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News, 08.03.2013
Einbruch der Auslandsnachfrage
Schwacher Jahresauftakt für die deutsche Industrie
Die Bestelldynamik in der deutschen Industrie hat sich im Januar überraschend abgeschwächt. Vor allem aus der Eurozone kamen deutlich weniger Bestellungen als zuletzt.
Die Berg- und Talfahrt bei den Auftragseingängen in der Industrie hält an - mit weiterhin abwärtsgerichteter Tendenz.
Die Berg- und Talfahrt bei den Auftragseingängen in der Industrie hält an - mit weiterhin abwärtsgerichteter Tendenz.

Dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) zufolge verzeichnete die deutsche Industrie im Januar gegenüber Dezember preis-, kalender- und saisonbereinigt einen Rückgang der Auftragseingänge um 1,9 Prozent. Bankvolkswirte hatten Medienberichten zufolge, nachdem die Auftragseingänge im Dezember um 1,1 Prozent gestiegen waren, im Januar mit einem weiteren Auftragszuwachs um 0,6 Prozent gerechnet. „Der Umfang an Großaufträgen war im Gegensatz zum Vormonat stark unterdurchschnittlich“, so das Ministerium.

Deutlich schlechter lief es insbesondere im Ausland. Hier verringerte sich die Nachfrage nach deutschen Industrieerzeugnissen im Januar um 3,0 Prozent (Eurozone-Länder: -4,1%; restliches Ausland: -2,3%). Aus dem Inland kamen 0,6 Prozent weniger Bestellungen als im Dezember. Betroffen waren insbesondere Investitionsgüter- und Konsumgüterproduzenten, bei denen im Januar nach dem Auftragsschub zum Jahresabschluss ein Auftragsminus von 2,9 bzw. 2,8 Prozent zu Buche stand. Auch Vorleistungsgüter wurden weniger bestellt. Hier setzte sich Nachfrageschwäche, wenn auch deutlich verlangsamt (Dezember: -3,6%), zum Jahresauftakt fort (Januar: -0,4%).

Der Dämpfer zu Beginn des Jahres überrascht vor allem vor dem Hintergrund, dass der ifo-Geschäftsklimaindikator zu den Konjunkturerwartungen in der Industrie seit Oktober letzten Jahres Monat für Monat zugelegt hat. „Nachdem sich die Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen im Jahresschlussquartal gestützt durch Großaufträge etwas erholen konnte, deutet der Rückgang der Bestellungen zu Beginn dieses Jahres an, dass die Industrie ihre Schwächephase noch nicht überwunden hat“, erklärte das BMWi.

Dass die Konjunktur noch immer stockt, zeigt sich auch im Zweimonatsvergleich. So steht im Zeitraum Dezember/Januar gegenüber Oktober/November in der Industrie ein Auftragsrückgang um 1,3 Prozent zu Buche (Ausland: -2,3; Inland: +0,1%). Am stärksten büßten auf Zweimonatssicht die Vorleistungsgüterproduzenten ein (-1,6%). Bei den Konsum- und Investitionsgüterproduzenten fiel der Orderrückgang etwas moderater aus (-1,0% bzw. -1,1%). Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verringerte sich der Auftragseingang in der Industrie über alle Zweige hinweg in der Zweimonatsbetrachtung um 2,2 Prozent (Inland:-4,4%; Ausland: -0,5%).

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