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News, 30.12.2011
Rückläufige Teuerung
Inflation in Deutschland geht zurück
Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich im Dezember verlangsamt. Für 2012 erwarten Ökonomen index im Zuge der Konjunkturabkühlung einen deutlichen Rückgang der Inflation.
Grund für die hohe Inflation 2011 war dem Statistikamt zufolge vor allem der starke Preisauftrieb bei Energie.
Grund für die hohe Inflation 2011 war dem Statistikamt zufolge vor allem der starke Preisauftrieb bei Energie.
Wie von vielen Ökonomen vorhergesagt, hat sich die Inflation in Deutschland zum Jahresende weiter abgeschwächt. Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge stiegen die Verbraucherpreise im Dezember auf Jahressicht um 2,1 Prozent und damit den vierten Monat in Folge langsamer als im Monat davor. Im November war die Jahresteuerungsrate noch bei 2,4 Prozent und im Oktober bei 2,5 Prozent gelegen. Noch im September hatten sich Waren und Dienstleistungen in Deutschland binnen Jahresfrist mit einem Plus von 2,6 Prozent so stark verteuert wie seit drei Jahren nicht mehr (September 2008: +2,9%). Gegenüber November stieg der Index der Verbraucherpreise um 0,7 Prozent, wobei der Anstieg dem Statistikamt zufolge vor allem saisonal bedingt war.

Für das Gesamtjahr 2011 erwartet die Statistikbehörde eine Jahresteuerungsrate von 2,3 Prozent. Das wäre eine doppelt so hohe Teuerungsrate wie 2010 (1,1%) und zugleich die zweithöchste Jahresteuerung seit 1995. Eine stärkere Jahresteuerung hat es in Deutschland seit 1995 nur im Jahr 2008 gegeben, als die Verbraucherpreise im Durchschnitt binnen Jahresfrist um 2,6 Prozent gestiegen waren. Hauptverantwortlich für die starke Teuerung seien dem Statistikamt zufolge über das gesamte Jahr hinweg die starken Preiseerhöhungen bei Energie gewesen, allen voran bei Haushaltsenergie und Kraftstoffen. Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland dürfte sich nach Auskunft der Statistiker 2011 gegenüber dem Vorjahr sogar um 2,5 Prozent erhöhen und damit deutlich über dem von Europäischen Zentralbank (EZB) definierten Grenzwert von 2,0 Prozent notieren, der bei der EZB als Richtschnur für stabile Preise gilt.

2012 dürften die Verbraucherpreise dagegen im Jahresdurchschnitt deutlich langsamer steigen. So erwartet die Deutsche Bundesbank im Jahresdurchschnitt 2012 eine Inflationsrate von 1,8 Prozent. Das  Münchener Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) und Institut für Weltwirtschaft (IfW) gehen ebenfalls 2012 von einem Anstieg der Verbraucherpreise um 1,8 Prozent aus. Das  gewerkschaftsnahe Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung rechnet in seiner aktuellen Konjunkturprognose sogar mit einem Rückgang der Jahresteuerungsrate auf 1,6 Prozent.
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