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News, 09.03.2015
Rückgang des Auftragseingangs
Schwächere Nachfrage in der Industrie zu Jahresbeginn
Das Auf und Ab beim Auftragseingang in der deutschen Industrie hat sich zum Jahresauftakt fortgesetzt. Nach einem schwachen November und einem starken Dezember fielen die Bestellungen im Januar wieder deutlich schwächer aus. Die Tendenz zeigt allerdings nach oben.
Auf Dreimonatssicht hat allerdings Auftragseingang deutlich zugenommen.
Auf Dreimonatssicht hat allerdings Auftragseingang deutlich zugenommen.
Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) auf Basis von Zahlen des Statistischen Bundesamtes berichtet, verzeichnete die deutsche Industrie im Januar ein um 3,9 Prozent geringeres Volumen an Bestellungen als im Vormonat. Im Dezember hatte der Auftragseingang noch auf Monatssicht kräftig um 4,4 Prozent zugelegt. „Anders als im Dezember war im Januar ein unterdurchschnittliches Volumen an Großaufträgen zu verzeichnen“, erklärte das Ministerium den Rückgang. Vor allem aus den Euroländern kamen erheblich weniger Bestellungen. Hier stand im Januar gegenüber Dezember ein Auftragsminus von 9,3 Prozent zu Buche. Der Auftragseingang aus dem Ausland insgesamt verringerte sich im Monatsvergleich um 4,8 Prozent. Auch die Orders aus dem Inland reichten nicht an das Dezember-Niveau (- 2,5 %).

 „Es fällt auf, dass wir vor allem bei den Auslandsaufträgen eine hohe Volatilität haben - besonders aus der Euro-Zone“, konstatierte Stefan Schilbe, Chefsvolkswirt bei HSBC Trinkaus, gegenüber Reuters.  "Bislang läuft die deutsche Konjunktur nur auf einem Zylinder, und das ist der private Konsum", so der Ökonom. Für einen stärkeren Aufschwung brauche Deutschland den industriellen Sektor, um dann wieder steigende Investitionen zu sehen.

Deutlich weniger Orders für Investitions- und Vorleistungsgüter

Schlechter lief es zu Beginn des Jahres insbesondere für die Investitions- und Vorleistungsgüterproduzenten. Hier verringerte sich der Auftragseingang binnen Monatsfrist um 4,2 Prozent beziehungsweise 3,8 Prozent. Auffällig ist hier insbesondere die Entwicklung der Bestelldynamik in den Euroländern mit einem Einbruch der Orders für Investitionsgüter um 14,2 Prozent (Vorleistungsgüter: - 3,3 %). Im Dezember hatten die Bestellungen für Investitionsgüter noch um 5,4 Prozent und die für Vorleistungsgüter um 4,1 Prozent zugelegt. Konsumgüter wurden im Januar dagegen nur geringfügig weniger bestellt (- 0,6 %), dies allerdings den zweiten Monat in Folge (Dezember: - 1,4 %).

Im weniger schwankungsanfälligen und daher aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich der Zeiträume Dezember und Januar gegenüber Oktober und November erhöhte sich dagegen der Auftragseingang um 1,3 Prozent. Auf drei Monatssicht (November bis Januar gegenüber August bis Oktober) gewannen die Bestellungen sogar um 1,6 Prozent an Fahrt. Dem Ministerium nach weist die Statistik dabei in beiden Betrachtungszeiträumen sowohl im In- und Ausland als auch Vorleistungs- und Investitionsgüter betreffend einen Orderzuwachs aus. „In der Tendenz bleiben die Auftragseingänge ebenso wie die Industriekonjunktur insgesamt weiter aufwärtsgerichtet“, so das Ministerium.

cs/Reuters/Handelsblatt
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