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News, 03.11.2014
Haushalte werden intelligent
Smart Home-Markt in Deutschland vor dem Durchbruch
Fernsteuerbare Haushaltsgeräte, sich selbst regulierende Heizungen – bis 2020 wird die Zahl intelligent vernetzter Privathaushalte einer Studie nach in Deutschland stark nach oben schnellen. Bis das sogenannte „Smart Home“ in Deutschland flächendeckend Alltag wird, dürfte es jedoch erheblich länger dauern.
Das Internet der Dinge hält als Smart Home-Trend in Deutschland in Privathaushalten Einzug ...
Das Internet der Dinge hält als Smart Home-Trend in Deutschland in Privathaushalten Einzug ...
Das wachsende Interesse an der Heimvernetzung, derzeit schwerpunktmäßig noch auf Internet, TK, TV und Hifi konzentriert, befördert auch den Smarte-Home-Markt in Deutschland. So dürfte es nach Auskunft des Hightech-Verbandes BITKOM in Deutschland im Jahr 2020 etwa eine Million intelligent vernetzte Privathaushalte geben. Damit würde sich die Anzahl der Smart Homes in Deutschland in den kommenden fünf Jahren gegenüber 2013 mehr als verdreifachen: Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland erst rund 315.000 intelligent vernetzte Privathaushalte. Das geht aus einer Marktprognose von Deloitte hervor, die von der Fokusgruppe Connected Home des IT-Gipfels beauftragt wurde. In der Fokusgruppe beteiligen sich die Branchenverbände ANGA (Kabelnetzbetreiber), BITKOM (Hightech-Wirtschaft), GdW (Wohnungs- und Immobilienwirtschaft), ZVEH (Elektro- und IT-Handwerk) und ZVEI (Elektronik- und Elektroindustrie) sowie Smart Home-Technologie- und Lösungsanbieter.

„Der Smart-Home-Markt ist keine Nische mehr. Unternehmen aus der CE, der klassischen ITK, der Elektroinstallationsbranche sowie Hausgerätehersteller und  Energieversorger arbeiten, unterstützt von dynamischen Start-ups, zusammen und entwickeln in einem erstaunlichen Tempo neue, smarte und vernetzbare Geräte“, konstatierte Stephan Schneider, Vorsitzender der Fokusgruppe sowie des BITKOM-Arbeitskreises Connected Home. „Vergleichbar mit der Entwicklung zum Connected Car in der Automobilbranche wird sich das Connected Home über die nächsten Jahre immer mehr zum Standard entwickeln“, so Dr. Gunther Wagner, Director Technologie bei Deloitte.


Treiber beim Smart Home-Trend ist das Ziel, die Wohn- und Lebensqualität sowie die Sicherheit und Energieeffizienz im eigenen Zuhause zu erhöhen, und dies bei zugleich möglichst effizientem und geringem Energieeinsatz. Als Beispiel nennt der BITKOM etwa die Heizung, die anhand der Position der Smartphones der Hausbewohner die Temperatur autonom regelt. Ein anderes Anwendungsfeld sei dem Verband nach beispielsweise eine Lösung, die dafür sorgt, dass beim Verlassen der Wohnung oder des Hauses alle strombetriebenen Geräte automatisch ausgeschaltet werden, oder auch die Möglichkeit, einem Zusteller oder Handwerker von der Ferne beziehungsweise unterwegs aus, so man nicht Zuhause ist, die Wohnungstür zu öffnen.

„Wenn die Politik die Chancen von Smart Homes erkenne und entsprechende Maßnahmen ergreife, könnte die 1-Millionen-Marke sogar bereits 2018 erreicht und bis 2020 bereits rund 1,5 Millionen Haushalte mit Smart-Home-Lösungen ausgestattet sein“, so der Verband. Als Beispiel für mögliche Maßnahmen nennt der BITKOM etwa die Förderung altersgerechter Assistenzsysteme, um Senioren ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu erleichtern. „Geräte, die sich durch Zuruf steuern lassen oder sich vollautomatisch den Gewohnheiten des Benutzers anpassen, sind keine Spielerei, sondern würden vielen Menschen, etwa Älteren oder Kranken, das Leben erleichtern“, stellt Schneider fest. Selbst eine raschere Smart Home-Entwicklung angenommen, werden allerdings Smart Homes auf absehbarer Zeit mehr Seltenheit denn Regelfall in Deutschland sein. Denn bedenkt man, dass es in Deutschland im vergangenen Jahr rund 39,9 Millionen Privathaushalte gab, wären selbst im Jahr 2020, diese Zahl als Basis genommen, erst rund dreieinhalb Prozent der Haushalte in Deutschland auf Smart Home getrimmt.
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