Über Perspektive Mittelstand
Die Perspektive Mittelstand ist eine unabhängige, branchenübergreifende Business-Plattform zur Förderung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittelständischer Unternehmen und ihrer Mitarbeiter. Ziel der Initiative ist es, über hochwertige Informations-, Kommunikations- und Dienstangebote rund um den unternehmerischen und beruflichen Alltag die Wissensbildung, Kommunikation und Interaktion von und zwischen Existenzgründern, Unternehmern, Fach- und Führungskräften und sonstigen Erwerbstätigen zu unterstützen. Weitere Informationen zur Perspektive Mittelstand unter: www.perspektive-mittelstand.de
Service-Management
Die Service-Hotline als Visitenkarte

Die größte Bedeutung kommt der Service-Hotline bei Energienversorgern zu: Hier greifen fast drei Viertel aller Kunden zur Kontaktaufnahme auf das Telefon zurück. Dahinter folgen die Bereiche IT und Telekommunikation (67%), spezielle Dienstleistungen (64%) sowie Versicherungen (61%) und der Handel (54%).
Während Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) und – nach anfänglichem Widerstand - nun auch Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) eine Gesetzesinitiative planen, um die Wartezeit in Hotlines kostenfrei zu stellen, müsste ungeachtet dessen jedem Unternehmen klar sein: Gleich ob kostenpflichtig oder kostenlos – wer Kunden in Warteschlangen regelmäßig lange warten lässt, der treibt sie Konkurrenten direkt in die Arme. Um Beratungsspitzen aufzufangen und erbosten Kunden vorzubeugen, setzen kundenorientierte Unternehmen auf eine intelligente Ressourcenplanung. Wichtigste Voraussetzung und hierbei zugleich erster Schritt: Die Analyse des Gesprächsaufkommens. „Mit Hilfe von Data Mining, einer Auswertung der gesammelten Telefon- und Unternehmensdaten, lassen sich in allen Branchen Prognosen für das zukünftige Anrufaufkommen erstellen und so Lastspitzen frühzeitig identifizieren“, so Steria Mummert. In dieser Art gehen beispielsweise auch Versicherungsanbieter vor, die sich nach Auskunft der Experten so auf den Wechselfrist am Jahresende erhöhten Kommunikationsbedarf zum Thema Kfz-Versicherungen einstellen.
Als weiteren wichtigen Hebel auf dem Weg zu einer bedarfsorientierten Ressourcenplanung nennt Steria Mummert neben der Flexibilisierung der Service-Kapazitäten auch das Thema Weiterbildung in Form von beispielsweise spezifischen Trainings. Mit deren Hilfe könnten Service-Agents darauf vorbereitet werden, typische Kundenanliegen schneller zu bedienen.
Sollten sich die Lastspitzen indes nicht mit eigenen Mitarbeitern auffangen lassen, biete sich für Unternehmen die Möglichkeit, mit virtuellen Call-Centern zu arbeiten. „Bei diesem Verfahren werden Kunden automatisch an ein externes Call-Center weitergeleitet, das ihre Anliegen bearbeitet. Mit diesen externen Call-Centern müssen dazu natürlich vorab Abstimmungen erfolgen und Mitarbeiter müssen entsprechend geschult werden“, so Steria Mummert. Der Vorteil für die Kunden: Sie können die übliche Service-Nummer verwenden, ohne erst die Kontaktdaten der Ausweichstelle zu recherchieren. Der Vorteil für das Unternehmen: Temporäre Spitzen können ohne einen Anstieg der Fixkosten aufgefangen werden, weil das Unternehmen keine neuen Service-Agents einzustellen braucht.
Gänzlich vermieden werden können Wartenzeiten aber dennoch nicht. Deshalb gelte es laut Steria Mummert ergänzend, im Einzelfall entstehende Wartenzeiten durch beispielsweise eine automatische Abfrage der Kundennummer und des Grunds des Anrufs sinnvoll zu nutzen. Wird der Kunde schließlich durchgestellt, hat so der Mitarbeiter bereits die Kundendaten parat und kann sich dadurch sofort der Problembehandlung widmen. „Voraussetzung für so eine zielgerichtete Kapazitäts- und Qualitätssteuerung ist ein hochwertiges Customer-Relationship-Management-System, das eng mit der Kommunikationstechnik verzahnt wird“, so Elmar Stenzel, Senior Manager von Steria Mummert Consulting.
[Quelle: Steria Mummert]
