VOLLTEXTSUCHE
News, 29.02.2016
Smartphone-Boom hält an
Rekordabsatz von Smartphones
In Deutschland wurden im vergangenen Jahr so viele Smartphones verkauft wie nie zuvor. Auch der Umsatz erreichte ein neues Rekordniveau und knackte erstmals die 10-Milliarden-Euro-Marke.
Das Smartphone: digitaler Alleskönner für alle Lebenslagen - vom Preisvergleich bis zum mobilen Babyphone (Bild: PantherMedia  / Wavebreakmedia)
Das Smartphone: digitaler Alleskönner für alle Lebenslagen - vom Preisvergleich bis zum mobilen Babyphone (Bild: PantherMedia / Wavebreakmedia)

Der Smartphone-Markt in Deutschland boomt. Wie der Hightech-Branchenverband BITKOM auf Grundlage aktueller Prognosen des es European Information Technology Observatory (EITO) ermittelt hat, wurden im Jahr 2015 in Deutschland 26,2 Millionen Geräte verkauft. Das ist ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 7,4 Prozent. Der Smartphone-Umsatz erhöhte sich im Jahresvergleich sogar um 22 Prozent überstieg zum ersten Mal die 10-Milliarden-Euro (2015: 10,3 Mrd. Euro). „Der Smartphone-Boom ist ungebrochen“, sagt Dr. Hannes Ametsreiter, Mitglied des Bitkom-Präsidiums. „Obwohl die meisten Geräte schon sehr ausgereift sind und durch Software-Updates laufend aktualisiert werden, werden neue Modelle für Verbraucher immer interessanter.“

Angetrieben wird die Nachfrage nach neuen Geräten von neuen Funktionen wie etwa dem mobilen Bezahlen mit dem Smartphone („mobile Payment“), dem Trend zu größeren Displays und fortlaufenden Verbesserungen der Leistungsfähigkeit wie etwa eine immer bessere Kameraleistungen und längere Akkulauzeiten. „Das Smartphone ist zur Steuerungszentrale für viele Bereiche des täglichen Lebens geworden – sei es um Freundschaften in sozialen Netzwerken zu pflegen, Termine zu organisieren oder um Einkäufe und Bankgeschäfte schnell und bequem von unterwegs zu erledigen. Entsprechend groß sind die Ansprüche an die Geräte, und die Verbraucher sind bereit, in Leistung und Komfort zu investieren“, so Ametsreiter.

Diese Entwicklung hin zu teureren Geräten zeigt der Blick auf den Smartphone-Durchschnittpreis. Kostete ein Smartphone im Jahr 2014 im Schnitt noch 348 Euro, waren es im letzten Jahr fast 50 Euro mehr (2015: 395 Euro). Das ist ein Plus von 13,5 Prozent. Befeuert wurde der Smartphone-Markt im letzten Jahr laut Ametsreiter auch durch neue Modelle großer Hersteller wie etwa das iPhone 6 sowie das Samsung Galaxy S6. Nach einer Prognose des Bitkom hält Boom im deutschen Smartphone-Markt 2016 an. So dürfte sich der Smartphone-Absatz weiter um 7,5 Prozent auf 28,2 Millionen verkaufte Neugeräte erhöhen. Beim Umsatz erwartet der Verband im Jahr 2016 nur einen geringfügigen Zuwachs um knapp ein Prozent auf 10,4 Milliarden Euro. „Der Durchschnittspreis für ein Smartphone würde damit wieder etwas sinken, auf 370 Euro“, so der Digitalverband.

Der boomende Nachfrage nach Smartphones spiegelt sich auch bei den Nutzerzahlen wider, wie eine Verbraucherbefragung im Auftrag des Bitkom zeigt, der zufolge mittlerweile drei von vier befragten Deutschen ab 14 Jahren (74 %) ein Smartphone besitzen. Das sind rund 51 Millionen Menschen. Im Jahr 2015 traf dies lediglich auf 65 Prozent der Deutschen zu, 2012 waren es sogar erst 36 Prozent der Deutschen, die via Smartphone kommunizierten. Damit hat sich der Anteil der Smartphone-Nutzer in Deutschland binnen von vier Jahr gut verdoppelt.

