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News, 12.04.2016
Besorgte Internetnutzer
Sicherheitsbedenken im Internet bei Deutschen weit verbreitet
Knapp vier von zehn befragten Internetnutzern in Deutschland haben in der jüngsten Zeit im Netz aufgrund von Sicherheitsbedenken die Angabe persönliche Daten verweigert, zeigt eine statistische Erhebung.
Bei vielen Internetnutzern führt die Sorge um die eigenen Daten sogar zum Verzicht auf Online-Banking.
Bei vielen Internetnutzern führt die Sorge um die eigenen Daten sogar zum Verzicht auf Online-Banking.

Viele Deutsche schieben der Datengier der Online-Datenkraken mittlerweile einen Riegel vor und schränken aufgrund von Sorgen um die Datensicherheit ihre Online-Nutzung ein. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) ermittelt hat, haben in den letzten zwölf Monaten Sicherheitsbedenken 39 Prozent der Internetnutzer in Deutschland im Alter ab 10 Jahren davon abgehalten, in Online-Netzwerke persönliche Daten einzustellen. Das geht aus einer Erhebung über die private Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in Deutschland im Jahr 2015 hervor. Bei einem Viertel der Befragten (25 %) ist es auch vorgekommen, dass aufgrund von Sicherheitsbedenken Daten und Dateien nicht aus dem Internet heruntergeladen wurden, und immerhin fast drei von zehn Befragten (28 %) führten aus dem gleichen Grund kein Online-Banking durch.

Die Sicherheitsbedenken bezüglich der Weitergabe persönlicher Daten im Netz nahmen mit dem Alter zu: Fast jede/-r Zweite (49 %) im Alter von 65 Jahren oder älter und 41 % der 25- bis 64-Jährigen gaben ihre Daten nicht online preis, während 10- bis 24-Jährige mit 26 % weniger häufig Sicherheitsbedenken hatten. Internetnutzer/-innen ab 65 Jahren verzichteten am häufigsten auf Online-Bankgeschäfte (40 %) und Daten- oder Datei-Downloads aus dem Internet (33 %). Weibliche Nutzer agierten insgesamt vorsichtiger im Netz als männliche: 40 % der Internetnutzerinnen stellten keine persönlichen Daten ins Netz (Nutzer: 37 %), 30 % der Nutzerinnen verzichteten auf Online-Banking (Nutzer: 26 %) und 27 % vermieden Downloads aus dem Netz (Nutzer: 23 %).

18 % der Internetnutzer/-innen berichteten von verschiedenen Sicherheitsproblemen, die bei ihren Internettätigkeiten auftraten, darunter 14 % von Viren und anderen Schadprogrammen, die zu Datenverlusten oder Reparaturarbeiten geführt haben. Missbrauch persönlicher Daten, finanzielle Verluste durch betrügerische E-Mails (Phishing) oder durch Umleitung auf gefälschte Webseiten (Pharming), Kreditkartenmissbrauch oder der Zugang von Kindern zu ungeeigneten Internetseiten traten bei 6 % der Internetnutzer/-innen auf.

Die Internetnutzer/-innen verfügten beim Thema Internetsicherheit über recht gute Kenntnisse: 59 % der Befragten erstellten Sicherungskopien vom Computer auf externe Speichermedien oder Internet-Speicherplatz. 80 % wussten über den Zweck von Cookies Bescheid und 47 % gaben an, schon einmal die Einstellungen im Internetbrowser verändert zu haben, um das Anlegen von Cookies zu verhindern oder zu begrenzen. Männliche Nutzer hatten einen etwas besseren Kenntnisstand als weibliche: Mehr als jeder zweite Internetnutzer (55 %) hat schon einmal seine Browser-Einstellungen geändert, während das nur auf 39 % der Internetnutzerinnen zutraf.

cs/Destatis; Bild: olga meier-sander / pixelio.de

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