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News, 03.12.2010
Security-Studie
Cyberattacken und Upgrades Hauptgrund für IT-Ausfälle
Nach einer aktuellen Symantec-Studie verzeichneten im Jahr 2009 weltweit rund zwei Drittel aller Unternehmen infolge einer Cyberattacke einen Ausfall ihrer IT-Systeme. Dabei bereitet die Wiederstellung von Daten oft erhebliche Probleme, weil die Systeme oft nicht konsequent genug gesichert werden.
Bei IT-Systemausfällen braucht es zur Wiederherstellung der Daten laut Studie doppelt so viel Zeit wie kalkuliert.
Bei IT-Systemausfällen braucht es zur Wiederherstellung der Daten laut Studie doppelt so viel Zeit wie kalkuliert.
Die Sicherung geschäftskritischer Anwendungen und Daten gestaltet sich für Unternehmen immer schwieriger. Die Ursachen hierfür finden sich jedoch nicht nur in der rasant wachsenden Bedrohung durch Cyberkriminelle und der zunehmenden Komplexität der IT-Umgebungen, sondern sind zum Teil auch hausgemacht. So hatten im letzten Jahr 60 Prozent der in Deutschland befragten Großunternehmen infolge von Upgrades IT-Systemausfälle zu beklagen. Auch Datenlecks (58%) und Stromausfälle (56%) legten häufig die IT lahm. Zwei Drittel (64%) hatten überdies infolge einer Cyberattacke einen Ausfall von IT-Systemen zu verzeichnen. Das zeigen die Ergebnisse der weltweiten Studie „Disaster Recovery Report 2010“, für die das Forschungsinstitut Applied Research West im Auftrag des Security-Herstellers Symantec weltweit rund 1.700 IT-Entscheider aus Großunternehmen befragt hat.

Kommt es zum Ausfall von IT-Systemen, sind noch immer viele Unternehmen nicht entsprechend auf den Ernstfall vorbereitet. Der Grund: Nur 18 Prozent der weltweit befragten Unternehmen sichern ihre Daten täglich, während der Rest lediglich einmal pro Woche oder sogar noch seltener ein Backup durchführt. In Deutschland sieht es nicht viel besser aus: Auch hier lässt eine Mehrheit von 72 Prozent der Firmen zwischen Backups eine Woche oder mehr verstreichen. Darüber hinaus benötigen die Unternehmen zur Wiederherstellung der Daten und Systeme im Durchschnitt deutlich länger als von den Befragten vermutet: Während die befragten IT-Entscheider für den Fall von schweren Störfällen, die die IT lahm legen, lediglich mit einer Ausfallzeit von zwei Stunden rechnen, weist die Studie in den vergangenen zwölf Monaten eine durchschnittliche Ausfallszeit von fünf Stunden und damit mehr als die doppelte Zeit aus.

Cloud-Technologien erschweren Datensicherung

Eine besondere Herausforderung stellt bei den Großunternehmen vor allem die wachsenden Nutzung von Cloud-Technologien dar, demnach hier 47 Prozent der deutschen und weltweit sogar zwei Drittel der IT-Entscheider Sicherheitsbedenken hegen. „Wer bereits auf Cloud-Konzepte setzt, den plagen Fragen bei der Hochverfügbarkeit. So gaben 55 Prozent der Befragten an, dass es ihnen bei diesen Diensten schwer falle, Failover-Prozesse zu kontrollieren und Ressourcen hoch verfügbar zu halten“, so Symantec. Hinzu kommt, dass zum Sichern von Anwendungen und Daten in virtuellen Umgebungen meist unterschiedliche Tools verwendet werden müssen, was sechs von zehn befragten IT-Entscheidern in Sachen Backup als größtes Hindernis bewerten. Die Folge: Fast die Hälfte aller Daten auf virtuellen Systemen werden nur unregelmäßig gesichert. Einen zusätzlichen Schutz der virtuellen Plattformen mittels Failover-Mechanismen und Replikation nimmt laut Studie gerade einmal jeder fünfte IT-Entscheider vor. „60 Prozent der virtualisierten Umgebungen werden in derzeitigen Notfallplänen gar nicht erst berücksichtigt“, so Symantec. Ein Jahr zuvor seien es noch 45 Prozent gewesen.

Hauptfaktoren, welche die schnelle Sicherung von virtuellen Umgebungen behindern, sind der Studie zufolge begrenzte Ressourcen, das Fehlen von Speichkapazitäten und nicht hinreichend effiziente Schutzmethoden. Wie die Studie allerdings aufzeigt, gibt es in der Bewertung der zu bewältigenden Herausforderungen regionale Unterschiede: Während weltweit der Mangel an Personal, finanziellen Mitteln und verfügbarem Raum (59%) als größtes Hindernis beim Sichern virtueller Maschinen benannt wird, beklagen deutsche Firmen in erster Linie unzureichende Technologien wie Soft- und Hardware (39%).
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