos vom Produkt.

„Die Ergebnisse zeigen, dass Preisvergleiche und das persönliche Umfeld inzwischen auch direkt im Geschäft und im Augenblick der Kaufentscheidung präsent sind. Es gibt also bedeutsame Einflussfaktoren auf die Verkäufer und das Einkaufserlebnis im Geschäft“, so die GfK.

Preisvergleich vor allem bei den Jüngeren beliebt

In Deutschland machen sich vor allem Männer gern im Vorfeld eines Kaufs ein Bild davon, ob es das Wunschobjekt nicht anderswo noch günstiger gibt. Rund 30 Prozent recherchieren regelmäßig im Geschäft mit ihrem Handy online Preise. Bei den Frauen gehen nur 22 Prozent bei lokalen Einkaufstouren mobil ins Internet, um Preise vergleichen. Auch im internationalen Durchschnitt zeigen sich die Männer als die etwas größeren Schnäppchenjäger: Global stellen 42 Prozent der Männer im stationären Handel mobile Preisvergleiche an, von den Frauen dagegen nur 37 Prozent.

Besonders beliebt sind Preisvergleiche im Geschäft bei den 20- bis 29-Jährigen. In dieser Altersgruppe recherchieren sogar 40 Prozent nach eigener Auskunft regelmäßig, bevor sie etwas offline kaufen, mit dem Smartphone online Preise. Bei den 15- bis 19-Jährigen sind es mit 38 Prozent fast ähnlich viele, die im stationären Handel mit dem Handy Preisvergleiche anstellen. Bei den älteren Jahrgangsstufen sind mobile Preisvergleiche deutlich seltener: Bei den 40- bis 49-Jährigen sind es nur 19 Prozent, die vor Ort vor Käufen mit dem Handy Preisvergleich durchführen, gehen, bei den über 50-Jährigen sind sogar nur 17 Prozent. Auch global betrachtet sind es vor allem die 20- bis 29-Jährigen, die auf Online-Preischecks setzen: Im internationalen Durchschnitt stellt in dieser Altersgruppe sogar jeder Zweite im lokalen Handel via Handy Preisvergleiche an.

Im Ländervergleich rangieren, was mobile Preisrecherchen im Geschäft angeht, die Südkoreaner an der Spitze: In Südkorea machen sich sogar rund sechs von zehn Verbrauchern (59 %) mobil ein Bild, was preislich anderswo eventuell noch rauszuholen ist. Dahinter folgen die Chinesen (54 %), knapp vor den Türken (53 %). Schlusslichter sind die Ukraine (11 %), Südafrika (15 %) und Indien (17 %).

Produkt-Schnappschüsse in Mexiko und China mittlerweile gang und gebe

Auch Fotos von Produkten mit dem Smartphone machen entwickelt sich in Deutschland mehr und mehr zur gängigen Einkaufspraxis. Was die Beliebtheit angeht, liegen Frauen und Männern hier mit jeweils 25 Prozent derzeit gleich auf. Vorreiter sind auch hier die Jüngeren, demnach von 15- bis 19-Jährigen und von 20- bis 29-Jährigen laut Studie 42 Prozent beziehungsweise 41 Prozent im stationären Handel regelmäßig Produkt-Schnappschüsse mit Smartphone schießen, während von 30- bis 39-Jährigen nur 26 Prozent dies tun. Bei den 40- bis 49-Jährigen sind es sogar 19 Prozent, die Fotos mit dem Handy von Produkten machen.

Weltweit ist das Fotografieren von Produkten sowohl weiblichen als auch männlichen Verbrauchern bereits noch weiter verbreitet. Im globalen Durschnitt tut dies mittlerweile sogar mehr als jede dritte Frau und jeder dritte Mann (jeweils 36 %). Auch hier hängen, was die Prozentwerte betrifft, die jungen Generationen die älteren ab. Am häufigsten nutzen 15 bis 19-Jährige (44 %) sowie 20 bis 29-Jährige (43 %) diese Funktion ihrer Geräte.

