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News, 08.08.2013
Schwächerer Außenhandel
Deutscher Export mit leichtem Minus im ersten Halbjahr
Die deutsche Wirtschaft hat im ersten Halbjahr weniger exportiert als im Vorjahreszeitraum. Wachstumsbremse im Export bleibt weiterhin vor allem die Konjunkturflaute in der Eurozone. Die Exporte in die Nicht-EU-Staaten legten dagegen auf Jahressicht leicht zu.
Trotz des leichten Ausfuhrminus: Angesichts der weltweiten konjunkturellen Flaute zeigt sich der deutsche Export erstaunlich robust.
Trotz des leichten Ausfuhrminus: Angesichts der weltweiten konjunkturellen Flaute zeigt sich der deutsche Export erstaunlich robust.

Die Nachfrageschwäche im Euroraum drückt weiter auf die Geschäfte der deutschen Exportwirtschaft. Das zeigen die heute vorgelegten neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur Entwicklung des deutschen Außenhandels. Danach lagen die deutschen Exporte im ersten Halbjahr mit einem Gesamtvolumen von 547,4 Milliarden Euro um 0,6 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. Im Juni unterschritten die Exporte das Ergebnis aus dem Vorjahr sogar um 2,1 Prozent. Im Vormonat hatte die deutsche Wirtschaft sogar ein Ausfuhrminus von 4,5 Prozent verzeichnet. Gegenüber Mai gewannen die Exporte allerdings im Juni leicht an Fahrt (+ 0,6 %). Im Mai waren die Exporte noch auf Monatssicht so stark gesunken wie seit dem Krisenjahr 2009 nicht mehr.

Verantwortlich für das Ausfuhrminus ist vor allem die Nachfrageschwäche in der Europäischen Union (EU). Hier verzeichnete die deutsche Wirtschaft in der ersten Jahreshälfte mit Exporten im Gesamtwert von rund 53,6 Milliarden Euro gegenüber dem Vergleichszeitraum 2012 ein Ausfuhrminus von 1,7 Prozent. Hier trübte abermals die schwierige Lage im Euroraum die deutsche Exportbilanz. So lagen die Exporte in die Eurozone-Länder in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mit einem kumulierten Warenwert von 205,4 Milliarden Euro 3,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Deutlich besser lief es für die deutsche Wirtschaft in den Mitgliedsstaaten der EU, die nicht der Eurozone angehören: Sie bezogen mit Waren im Wert von 19,3 Milliarden Euro in ersten Jahreshälfte 2,3 Prozent mehr Waren „made in Germany“ als im ersten Halbjahr 2012. Auch bei den Exporten in die Nicht-EU-Länder, die sogenannten Drittstaaten, stand ein leichtes Plus zu Buche: In diese Länder stiegen die Versendung gegenüber dem Vergleichszeitraum 2012 um 1,1 Prozent.

„Die Gründe für die schwache Zwischenbilanz liegen insbesondere in der weiterhin schwachen Wirtschaftsleistung der südlichen Länder der Eurozone inklusive Frankreich. Aber auch aus Drittländern wie China kamen nicht die erhofften nachhaltigen Wachstumsimpulse“, so Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA). Trotz der Wachstumsdelle sieht der BGA den deutsche Außenhandel aber weiterhin auf Wachstumskurs: „Für das Gesamtjahr bleiben wir nicht zuletzt ob der Entwicklung der Auftragseingänge zuversichtlich und halten an unserer Wachstumsprognose von drei Prozent fest“, so der BGA-Chef.

Die deutschen Importe beliefen sich im ersten Halbjahr auf 449,7 Milliarden Euro. Sie lagen damit 1,7 Prozent unter dem Stand der ersten Jahreshälfte 2012. Im Juni unterschritten die Importe das Niveau des Vorjahresmonats um 1,2 Prozent (-0,8 % gegenüber Mai). Vor allem die Importe aus dem Nicht-EU-Ausland verringerten sich deutlich: Von dort bezogen deutsche Unternehmen in der ersten Jahreshälfte 4,6 Prozent weniger Waren als im Jahr zuvor (Volumen Jan. – Juni: 158,7 Mrd. Euro). Die Importe aus den Eurozone-Ländern lagen im ersten Halbjahr mit einem Volumen von 203,5 Milliarden Euro lediglich 0,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Aus den EU-Ländern, die nicht der Eurozone angehören, gingen dagegen 2,1 Prozent mehr Waren als im Vorjahreszeitraum ein. Insgesamt blieb das Niveau der deutschen Einfuhren aus den EU-Mitgliedsstaten in der ersten Jahreshälfte im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant (+ 0,1 %).

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