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Pressemitteilung

Schüler entwickeln Konzept gegen Gewalt an Schulen

Gewalt an Schulen hat viele Ausdrucksformen: Prügeleien, Erpressung, Mobbing, Sachbeschädigung – auf physischer oder psychischer Ebene. Betroffen sind Schüler, Lehrer und Eltern.
(PM) Lübeck, 06.10.2009 - Die Zahl der registrierten Gewalttaten ist in den vergangenen Jahren erschreckend gestiegen. Welche Gründe zu Gewalt an Schulen führen und welche Maßnahmen dagegen helfen, haben Schüler von sechs norddeutschen Schulen im Rahmen des Aktionstages „Vernetztes Denken für Schulen" untersucht.

In sechs je einstündigen Workshops entwickelten die Schüler ein Grob-Modell mit erstaunlich guten Ergebnissen. Moderiert wurden die Workshops von dem Softwareunternehmen Consideo, einem Spin-off der Universität zu Lübeck.
Beim Forschen nach den Ursachen für Gewalt kamen die Schüler sehr schnell zu einer Vielzahl von Auslösern: Ausgrenzung, Überforderung der Eltern und Lehrer, oder auch gewaltverherrlichende Medien wie Killerspiele im Internet. Alle genannten Ursachen sammelten die Schüler zunächst auf einer elektronischen Metaplan-Wand und erstellten danach ein Ursache-Wirkungs-Modell mit den wichtigsten Einflüssen.

Einen wesentlichen Auslöser sahen die Schüler in der fehlenden Integration von Außenseitern in Schulen und Kindergärten. Mit Fragen wie: „Warum grenzt man bestimmte Personen aus?“ oder „Was hält uns davon ab, auf aus­gegrenzte Personen zuzugehen und diese in die Gruppe zu integrieren?“ näherten sich die Schüler dem Thema.

Neben der Überlastung vieler Lehrer (verursacht durch einen Mangel an Lehrkräften) sowie fehlenden Integrations-Konzepten an Schulen und Kindergärten, wurde die Verharmlosung von Ausgrenzung als einer der Gründe genannt. Man schaut weg anstatt zu helfen.

Die Angst vor der eigenen Ausgrenzung hält viele Schüler davon ab, auf ausgegrenzte Personen zuzugehen. Diese Ängste scheinen der Hauptgrund für das Nicht-Handeln zu sein. Das wurde mit Hilfe einer Analysefunktion der benutzen Software CONSIDEO MODELER deutlich.

Der Faktor „Angst vor der eigenen Ausgrenzung“ befindet sich in vielen Rückkopplungs-Schleifen, wirkt langfristig und beeinflusst maßgeblich die fehlende Integration.

Zudem fehlt auch das Hintergrundwissen und die sozial-emotionale Kompetenz. Auch die Betroffenen verstärken ihre eigene Ausgrenzung, in dem sie „dicht machen" und ebenfalls nicht auf die Gruppe zugehen.
Gründe hierfür könnten beispielsweise schlechte Erfahrungen und die damit verbundenen Enttäuschungen in der Vergangenheit sein - aber auch religiöse Gründe.

Die Schüler diskutierten weiter, was uns davon abhält, auf Einzelgänger zuzugehen: Es fehlt an Anreizen und Motivation. Letzteres ist der entscheidende Hebel gegen Ausgrenzung und somit gegen Gewalt an Schulen. Dies zeigt sich in Faktor „Motivation, auf Ausgegrenzte zu reagieren“, der ausgleichend auf die fehlende Integration wirkt.

Nur – wie können Schüler ermutigt und motiviert werden, den Kontakt zu Außenseitern herzustellen?
Motivation ist der Schlüssel zur Integration von Außenseitern
Die Schüler fanden folgende Ansatzpunkte:
Sanktionen oder harte Strafen könnten sicherlich die Hürde zur Gewalt erhöhen. Effizienter ist jedoch die Eigen-Motivation jedes Einzelnen.
Dabei regte eine Klasse an, eine Schulnote für Integrationsverhalten im Schulzeugnis zu vergeben oder Zertifikate für ein gutes soziales Verhalten auszustellen.
Beide Bewertungen sahen die Teilnehmer auch vorteilhaft in Hinblick auf Bewerbungen. So könnten Personalverantwortliche ein besseres Bild der Bewerber erhalten.

Alle Schüler waren sich in einem Punkt einig: die Maßnahmen sollten in Fortbildung der Jugendlichen zu sozial-emotionalen Themen eingebettet werden - begleitet von Werte-Diskussionen an Schulen. Ein korrektes Werteverständnis führt mittelfristig dazu, dass aus Überzeugung gehandelt wird. Dies könnte durch ein Vorleben durch Vorbilder noch verstärkt werden.

Die Schüler und Lehrer waren von der Diskussionsrunde beeindruckt: „Wir waren mit Schülern des 13. Jahrgangs auf dem Aktionstag „Vernetztes Denken für Schulen" und sind begeistert von den Ergebnissen. Die unterschiedlichen Meinungen der Schüler wurden alle berücksichtigt und gemeinsam kamen wir sehr schnell zu einem erstaunlichen Modell. Überrascht hat uns die intuitive einfache Bedienung des MODELERS von Consideo. Im Unterricht werden wir uns weiter in Projekten damit beschäftigen, nach weiteren Einsatz­möglichkeiten in unserer Schule suchen und diese dann für den Einsatz im Unterricht realisieren“, so Björn Stallbaum, Koordinator für Neue Medien am Gymnasium Trittau.

Hintergrund:
Das Konzept gegen zunehmende Gewalt an Schulen haben sechs Schulklassen in mehreren Einzelworkshops aus Schleswig-Holstein und Hamburg entwickelt.
Das Lübecker Software-Unternehmen Consideo hat den Aktions-Tag „Vernetztes Denken für Schulen" ins Leben gerufen.
Das entstandene Modell ist online verfügbar: www.consideo-modeler.de/downloads/press/GewaltanSchulen/. Nach dem Speichern ist es im CONSIDEO MODELER lesbar.
Auf dieser Seite befinden sich ebenfalls die Screenshots in einer hohen Auflösung.
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