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News, 05.11.2008
Security
Kleine Firmen hinken bei der IT-Sicherheit noch hinterher
Wenngleich sich die Mehrzahl der Kleinunternehmen der Risiken mangelnder IT-Sicherheit durchaus bewusst ist, erweisen sich die Sicherheitsmaßnahmen und –strategien einer aktuellen Security-Studie zufolge noch häufig lückenhaft.
Laut einem Bericht des Sicherheitsherstellers Symantec lässt die IT-Sicherheit in Kleinunternehmen zum Teil noch sehr zu wünschen übrig. Dies zeigten die Ergebnisse einer aktuellen Symantec-Studie, an der sich 874 IT-Fachleute aus Unternehmen von 10 bis 100 Mitarbeitern in neun europäischen Ländern, darunter auch 100 IT-Verantwortliche aus Deutschland, beteiligt haben. Demnach gab jedes fünfte der befragten deutschen Unternehmen an, im letzten Jahr Opfer eines Angriffs oder eines Systemsausfalls geworden zu sein. Bei drei Viertel der Befragten führte dies zu hohen Ausfallzeiten (74%). Rund jedes sechste Unternehmen erlitt infolgedessen sogar einen spürbaren Verlust von Geschäftsmöglichkeiten (16%).

Vor allem mit neueren Strategien haben Hacker  bei den kleinen Firmen hierzulande häufig leichtes Spiel: Während sich die meisten deutschen Kleinunternehmen mit Sicherheitsbedrohungen wie Viren (95%) und Trojanern (90%) auskennen, ist das so genannte „Pharming“, bei dem durch die Manipulation von DNS-Servern Nutzer auf gefälschte Webseiten gelenkt werden, vier von zehn Befragten kein Begriff. Auch von Rootkits (31%) oder Bot-Netzwerken (35%) hat demnach jeweils ein Drittel bislang nie etwas gehört.

Beim Thema Verschlüsselung hingegen schneiden deutsche Firmen verglichen mit ihren Konkurrenten aus den Nachbarstaaten deutlich besser ab: In Deutschland hat rund jede zweite der befragten Firmen eine Verschlüsselungstechnologie implementiert – europaweit gilt dies nur für ein gutes Drittel (35%). Ein anderes Bild zeigt sich beim Content Filtering, das in Deutschland nur ein Fünftel (20%), in Europa jedoch fast die Hälfte (45%) der Befragten nutzen. Auch beim Thema Intrusion Prevention hinken deutsche Firmen (19%) im Vergleich zum Durchschnitt (43%) deutlich hinterher.

Ungeachtet der eingesetzten Technologien gibt Symantec zu bedenken, dass eine IT-Sicherheitsstrategie nur dann wirksam werden kann, wenn sie von jedem Mitarbeiter mitgetragen werde. Laut Studie besteht jedoch bei deutschen Firmen in diesem Punkt noch Handlungsbedarf: Mehr als ein Drittel sieht den IT-Manager (37%) als den Alleinverantwortlichen in Sachen Sicherheit. Ein weiteres Drittel sieht die Verantwortung hierfür hingegen beim Geschäftsführer (33%). Eine ganze andere Problematik zeigt sich beim Thema Sicherheitupdates, wonach zwar jedes fünfte befragte Unternehmen stündliche Updates für notwendig erachtet, jedoch nur jedes zehnte dies auch umsetzt.

"Die Ergebnisse zeigen, dass kleinere Unternehmen sich durchaus der IT-Risiken bewusst sind", berichtet Christof Sturany, Geschäftsführer Symantec Deutschland. "Allerdings sind die entsprechenden Sicherheitsstrategien und -maßnahmen noch ausbaufähig“, erklärt Sturany weiter. So seien Virenschutz und Firewall zwar gut und wichtig, jedoch inzwischen längst nicht mehr genug. „Gerade auch für kleinere Unternehmen ist der Einsatz kosteneffektiver und bedienerfreundlicher IT-Sicherheitslösungen essenziell. Aber auch das Aufsetzen und die Einhaltung einer Sicherheitsrichtlinie, die jeden Mitarbeiter einbindet, schafft ein sicheres Umfeld und sollte auch von kleineren Unternehmen realisiert werden", so Sturany.

Gleichwohl lassen sich im Hinblick auf die Art der Sicherheitsvorfälle Symantec zufolge im europäischen Vergleich deutliche Unterschiede ausmachen: Während 53 Prozent deutschen Firmen, die von einem Vorfall betroffen waren, mit einem Systemzusammenbruch oder eine Sicherlücke zu kämpfen hatten, traf dies europaweit im Durchschnitt nur auf vier von zehn befragten Firmen zu. Demgegenüber verwies kein einziger Betrieb in Deutschland auf das Thema Wirtschaftsspionage, europaweit hingegen tat dies jeder fünfte.

Besonders kritisch indes sehen deutsche Firmen die zunehmende Mobilisierung der IT. Am meisten Sorge bereiten dabei drahtlose Netzwerke, die rund drei Viertel der befragten deutschen Firmen als ein zentrales Risikofeld benennen, gefolgt von Mobiltelefonen (39%) und Bluetooth (35%).

Quelle: Symantec Deutschland

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