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News, 22.07.2011
Rückläufiger Ifo-Index
Deutsche Wirtschaft verzeichnet Abwärtstrend
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juli deutlich eingetrübt: Aktuellen Zahlen des ifo Instituts zufolge sank der ifo-Geschäftsklimaindex im Juli auf den niedrigsten Stand seit Herbst vergangenen Jahres.
Vor allem die deutsche Industrie verliert an Fahrt
Vor allem die deutsche Industrie verliert an Fahrt
Wie das Münchener ifo Institut am Freitag in München mitteilte, hat sich das ifo-Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands im Juli gegenüber Juni um 1,6 auf 112,9 Punkte verschlechtert. Das ist der niedrigste Stand seit Oktober 2010 (112,0 Punkte). Ökonomen hatten lediglich mit einem Rückgang auf 113,5 Punkte gerechnet. Grund für den Rückgang waren abermals verschlechterte Geschäftserwartungen der Unternehmen, die mit einem Rückgang des Teilindikators auf aktuell 105,0 Punkte zum sechsten Mal in Folge nach unten zeigten. Auch ihre aktuelle Lage bewerteten die Unternehmen erstmals wieder schlechter. Hier gab der ifo-Indikator, nachdem er im Juni auf ein Allzeithoch gestiegen war, um 1,9 Zähler auf 121,4 Punkte nach. Allerdings werde die aktuelle Lage von den Unternehmen immer noch genauso günstig beurteilt wie im Frühjahr, konstatierte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. „Wenngleich die Geschäftserwartungen nach unten weisen, sonnt sich die deutsche Wirtschaft noch immer in einem Sommerhoch“, so Sinn.

Am stärksten trübte sich allgemeine Klima im Verarbeitenden Gewerbe ein, wo der ifo-Geschäftsklimaindex gegenüber Juni um 4,3 Punkte nachgab und mit 23,4 Punkten ein Neun-Monatstief erreichte. Hier sei die Lage der Betriebe dem ifo Institut zufolge trotz leicht verschlechterter Bewertungen zwar weiter gut. Die Erwartungen der Industriebetriebe aber schwächten sich inzwischen deutlich ab. Vor allem den Export betreffend hätten die Betriebe die Erwartungen zurückgeschraubt. Die Beschäftigungserwartungen der Unternehmen zeigten aber dennoch weiterhin nach oben.

Im Groß- und Einzelhandel sank der ifo-Index gegenüber Juni ebenfalls. So stuften die befragten Großhändler im Juli sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch die weitere Geschäftsentwicklung nicht mehr ganz so günstig ein wie im vergangenen Monat (-3,4 auf 18,1 Punkte). Auch im Einzelhandel wird die aktuelle Lage nicht mehr ganz so gut bewertet wie bislang. Die Geschäftsaussichten im kommenden Halbjahr schätzten die Einzelhändler dagegen wieder etwas besser ein, weshalb sich hier das ifo-Klima insgesamt nur leicht verschlechterte (-0,7 auf 10,7 Punkte).

Einzig das Bauhauptgewerbe zeigt sich weiterhin im Aufschwung. Hier verbesserte sich das ifo-Geschäftsklima im Juli mit einem erneuten Anstieg um 1,3 Zähler auf -0,7 Punkte den fünften Monat in Folge (Juni: -2,0 Punkte). Grund für die abermalige Stimmungsaufhellung sind dem ifo Institut zufolge weiter nach oben gerichtete Lagebeurteilungen der Unternehmen und ähnlich zuversichtliche Geschäftsprognosen wie im Juni.

Im Dienstleistungsgewerbe gab der ifo-Index dagegen erneut leicht nach (Juli: - 1,1 auf 25,3 Punkte).  Grund für den dritten Rückgang in Folge waren allerdings allein zurückhaltendere Geschäftserwartungen der Unternehmen. Ihre aktuelle Lage bewerteten die Dienstleistungsunternehmen dagegen wieder etwas besser als im Juni. Auch wollten die befragten Unternehmen Sinn zufolge weiterhin mehr Personal einstellen.
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