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News, 13.07.2012
Schwächelnde Werbemarkt
Eurokrise bremst Werbeausgaben
Die Dynamik im deutschen Werbemarkt hat sich im zweiten Vierteljahr stark abgeschwächt. Dank Fußball-EM und kräftiger Umsatzzuwächse insbesondere bei Online-Werbung, aber auch TV- und Radio-Werbung, blieb dennoch insgesamt leichtes Umsatzplus. Alle anderen Medien büßten bei den Werbespendings jedoch kräftig ein.
Die Trend von Print zu Online-Werbung setzte sich im ersten Halbjahr fort. Neben dem Kino büßten insbesondere die Zeitungen beim Werbeumsatz ein.
Die Trend von Print zu Online-Werbung setzte sich im ersten Halbjahr fort. Neben dem Kino büßten insbesondere die Zeitungen beim Werbeumsatz ein.

Der deutsche Werbemarkt gerät ins Stocken. Nach Auskunft des Medien- und Informationsunternehmens Nielsen stiegen die Bruttowerbeausgaben im zweiten Quartal 2012 auf Jahressicht um nurmehr 0,5 Prozent. Im ersten Quartal dieses Jahres hatten sich die Werbeausgaben gegenüber dem Vorjahreszeitraum noch um 3,3 Prozent erhöht. Damit weist der deutsche Werbemarkt im ersten Halbjahr insgesamt ein Wachstum um 2,0 Prozent aus. „Die Eurokrise scheint ihre Spuren auch auf dem deutschen Werbemarkt hinterlassen zu haben“, konstatierte Ludger Wibbelt, Managing Director bei Nielsen in Hamburg. Das laufende Gesamtjahr betrachtet sehe die Entwicklung aber positiv aus.

Internetwerbung mit stärkstem Zuwachs, Print verliert

Beim Blick auf die verschiedenen Mediengattungen zeigt sich allerdings, dass das Wachstum des deutschen Bruttowerbemarkts im ersten Halbjahr allein einem starken Anstieg der Werbeausgaben für Internet, TV und Radio geschuldet war. Die mit Abstand höchste Wachstumsrate bei den Werbespendings wies erneut das Medium Internet aus, auf das im ersten Halbjahr stolze 17,6 Prozent mehr Werbegelder flossen als im Jahr zuvor. Äußerst erfreulich fiel auch die Halbjahresbilanz für das Medium Radio aus. Hier erhöhte sich der Bruttowerbedruck auf Jahressicht um 5,1 Prozent. Für Werbespots im Fernsehen gaben Werbungtreibende in Deutschland in ersten zwei Quartalen immerhin noch 4,4 Prozent mehr aus als im Vergleichszeitraum 2010.

Alle anderen Mediengattungen verzeichneten dagegen unterm Strich ein Umsatzminus. Im Printbereich traf es am härtesten die Zeitungen. Bei ihnen verringerte sich der Werbeumsatz auf Jahressicht um 4,9 Prozent. Die Budgets für Werbung in Publikationszeitschriften sanken ebenfalls deutlich um 3,5 Prozent. Bei den Fachzeitschriften hielt sich das Umsatzminus mit einem Rückgang der Werbeumsätze um 1,8 Prozent vergleichsweise in Grenzen. Im Bereich „Out of Home“-Werbung, unter dem Nielsen die Mediumgruppen Plakat, Transport Media und At-Retail-Media zusammenfasst, drückten die Werbungtreibenden dagegen deutlich stärker auf die Bremse. Hier verringerte sich der Werbedruck im ersten Halbjahr auf Jahressicht um 3,5 Prozent.

Besonders hart traf es die Kinos, die einen Einbruch ihrer Werbeumsätze um 11,7 Prozent verzeichneten. Ganz schwach war hier laut Nielsen insbesondere der Juni. „Dieser Rückgang hängt sicherlich stark mit der Fußball-Europameisterschaft zusammen und dürfte daher eine vorübergehende Erscheinung sein“, kommentierte Wibbelt den starken Umsatzrückgang bei Kinowerbung.

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