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Pressemitteilung

Schadenfreiheitsklassen reaktivieren

Wie lange darf die Schadenfreiheitsklasse ruhen?
(PM) München, 02.05.2016 - Wenn Kraftfahrer das eigene Fahrzeug abmelden und dann jahrelang ohne Auto unterwegs sind, müssen sie sich bei einer Neuanschaffung fragen, ob ihre Schadenfreiheitsklasse schon verfallen ist (weitere Informationen zu Schadenfreiheitsklassen finden sich unter: www.bbx.de/schadenfreiheitsklasse/). Der Fall ist häufiger als gedacht. Der eigene Wagen ist teuer in der Anschaffung und im Unterhalt, in Großstädten stehen günstigere Alternativen zur Verfügung. Doch es gibt neue Lebens- und Arbeitssituationen, in denen Personen nach einigen Jahren ohne Auto doch wieder ein Kraftfahrzeug anschaffen möchten. Müssen sie dann in der Versicherung wieder von vorn anfangen?

Entwicklung der SF-Klasse

Die SF-Klasse (Schadenfreiheitsklasse) ist für Einsteiger mit ½ sehr hoch angesiedelt, anschließend erhalten sie für jedes schadenfreie Jahr einen zusätzlichen Rabatt. Wenn nun das Auto abgemeldet wird, bleibt dieser Rabatt zunächst erhalten, aber für wie lange? Nächste Frage: Erkennt eine andere Versicherung die SF-Klasse des Vorversicherers an? Schön wäre eine einheitliche gesetzliche Regelung zu diesen Fragen, doch die gibt es nicht. Bei nahtlosem Übergang von einem Versicherer zum nächsten wird die bestehende SF-Klasse anerkannt, bei einer Pause durch Abmeldung gelten uneinheitliche Regelungen der einzelnen Versicherungsgesellschaften. Über lange Zeit waren sieben Jahre der Standard, bis zu denen der bestehende SF-Rabatt erhalten blieb. Das hat sich geändert. Die gute Nachricht lautet, dass viele Gesellschaften inzwischen großzügigere Regelungen anwenden, sogar bis zu unbegrenzter Anerkennung reichen die Toleranzen inzwischen (siehe Liste). Jede Versicherung definiert diese Zeitdauer in ihren "Allgemeinen Kraftfahrbedingungen". Einen Überblick liefert die folgende Liste:

- Debeka: eigene und fremde Kunden unbegrenzt
- ADAC: fremde Kunden unbegrenzt, eigene Kunden 10 Jahre
- Hannoversche: fremde Kunden unbegrenzt, eigene Kunden 10 Jahre
- Generali: fremde Kunden unbegrenzt, eigene Kunden 7 Jahre
- Admiraldirekt: eigene und fremde Kunden je 12 Jahre

Wann wird die Frage nach der SF-Klasse interessant?

Kurze, pauschale Antwort: nach sieben Jahren. Die genannten Gesellschaften sind die Spitzenreiter in Sachen Großzügigkeit. Viele andere Gesellschaften anerkennen die SF-Klasse bis zu zehn oder auch nur bis zu sieben Jahren, oft machen sie dabei keinen Unterschied zwischen fremden und eigenen Kunden. Das bedeutet: Wer sieben Jahre ohne Auto unterwegs war, muss sich Informationen einholen. Zu erwarten ist, dass die großzügigsten Versicherer nicht eben die preiswertesten Angebote unterbreiten. Nun kommt es zu einer Preisabwägung: Was ist günstiger: Mit einer teuren SF-Klasse anzufangen oder einen teureren Versicherer zu wählen? Vielleicht ist die Gesellschaft zu empfehlen, die noch nach der alten SF-Klasse versichert. Nach einem Jahr kann der Kraftfahrer dann neu kalkulieren. Es gibt aber nach Aussagen von Experten auch Gesellschaften, die in grenzwertigen Fällen mit sich über die Anerkennung der früheren SF-Klasse verhandeln lassen. Am unproblematischsten ist die sehr kurze Unterbrechung von weniger als einem halben Jahr: Hier wird der Schadenfreiheitsrabatt fortgeführt, als wäre der Kraftfahrer ununterbrochen Auto gefahren.
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