Das Smartphone als mobiler Alleskönner im Alltag

Im Schnitt verwenden die Smartphone-Nutzer ihr Gerät jeden Tag 82 Minuten. Neben der Standardfunktion Telefonieren (99 %) nutzen 89 Prozent die Foto- oder Videokamera, 80 Prozent Suchmaschinen und 72 Prozent den Kalender-bzw. Terminplaner. 69 Prozent hören Musik über das Smartphone und weitere 67 Prozent greifen mit ihrem Mobiltelefon auf Social Networts zu. Rund die Hälfte liest oder schreibt zudem SMS (55 %) sowie andere internetbasierte Kurznachrichten wie Whatsapp oder Threema (50 %) und E-Mails (55 %). „Mobile first ist das Motto. Wer fünf Minuten auf den Bus oder die U-Bahn warten muss, geht in dieser Zeit mal eben schnell ins Internet und recherchiert oder erledigt etwas“, so Ametsreiter. Entsprechend sagen 67 Prozent der Smartphone-Nutzer: „Smartphones sind für mich eine große Erleichterung im Alltag.“ 61 Prozent erklären sogar: „Ich kann mir ein Leben ohne Smartphone nicht mehr vorstellen.“

Jeder Zweite hat sein Gerät im vergangenen Jahr gekauft

Die meisten Smartphone-Nutzer (85 %) haben sich das Gerät, das sie privat nutzen, selbst angeschafft – und zwar in der Regel erst vor Kurzem. Mehr als die Hälfte (55 %) erklärt, das Gerät innerhalb der vergangenen zwölf Monate gekauft zu haben. Ein Viertel (26 %) hat es seit 1 bis 2 Jahren und nur 15 Prozent der Befragten besitzen ihr Smartphone schon länger als zwei Jahre. Wichtigster Grund für den Smartphone-Kauf war laut der Befragung der Wunsch nach einem Gerät, das auf dem neuesten Stand der Technik ist – fast die Hälfte der Befragten (47 %) gibt dies als Kaufmotiv an. 32 Prozent erklären zudem, dass ihnen bei Abschluss eines neuen Mobilfunkvertrages oder bei der Vertragsverlängerung ein attraktives Angebot gemacht wurde. 11 Prozent haben das Smartphone deshalb gekauft, weil sie von einem herkömmlichen Mobiltelefon darauf umsteigen wollten.

Nutzer wünschen sich längere Akkulaufzeit

Für ihr nächstes Smartphone wünschen sich die Nutzer vor allem eine längere Akkulaufzeit, dies gaben 63 Prozent der Befragten an. „Das bleibt für die Hersteller eine zentrale Herausforderung im Hardware-Bereich“, so Ametsreiter. 36 Prozent der Smartphone-Nutzer legen zudem großen Wert auf eine Fotokamera mit besserer Qualität. Darüber hinaus geht es künftig beim Smartphone-Kauf auch um mehr Speicherkapazität und mehr Rechenleistung. Auf diese Eigenschaften legen 35 Prozent bzw. 23 Prozent der Verbraucher Wert. Ein größeres Display wünschen sich 19 Prozent der Verbraucher. Immerhin schon jeder Neunte möchte, dass sein nächstes Smartphone 3D-fähig ist (11 %), jeder Zehnte wünscht sich einen geschwungenen bzw. biegsamen Bildschirm (10 %). Ametsreiter: „Wenn man bedenkt, dass diese Innovationen derzeit noch gar nicht auf dem Massenmarkt erhältlich sind, sind das hohe Werte.“

Smartphone-Boom treibt Datenvolumen weiter in die Höhe

Mit der steigenden Bedeutung des Smartphones steigt auch das mobile Datenvolumen in den Netzen: 2011 waren es noch 100 Millionen Gigabyte, 2015 waren es nach jetzigem Stand schon fünf Mal mehr, und zwar 531 Millionen Gigabyte. Für 2016 erwartet Bitkom ein Datenvolumen von 674 Millionen Gigabyte. Das ist ein Plus von 27 Prozent gegenüber letztem Jahr. „Das Datenvolumen wird in Zukunft weiter stark zunehmen“, so Ametsreiter. „Durch die intelligente Vernetzung des Smartphone mit anderen Geräten – mit dem sog. „Internet of Things“ – entstehen immer neue Anwendungsfelder. Darauf müssen sich Netzbetreiber und Dienste-Anbieter einstellen.“ Wichtig sei derzeit vor allem, dass die im vergangenen Jahr ersteigerten Frequenzen im 700-Megahertz-Band möglichst bald für die Mobilkommunikation zur Verfügung gestellt werden.

cs/Bitkom

WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG