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News, 29.09.2009
Rückläufiger Konsum
Die Deutschen schauen wieder mehr aufs Geld
Während sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft immer stärker aufhellt, zeigen sich die deutschen Konsumenten angesichts der Wirtschaftskrise zunehmend verunsichert und schnallen den Gürtel enger.
Der Konsum in Deutschland schwächt sich ab: Nach Auskunft von The Nielsen Company haben deutsche Konsumenten im Juli 2009 seltener, weniger und preisbewusster eingekauft als zu Beginn des Jahres. Das zeigen die Ergebnisse des Nielsen Haushaltspanels, im Rahmen dessen 9.000 Haushalte im Januar/Februar sowie im Juli dieses Jahres zu ihrem Konsumverhalten befragt wurden.

Laut Studie sahen sich im Juli 13,5 Prozent der deutschen Konsumenten von der Wirtschaftskrise „stark betroffen“; zu Beginn des Jahres sagten dies noch 12 Prozent. Auch der Anteil derer, die gezwungen waren, sich beim Einkauf zu bescheiden und auf manches zu verzichten, ist in diesem Zeitraum leicht gestiegen, wobei der Lebensstandard dieser Konsumenten-Gruppe dem Bericht zufolge davon weitestgehend unberührt bliebt. Als von der Krise nicht betroffen sahen sich dagegen nurmehr 44 Prozent der deutschen Haushalte. Anfang dieses Jahres hatten dies noch 47,4 Prozent von sich behauptet.

Verbraucher geizen wieder stärker beim Konsum

Vergleicht man die Antworten der befragten Haushalte zu Beginn des Jahres mit den Ergebnissen vom Juli, lässt sich feststellen, dass sich die Zahl der Konsumenten, die den Gürtel enger schnallen, im ersten Halbjahr klar erhöht hat. So sind nach eigener Auskunft 56,1 Prozent der deutschen Konsumenten auf günstigere Produkte umgestiegen (+ 3,5 Prozentpunkte). Weitere 41,5 Prozent versuchen sich beim Einkauf zu bescheiden, indem sie weniger Produkte kaufen (+ 3,2 Prozentpunkte), und 37,8 Prozent versuchen seltener einzukaufen (+ 1,7 Prozentpunkte). Zudem versuchen 28,4 Prozent durch Multi-Packungen (+ 1,3 Prozentpunkte) bzw. 12, 4 Prozent durch kleine Packungen (+ 1,6 Prozentpunkte) beim Einkauf Geld zu sparen.

Kundentreue sinkt und orientiert sich wieder mehr am Preis

Wie aus der Studie hervorgeht, hat die Wechselbereitschaft deutscher Verbraucher im ersten Halbjahr deutlich zugenommen: Während im Januar 2009 nur jeder fünfte Befragte angegeben hatte, zu einem Anbieter mit tendenziell besseren Preisen gewechselt zu haben, traf dies im Juli auf mehr als jeden vierten der befragten Konsumenten (26,4%) zu. Ein weiteres Fünftel der Befragten (19,7%) hat den Anbieter gewechselt, weil er der günstigste im Markt ist; im Januar hatten dies als Grund für einen Wechsel nur 15,1 Prozent der Konsumenten angeben. Doch die Nähe eines Händlers gewinnt bei den Verbrauchern an Bedeutung:  Hatte noch zu Beginn des Jahres nur rund jeder Zehnte (10,1%) zu einem näher gelegenen Anbieter gewechselt, traf dies im Juli bereits auf mehr als jeden siebten Befragten zu (15,3%). Weitere 14,4 Prozent der Konsumenten vollzogen zudem einen Wechsel aufgrund des besseren Sortiments. Lediglich rund sechs von zehn Befragten (61,3%) blieben ihren Einkaufsstätten im Verlauf des ersten Halbjahrs treu. Im Januar hatte dieser Anteil noch bei 66,2 Prozent gelegen.

[Quelle: The Nielsen Company]
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