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News, 12.10.2012
Rückläufige Industrieaufträge
Schwache Inlandsnachfrage drückt Auftragseingang in der Industrie
Die deutsche Industrie hat im August aus dem Inland deutlich weniger Aufträge erhalten als im Juli. Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat gab der Auftragseingang deutlich nach.
Auch auf Zweimonatssicht verringerte sich der Auftragseingang deutlich. Vor allem Investitionsgüter waren weniger gefragt.
Auch auf Zweimonatssicht verringerte sich der Auftragseingang deutlich. Vor allem Investitionsgüter waren weniger gefragt.

Rückschlag für die deutsche Industrie: Ein starker Rückgang der Inlandsnachfrage hat im August die Auftragseingänge in der deutschen Industrie gegenüber Juli preis-, kalender- und saisonbereinigt um 1,3 Prozent zurückgehen lassen. Im Vormonat war der Auftragseingang abwärts revidiert noch um 0,3 Prozent auf Monatssicht gestiegen (Vorabschätzung: 0,5%). Ökonomen hatten einen Rückgang zwar erwartet, allerdings lediglich um 0,5 Prozent. „Der Umfang an Großaufträgen war im August deutlich unterdurchschnittlich“, begründete das Bundeswirtschaftsministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) den unerwartet starken Rückgang.

Überraschend kam vor allem der starke Rückgang der Inlandsnachfrage. Hier verbuchte die deutsche Industrie gegenüber Juli ein Orderminus von 3,0 Prozent. Der Auftragseingang aus dem Ausland blieb dagegen im August auf Monatssicht konstant (+/- 0,0%). Betroffen waren insbesondere Investitionsgüterproduzenten, die im August einen Rückgang des Ordervolumens gegenüber Juli um 3,0 Prozent verzeichneten. Auch die Konsumgüterproduzenten erhielten weniger Bestellungen (-0,7% gegenüber Juli). Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern stand dagegen im August auf Monatssicht ein Auftragsplus von 1,3 Prozent zu Buche.

Im Zweimonatsvergleich verlor der Auftragseingang ebenfalls an Fahrt. So verzeichnete die Industrie im Juli/August im Vergleich zum Zeitraum Mai bis Juni einen Orderrückgang um 1,2 Prozent. Im Inland verringerte sich die Bestelldynamik sogar um 1,6 Prozent. Im Ausland stand dagegen lediglich ein Minus von 0,8 Prozent zu Buche. Am stärksten verloren die Investitionsgüterproduzenten mit einem Rückgang des Bestellvolumens um 1,7 Prozent. Auch die Konsumgüterproduzenten büßten deutlich ein (-1,2%), während die Hersteller von Vorleistungsgütern in der Zweimonatsbetrachtung nur ein leichten Rückgang um 0,4 Prozent verzeichneten.

Auch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum schwächte sich die Industrienachfrage merklich ab. So unterschritten die Bestellungen im Zeitraum Juli/August ihren Vorjahresstand arbeitstäglich bereinigt um 4,7 Prozent, wobei sich die Auftragseingänge aus dem Inland mit einem Rückgang um 7,2 Prozent fast um das Dreifache so stark verringerten wie die Nachfrage aus dem Ausland (-2,5%).

Ein stärkerer Rückgang der ökonomischen Aktivitäten zeichne sich trotz der verringerten Bestelldynamik dem Ministerium zufolge aber derzeit nicht ab. „Dies signalisiert unter anderem die zuletzt wieder freundlichere Stimmung bei den Industrieunternehmen. Die Industriekonjunktur dürfte sich vorerst allerdings nur recht zurückhaltend entwickeln“, so Bundeswirtschaftsministerium in seinem Bericht.

 

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