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News, 24.01.2014
Security-Lücke TK-Anlage
Hacker nehmen zunehmend Telefonanlagen ins Visier
Telefonanlagen ohne Passwortschutz erfreuen sich als Angriffsziel bei Cyberkriminellen immer größer Beliebtheit. Der finanzielle Schaden für Unternehmen kann dem BITKOM nach erheblich sein. Eine neue Broschüre informiert, wie sich die Sicherheit von TK-Anlagen erhöhen lässt.
Laut BITKOM kann der finanzieller Schaden durch Hacker-Angriffe auf TK-Anlagen bis in den fünfstelligen Bereich gehen.
Laut BITKOM kann der finanzieller Schaden durch Hacker-Angriffe auf TK-Anlagen bis in den fünfstelligen Bereich gehen.
Nach einem Bericht des Hightech-Verbandes BITKOM nehmen Hacker zunehmend auch Telefonanlagen von Unternehmen ins Visier. Wie der Verband in einer Meldung gemeinsam mit dem Bundesverband Telekommunikation (VAF) und dem Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen mitteilt, sollten Unternehmen daher den externen Zugriff auf ihre Telekommunikationsanlagen durch den Einsatz individualisierte Passwörter schützen sowie gegebenenfalls für bestimmte Dienste und Telefonnummern Sperrlisten erstellen.

„Wer seine Telefone nicht schützt oder nur Standard-Passwörter verwendet, riskiert einen beträchtlichen finanziellen Schaden“, so BITKOM-Telekommunikationsexperte Johannes Weicksel. So attackierten Cyberkriminelle dem Verband zufolge beispielsweise zunehmend integrierte Anrufbeantworter von Bürotelefonen, die nur schlecht oder gar nicht passwortgeschützt sind. Diese würden dann dazu benutzt, kostenpflichtige Telefonnummern im Ausland anzurufen, an denen die Cyberkriminellen selbst verdienen. „Über Nacht oder am Wochenende können so unbemerkt Kosten in Höhe von vier- bis fünfstelligen Euro-Beträgen für die betroffenen Unternehmen entstehen“, warnt der Verband.

Die Attacken auf die Telefonanlagen erfolgen dem Bericht nach häufig über eine automatisierte Software, die es den Cyberkriminellen ermöglicht, abends und nachts massenhaft kurze Testanrufe durchzuführen und Rufnummernblöcke von Unternehmen nach Schwachstellen zu durchsuchen. Wenn die Software auf keine Passworthürde trifft oder ein schwaches Passwort knackt, kann sie auf die jeweilige Nebenstelle zugreifen und sofort den Angriff starten. „Die Passwörter für integrierte, persönliche Anrufbeantworter werden von den individuellen Nutzern vergeben. Unternehmen müssen ihre Mitarbeiter dafür sensibilisieren“, so Martin Bürstenbinder, Geschäftsführer des VAF.

Eine weitere Methode, TK-Anlagen vor Cyberattacken zusätzlich zu schützen, ist neben einem sicheren Passwortschutz das Anlegen von Sperrlisten. „Nicht benötigte Zielrufnummern und Rufnummerngruppen, wie zum Beispiel Vorwahlen bestimmter Länder oder Dienste, können dann nicht mehr über die Bürotelefone angewählt werden“, so der Verband. Da die Telefonanlagen in vielen Unternehmen mit dem Internet verbunden und an mobile Endgeräte wie Laptops oder Smartphones geknüpft seien, böten sich den Cyberkriminellen jedoch immer mehrere Angriffsziele. „Um einen möglichst sicheren Betrieb zu gewährleisten, empfehlen der BITKOM, der VAF und das Landeskriminalamt NRW von daher auch, die TK-Anlagen von geschultem Fachpersonal betreuen zu lassen.

In einer gemeinsamen Broschüre haben der BITKOM, der VAF und das Landeskriminalamt NRW die wichtigsten Informationen und Hinweise zum Schutz von Telekommunikationssystemen zusammengefasst. Diese steht kostenlose zum Download zur Verfügung. Abseits dessen können Unternehmen, deren Telefonanlage von Hackern angriffen wurde, über das Cybercrime-Kompetenzzentrum des Landeskriminalamtes NRW rund um die Uhr Hilfestellung einholen (E-Mail-Adresse: cybercrime.lka@polizei.nrw.de).
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