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News, 20.06.2014
Teuerung in der Industrie weiter rückläufig
Sinkflug der Erzeugerpreise hält an
Gute Nachricht von der Inflationsfront: Bezieher gewerblicher Produkte haben im Mai in Deutschland auf Erzeugerebene den zehnten Monat in Folge weniger zahlen müssen als im Vorjahresmonat.
Die Strompreise lagen zwar im Durchschnitt ebenfalls deutlich unter dem Niveau von Mai 2013, nicht aber für Verbraucher: Sie mussten mehr zahlen als im Vorjahresmonat.
Die Strompreise lagen zwar im Durchschnitt ebenfalls deutlich unter dem Niveau von Mai 2013, nicht aber für Verbraucher: Sie mussten mehr zahlen als im Vorjahresmonat.
Die Preisentwicklung im Produzierenden Gewerbe bleibt weiter abwärtsgerichtet. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes lagen die Erzeugerpreise gewerbliche Produkte im Mai durchschnittlich 0,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Damit hat sich die Jahresteuerung industrieller Erzeugnisse auf Herstellerebene seit August 2013 den zehnten Monat in Folge abgeschwächt. Gegenüber April gab das Preisniveau den dritten Monat in Folge nach, und zwar um 0,2 Prozent.

Zweigeteilte Entwicklung der Strom- und Erdgaspreise

Grund für das weiterhin rückläufige Preisniveau in der Industrie sind unter anderem die weiterhin rückläufigen Energiepreise. Sie lagen im Mai durchschnittlich 2,6 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat und hatten damit den größten Einfluss auf das Erzeugerpreisniveau.

Bei der Preisentwicklung von Strom und Erdgas zeigt sich jedoch weiterhin ein zweitgeteiltes Bild. So lagen die Preise für Strom im Mai zwar insgesamt 2,8 Prozent und für Weiterverteiler sogar 9,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau, Privathaushalte und Sondervertragskunden aber mussten mehr bezahlen als im Vorjahresmonat: Für sie verteuerte sich Strom um 0,4 beziehungsweise 2,9 Prozent.  

Ähnlich das Bild bei Erdgas, wo die Preise den Vorjahresstand sogar im Durchschnitt 4,6 Prozent unterschritten, Verbraucher jedoch 0,3 Prozent mehr zahlen mussten als im Mai 2013 (Industrie: - 4,8 %). Mineralölerzeugnisse kosteten im Durchschnitt 1,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat (Bitumen aus Erdöl: - 6,9 %; Diesel: - 2,2 %; Benzin: - 1,7 %; leichtes Heizöl: - 1,3 %; Flüssiggas: + 7,2 %).

Metalle weiterhin deutlich günstiger als vor einem Jahr

Bei Vorleistungsgütern - Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden -  blieb das Preisniveau im Mai ebenfalls weiter abwärtsgerichtet. Hier lagen die Erzeugerpreise durchschnittlich 1,3 Prozent unter dem Niveau von Mai 2013. Maßgeblich beeinflusst wurde hier die Preisentwicklung unter anderem von anhaltend rückläufigen Preisen für Metalle, die sich im Schnitt trotz leichter monatlicher Teuerung (+ 0,3 % gegenüber April) auf Jahressicht um 1,3 Prozent verbilligten. Getreidemehl und Futtermittel für Nutztiere kosteten im Durchschnitt sogar 13,7 Prozent beziehungsweise 9,0 Prozent weniger als im Mai 2013.

Die Preise für Investitionsgüter lagen mit einer durchschnittlichen  Jahresteuerung um 0,5 Prozent nur leicht über dem Vorjahresniveau. Gebrauchsgüter verteuerten sich zwar deutlich stärker, mit einem durchschnittlichen Preisanstieg um 1,1 Prozent blieb allerdings der Zuwachs moderat.

Verbrauchsgüter waren 1,2 Prozent teurer als im Mai 2013, Nahrungsmittel kosteten im Schnitt 0,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Auffällige Preisentwicklungen zeigten sich im Nahrungsmittelsektor unter anderem bei Milch, wo die Erzeugerpreise im Mai das Vorjahresniveau um 9,6 Prozent überschritten. Eine gegenläufige Entwicklung gab es bei Zucker, der sich im Schnitt auf Jahressicht um 9,6 Prozent verbilligte, sowie bei Butter, die im Mai auf Herstellerebene durchschnittlich 8,3 Prozent weniger kostete als im Vorjahresmonat.
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