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News, 11.02.2016
Schwächere Inlandsnachfrage
Weniger Auftragseingänge in der Industrie zum Jahresende
Ein deutlicher Rückgang der Inlandsnachfrage und ein Einbruch der Bestellungen im Euroraum hat der deutschen Industrie das Jahresendgeschäft verhagelt.
Aus den Euroländern gingen im Dezember 6,9 Prozent weniger Orders für Investitionsgüter ein als im November (Grafik: BMWi).
Aus den Euroländern gingen im Dezember 6,9 Prozent weniger Orders für Investitionsgüter ein als im November (Grafik: BMWi).
Der Auftragseingang in der deutschen Industrie hat nach den deutlichen Orderzuwächsen im Oktober und November zum Jahresabschluss stark an Fahrt verloren. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) mitteilte, verzeichnete das verarbeitenden Gewerbe im Dezember gegenüber November einen Rückgang der Bestellungen um 0,7 Prozent. Ökonomen hatten Medienberichten nach zwar mit einer Abschwächung der Bestelldynamik gerechnet, im Median aber lediglich einen Oderrückgang um 0,5 Prozent erwartet. Im Oktober und November hatten die Bestellungen noch spürbar angezogen (+ 1,7 bzw. 1,5 %).

Industrienachfrage stottert

Verantwortlich für den unerwartet schwachen Jahresabschluss war eine spürbare Abschwächung der Nachfrage nach Industrieerzeugnissen im Inland. Hier gingen die Bestellungen  im Monatsvergleich um 2,5 Prozent zurück. Im Ausland stand zwar insgesamt auf Monatssicht ein leichtes Auftragsplus von 0,6 Prozent zu Buche, das aber die inländischen Orderverluste nicht kompensieren konnte. Grund dafür, dass im Ausland nach den deutlichen Orderzuwächsen in den beiden Vormonaten nur ein moderate Auftragszuwachs stand, war ein Nachfrageeinbruch in den Euroländern, aus denen im Dezember 6,9 Prozent weniger Bestellungen eingingen als im November, der das kräftige Orderplus im restlichen Ausland (+ 5,5 %) fast gänzlich auffraß. Bestellverluste verzeichnete vor allem die Vorleistungsgüterproduzenten (- 2,0 %), aber auch die Investitionsgüterindustrie (- 0,5 %), während die Konsumgüterindustrie einen Auftragsschub (+ 4,3 %) verzeichnete.

Auf Quartalssicht legten allerdings die Industrieaufträge zu. Hier verzeichnete die Industrie insgesamt ein Auftragsplus von 1,0 Prozent. Um Großaufträge bereinigt erhöhte sich das Ordervolumen im Vergleich zum Vorquartal sogar um 1,6 Prozent. Mehr gefragt waren im Quartalsvergleich vor allem Konsum- und Vorleistungsgüter (+ 4,7 % bzw. + 2,3 %). Die Nachfrage nach Investitionsgütern trat zwar auf der Stelle, stabilisierte sich nach den Einbrüchen im dritten Quartal aber zumindest (- 0,3 %). Gegenüber Dezember 2014 verzeichnete die Industrie jedoch ein Auftragsminus von 1,0 Prozent. Arbeitstäglich bereinigt verringerte sich der Auftragseingang in der deutschen Industrie im Jahresvergleich sogar um 2,7 Prozent.

„Die Bestelltätigkeit in der Industrie hat sich im vierten Quartal etwas erholt. Die anziehende Nachfrage aus den Ländern außerhalb des Euroraums spricht für eine allmähliche Belebung der Weltwirtschaft“, kommentierte das Ministerium die Zahlen von Dezember. „Gleichwohl haben sich die Erwartungen in der Industrie zuletzt etwas eingetrübt und signalisieren eine eher verhaltene Erholung der Industriekonjunktur.“

cs/BMWi

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