Vor allem Mexikaner und Chinesen machen regelmäßig in Geschäften Fotos von Produkten. Mit jeweils 49 Prozent führen sie die Länderliste an, dicht gefolgt von der Türkei (47 %). Zum Vergleich: In Indien, der Ukraine und Indonesien liegt der Prozentanteil bei 12, 13 und 16 Prozent.

Vor allem Jüngere holen Feedback vor der Kaufentscheidung ein

Knapp ein Viertel aller Deutschen holt vor Käufen im Geschäft von Freunden und Familienangehörigen Feedback zum geplanten Kauf ein. Jeweils 24 Prozent der weiblichen und männlichen Verbraucher in Deutschland tun dies bei lokalen Einkaufstouren regelmäßig.  Am meisten Wert auf Feedback zur geplanten Käufen liegen die 20 bis 29-Jährigen: Von ihnen kontaktiert fast jeder Zweite regelmäßig im Geschäft mit seinem Smartphone oder Handy andere Personen für einen Informationsabgleich zum Kaufobjekt. Auch von den 15 bis 19-Jährigen wird ein solcher Austausch vor geplanten Käufen gern gesucht (38 %). Von den 30- bis 39-Jährigen legt dagegen lediglich ein Viertel (25 %) hierzu auf ein Feedback Dritter wert.

Im Ländervergleich suchen Mexikaner (55 %) am häufigsten bei Käufen Rat. Dicht dahinter folgen fast gleich die Polen (53 %) und Türken (52 %). Die Deutschen liegen dagegen, was den Wunsch auf Feedback vor geplanten Kaufentscheidungen von Dritten angeht, im Länder-Ranking mit 24 Prozent nur auf dem drittletzten Platz. Nur Indonesier und Japaner fragen Freunde oder Familie noch seltener um Rat (Indonesien: 21 %; Japan: 16 %).

Jeder Sechste scannt Barcodes oder QR-Codes

17 Prozent der Deutschen mit ihrem Handy, um im Geschäft mehr Informationen über ein Produkt zu erhalten. Insgesamt tun das mehr Männer (21 %) als Frauen (13 %). Vor allem liegt hier die junge Generation der 15 bis 19-Jährigen vorne. Rund 27 Prozent nutzen ihr Mobiltelefon regelmäßig, um Barcodes oder QR-Codes zu scannen. Bei den 20 bis 29-Jährigen beträgt der Anteil 24 Prozent. Schlusslicht bilden die Konsumenten ab 60 Jahren mit 7 Prozent.

Des Weiteren macht ebenfalls rund jeder Sechste (16 %) nach eigener Auskunft Fotos von Werbung und Produktinformationen. Hier liegen Männern und Frauen nahezu gleich auf (Männer: 16 %, Frauen: 15 %). Am häufigsten nutzen diese Möglichkeit die 15 bis 19-Jährigen mit 33 Prozent. An zweiter und dritter Stelle folgen die 20 bis 29-Jährigen (24 %) sowie die 30 bis 39-Jährigen (19 %).

Fast jeder, der ein Mobiltelefon besitzt, hat auch Apps auf seinem Handy. 12 Prozent der Deutschen nutzen solche regelmäßig im lokalen Handel für Warenkäufe – Männer im Vergleich zu Frauen noch öfter (Männer: 14 %, Frauen: 9 %). Von den 15- bis 19-Jährigen bezieht sogar bereits mehr als ein Viertel (28 %) Produkte über Apps. Auch in diesem Punkt liegt diese Altersgruppe an der Spitze.

Über Websites beziehungsweise Online-Shops von stationären Händlern kaufen dagegen nur acht Prozent der Deutschen im lokalen Handel ein, Männer mit zehn Prozent ein wenig häufiger (Frauen: 7 %). Am aufgeschlossensten für solche Käufe sind die 15-bis 19-Jährigen (16 %) und 20- bis 29-Jährigen (17 %). Von den 30- bis 39-Jährigen kaufen über diesen Weg in Deutschland dagegen aktuell nur 10 Prozent Produkte regelmäßig ein.

cs/GfK

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