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News, 06.10.2011
Rückläufige Werbeausgaben
Globaler Werbemarkt verliert an Fahrt
Wirtschaftliche Ängste haben im zweiten Quartal in fast der Hälfte der weltweit wichtigsten Wirtschaftsregionen zu einem Rückgang der Werbeausgaben geführt. Der Werbemarkt in Deutschland blieb allerdings auf Wachstumskurs.
Trotz Wachstum: Im Vergleich zum Vorquartal verlor der deutsche Werbemarkt verlor an Fahrt.
Trotz Wachstum: Im Vergleich zum Vorquartal verlor der deutsche Werbemarkt verlor an Fahrt.
Die abflauende Weltkonjunktur sowie die Folgen der Schuldenkrise in Europa und den USA werden mittlerweile auch auf den globalen Werbemärkten spürbar. Wie das internationale Informations- und Medienunternehmen Nielsen berichtet, verzeichneten 16 der 36 weltweit wichtigsten Werbemärkte im zweiten Quartal rückläufige Werbeinvestitionen. Gleichzeitig verringerte sich die Jahreswachstumsrate der globalen Werbeausgaben (basierend auf den veröffentlichten Anzeigenpreislisten und vier wichtigsten Mediengruppen) im zweiten Quartal nach 8,9 Prozent im Vorquartal auf 5,7 Prozent.  Das geht aus der aktuellen, vierteljährlich durchgeführten Nielsen-Studie „Global AdView Pulse“ hervor. Dem Unternehmen zufolge war das der erste bedeutende Rückgang der Werbeausgaben seit dem dritten Quartal 2009, als die als Werbeausgaben in mehr als der Hälfte der beobachteten Märkte infolge der weltweiten Rezession zurückgegangen waren. Damit ergab sich für das erste Halbjahr im globalen Werbemarkt ein Anstieg der Werbeinvestitionen im Vergleich zum Vorjahr um 7,2 Prozent.

Deutlich zu spüren war die Verunsicherung der Werbetreibenden hinsichtlich der weiteren wirtschaftlichen Gesamtentwicklung insbesondere bei den Anbietern von Konsumgütern des täglichen Bedarfs, der so genannten FMCG-Branche (Fast Moving Consumer Goods). Nielsen zufolge entwickelten sich die Werbeinvestitionen hier global im zweiten Quartal mit einem Rückgang binnen Jahresfrist 4,0 Prozent so schwach wie seit dem ersten Quartal 2009 nicht mehr. In Europa und in Nordamerika lagen die Werbespendings im FMCG-Bereich 3,6 bzw. 3,0 Prozent unter dem Vorjahresniveau. "Die FMCG-Branche hat sich als eine der belastbarsten und rezessionserprobten Werbebranchen der letzten Jahre erwiesen, aber neuerliche Bedenken hinsichtlich einer weiteren weltweiten Rezession und erwarteten Konsumzurückhaltung veranlassten die Werbungtreibenden sich aus den meistbedrängten Regionen in Westeuropa und Nordamerika zurückzuziehen",  so Randall Beard, Global Head of Advertiser Solutions Nielsen.

Stagnation in Westeuropa, Boom in Asien


Die dynamischste Entwicklung mit Blick auf die Regionen verzeichnete der asiatisch-pazifische Raum mit einem Anstieg der Werbeinvestitionen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,3 Prozent. Die höchsten Wachstumsraten (basierend auf den veröffentlichten Anzeigenpreislisten und vier wichtigsten Mediengruppen) verzeichneten Indonesien (18,9%), China (14,8%), Hongkong (13,4%) und die Philippinen (12,6%). In Westeuropa gab der Werbemarkt im zweiten Quartal dagegen insgesamt auf Jahressicht leicht nach (-0,3%). Laut Nielsen verzeichneten hier von zwölf erfassten Märkten sieben Werbemärkte einen Rückgang. Zu denen wenigen Gewinnern zählte unter anderem Deutschland, wo die Werbeindustrie ein Plus von 3,1 Prozent verzeichnen konnte. Im Vorquartal hatten die Werbeausgaben allerdings noch um 4,5 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen. In den USA, dem weltweiten größten Werbemarkt, stiegen die Werbespendings ebenfalls im zweiten Quartal um 3,1 Prozent.

Den stärksten Einbruch der Werbeausgaben verzeichnete die Werbewirtschaft in Ägypten: Infolge des politischen und wirtschaftlichen Klimas schrumpfte hier im zweiten Quartal der Werbemarkt gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 51,7 Prozent. Kräftige Rückgänge der Werbeausgaben  verbuchten zudem die Länder Südeuropas, wie beispielsweise Griechenland (-13,7%) und Spanien (-12,6%), aber auch Taiwan (-11,0%) und die  Türkei (-12,9%).

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