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News, 21.07.2015
Schwacher Preisdruck aus der Industrie
Erzeugerpreisindex weiter rückläufig
Rückläufige Preise für Energie sowie Konsum- und Verbrauchsgüter haben im Juni die Erzeugerpreise in Deutschland erneut unter das Vorjahresniveau gedrückt.
Lediglich Gebrauchs- und Investitionsgüter verteuerten sich im Jahresvergleich (Grafik: Destatis)
Lediglich Gebrauchs- und Investitionsgüter verteuerten sich im Jahresvergleich (Grafik: Destatis)
Die Verkaufspreise für gewerbliche Produkte sind auch im Juni auf Erzeugerebene im Durchschnitt unter dem Niveau des Vorjahresmonats geblieben. Wie das Statistische Bundesamt ermittelt hat, lagen die Erzeugerpreise durchschnittlich 1,4 Prozent unter dem Stand von Juni letzten Jahres. Das war der 23. Monat in Folge mit einem insgesamt rückläufigen Preisniveau auf Produzentenebene. Den letzten Anstieg gab es im Juli 2013 (+ 0,5 %). Gegenüber Mai fiel der Index der Erzeugerpreise – die Preisentwicklung bei Energie mit eingerechnet - um 0,1 Prozent.  

Leichtes Heizöl fast ein Viertel günstiger

Mehr als 80 Prozent der negativen Jahresveränderungsrate war der Preisentwicklung bei Energie geschuldet. Hier unterschritten die Erzeugerpreise im Juni das Niveau des Vorjahresmonats im Schnitt um 4,4 Prozent. Lässt man die Preisentwicklung bei Energie im Index außen vor, ergibt sich gegenüber Juni 2014 lediglich ein Rückgang der Erzeugerpreise um 0,2 Prozent. Die stärksten Preisrückgänge gab es bei Mineralölerzeugnissen, die sich auf Jahressicht im Schnitt um 12,2 Prozent verbilligten (darunter Flüssiggas: - 40,5 %; Heizöl: - 22,7 %; Erdöl: - 21,2 %; Diesel: - 11,9 %; Benzin: - 6,6 %;). Elektrischer Strom verbilligte sich im Jahresvergleich im Schnitt um 5,0 Prozent, wobei private Haushalte und Sondervertragskunden durchschnittlich lediglich 1,0 Prozent bzw. 3,0 Prozent sparten, während Weiterverteiler 9,1 Prozent weniger zahlten.

Nahrungsmittel weiter deutlich günstiger, Investitionsgüter etwas teurer

Rückläufige Preise wies der Index der Erzeugerpreise im Juni auch erneut bei Verbrauchsgütern aus. Sie verbilligten sich auf Produzentenebene im Schnitt um 1,5 Prozent. Dämpfend auf die Preisentwicklung wirkten hier unter anderem anhaltende Preisrückgänge bei Nahrungsmitteln, wo die Preise im Juni durchschnittlich 2,8 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats lagen. Gebrauchsgüter waren dagegen im Durchschnitt 1,3 Prozent teurer als im Juni 2014. Möbel und Bekleidung verteuerten sich auf Jahressicht sogar im Schnitt um 1,6 Prozent beziehungsweise 1,5 Prozent. Die Preise für Konsumgüter insgesamt, also Gebrauchs- und Verbrauchsgüter zusammengerechnet, lagen durchschnittlich 1,0 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats.

Auch Vorleistungsgüter kosteten im Durchschnitt weniger. Hier unterschritten die Preise das Vorjahresniveau im Schnitt um 0,4 Prozent. Grund für das insgesamt geringere Preisniveau waren unter anderem Preisrückgänge bei Futtermitteln für Nutztiere, die sich auf Jahressicht im Schnitt um 6,9 Prozent verbilligten. Deutliche Preisrückgänge verzeichneten auch Bezieher von Getreidemehl (- 5,8 %) und chemischen Grundstoffen (- 4,3 %). Metalle waren dagegen durchschnittlich 0,8 Prozent teurer als im Juni 2014. Starke Preisanstiege gab es hier vor allem bei Nicht-Eisen-Metallen und entsprechendem Halbzeug, die sich im Schnitt auf Jahressicht um 7,6 Prozent verteuerten. Aluminium (inkl. Halbzeug) kostete im Durchschnitt sogar 11,5 Prozent mehr als Juni 2014.

Investitionsgüter kosteten im Durchschnitt auf Erzeugerebene 0,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Preisanstiege wies der Index der Erzeugerpreise hier im Juni bei unter anderem Maschinenbauerzeugnissen (+ 0,9 %) und elektrischen Ausrüstungen (+ 1,1 %) aus.

cs/Destatis
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