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News, 20.06.2007
Sandwich und Null-Diät
Deutsche Arbeitnehmer geben sich beim Mittagstisch bescheiden
Die Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer gönnt sich als Mittagessen nur ein Brötchen zwischendurch, und das zumeist direkt am Arbeitsplatz, oder verzichtet ganz auf einen Mittagstisch. Dies zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Monster-Umfrage zu den Essgewohnheiten europäischer Arbeitnehmer.

Nach Auskunft von Günter Wagner, Ernährungswissenschaftler am Institut für Sporternährung e.V., sollte das Mittagessen stets leicht und reich an Kohlehydraten sein. Fetthaltige Speisen, davon rät Wagner ab. Je mächtiger ein Mittagessen nämlich sei, umso mehr würden die Verdauungsorgane gefordert. Die Folge: Die Verdauungsorgane werden stärker durchblutet als das Gehirn, dessen Leistungsfähigkeit sich so verringert. Ein Szenario, das zumindest für 14 Prozent der in Deutschland arbeitenden Bevölkerung aus ernährungstechnischer Sicht eher unwahrscheinlich sein dürfte – so groß ist nämlich der Anteil jener deutschen Arbeitnehmer, die nach einer aktuellen Umfrage der Internet-Stellenbörse Monster auf einen Mittagstisch komplett verzichten.

Der überwiegende Anteil der Deutschen setzt bei der Arbeit hingegen auf ein schnelles Essen zwischendurch. Fast jeder Dritte (29 Prozent) in Deutschland verbringt der Umfrage zufolge die Mittagspause direkt an seinem Schreibtisch und gönnt sich dabei meist ein Brötchen. Rund jeder Fünfte nutzt seine Pause für einen kleinen Spaziergang und holt sich dabei etwas zu essen. Nur knapp ein Drittel hierzulande, so zeigen die Ergebnisse, nimmt sich für einen ausgedehnten Mittagstisch die Zeit. Ein deutlich anderes Bild bei unseren Nachbarn in Frankreich, Italien und der Schweiz: Ein ganz entspanntes Mittagessen gönnt sich dort jeder Zweite.

Wie die Monster-Umfrage in jedem Falle zeigt, ernährt sich ein großer Teil der Arbeitnehmer äußerst ungesund. Vor allem das „Nebenbei-Essen“ scheint weit verbreitet. Nach Einschätzung von Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung hätten viele Mitarbeiter so viel zu tun, dass keine Zeit zum Essen bliebe. Drum werde der eigene Hunger entweder übergangen oder nur etwas nebenbei gegessen. Dies wiederum verleite oft dazu, zu schnell und auch zu viel zu essen oder sich einseitig zu ernähren. Falsche und unausgewogene Ernährung könne jedoch auf Dauer nicht nur dick, sondern auch krank machen. So fühlten sich häufig Arbeitnehmer, die zu schnell und zu einseitig essen, schlapp, schwer und müde.

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