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News, 18.12.2012
SEPA-Report
Viele Unternehmen bei SEPA-Lastschrift in Verzug
Ab Februar 2014 müssen Unternehmen in der Europäischen Union (EU) ihren bargeldlosen Zahlungsverkehr nach dem sogenannten SEPA-Verfahren abwickeln. Wie eine Studie zeigt, hinkt jedoch das Gros der Unternehmen in Europa trotz des teils immensen Aufwands, der mit der Umstellung auf SEPA einhergeht, mächtig hinterher.
Mit dem Inkrafttreten der SEPA-Richtlinie haben nur noch schriftlich erteilte Einzugsermächtigungen Bestand. Per E-Mail oder telefonisch erteilte verfallen.
Mit dem Inkrafttreten der SEPA-Richtlinie haben nur noch schriftlich erteilte Einzugsermächtigungen Bestand. Per E-Mail oder telefonisch erteilte verfallen.
Der Countdown für Unternehmen zur Umstellung auf das neue Lastschriftverfahren  SEPA („Single Euro Payments Area“) läuft: Ab 1. Februar 2014 werden die bislang in den Eurozone-Ländern genutzten nationalen Überweisungs- und Lastschriftverfahren durch das EU-weit einheitliche SEPA-Verfahren ersetzt (Nicht-Euroländer: ab 1.10.2016). Für viele Unternehmen wird es mittlerweile jedoch zeitlich diesbezüglich eng. Das zeigt der aktuelle „SEPA-Report“ des IT-Dienstleisters Steria Mummert Consulting und des auf Finanzdienstleistungen spezialisierten Beratungsunternehmen Edgar, Dunn & Company (EDC). Danach hat in den befragten Ländern Deutschland, Großbritannien und Frankreich insgesamt ein Drittel aller Unternehmen aktuell noch nicht mal mit der Vorbereitung auf SEPA begonnen. Und das obschon das SEPA-Verfahren ab Februar 2014 im bargeldlosen Zahlungsverkehr verpflichtend ist.

Besonders eng wird es der Untersuchung nach in Großbritannien. Dort hatten zum Befragungszeitpunkt im September dieses Jahres gerade einmal drei Prozent der Unternehmen bereits die SEPA-Umstellung abgeschlossen oder ein entsprechendes Projekt gestartet. 60 Prozent der dort befragten Firmen befanden sich noch nicht mal in der SEPA-Planungsphase. In Deutschland sieht es dahingehend besser aus: Hierzulande stellen aktuell bereits gut vier von zehn befragten Unternehmen (42%) ihre Zahlungsabläufe und IT-Systeme auf SEPA um oder sind damit sogar schon fertig. In Frankreich befanden sich zum Zeitpunkt der Befragung immerhin 35 Prozent der Unternehmen in der SEPA-Umsetzungsphase oder hatten den „SEPA-ready“-Status bereits erreicht. „Es ist erstaunlich, wie viele Unternehmen die SEPA-Umstellung unterschätzen“, so Dr. Ulrich Meyer, Bereichsvorstand Banking und Insurance bei Steria Mummert Consulting.

Bei vielen Unternehmen begründet sich die Tatenlosigkeit jedoch auf Unwissenheit. So gaben ein Fünftel der befragten Entscheider an, nicht über die Einführung der SEPA-Lastschrift informiert zu sein. Vielen dieser Unternehmen läuft jedoch die Zeit davon: Steria Mummert Consulting zufolge benötigten zum Beispiel kleinere Versicherer allein für die Umstellung der IT auf SEPA durchschnittlich 1.000 bis 5.000 Manntage. Bei einem großen Versicherer mit mehreren Zweigstellen können sich der Aufwand schnell sogar auf bis zu 25.000 Personentage belaufen. „Vielen zögernden Entscheidern ist offenbar die Tragweite und das Ausmaß des Projekts immer noch nicht bewusst. Weiteres Abwarten vergrößert jedoch das Risiko für diese Unternehmen, dass Fehler bei der Migration gemacht werden. Diese Fehler verursachen später eine große Zahl an Erstattungstransaktionen im Geldverkehr und führen damit zu unnötigen Zusatzkosten“, so Meyer.

Der SEPA-Report steht in englischer Sprache als kostenloser Download zur Verfügung.

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