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News, 27.02.2018
ifo-Index gibt weiter nach
Rückläufige Geschäftserwartungen in der deutschen Wirtschaft
Das Geschäftsklima in der deutschen Wirtschaft hat sich im Februar den zweiten Monat in Folge eingetrübt. Die Bewertungen zur aktuellen Geschäftslage sind zwar noch immer auf dem zweithöchsten jemals gemessenen Stand, bezogen auf die Geschäftsaussichten fiel der Indikator jedoch auf den tiefsten Wert seit knapp einem Jahr.
Die Geschäftslage im Bauhauptgewerbe war im Februar so gut noch nie seit Beginn der ifo-Erhebung. Die Geschäftsaussichten werden jedoch weniger günstig eingestuft als zuletzt.
Die Geschäftslage im Bauhauptgewerbe war im Februar so gut noch nie seit Beginn der ifo-Erhebung. Die Geschäftsaussichten werden jedoch weniger günstig eingestuft als zuletzt.
Die Rekordstimmung in den deutschen Chefetagen zu Beginn des Jahres hat sich deutlich eingetrübt. Im Februar hat der ifo-Indikator zum Geschäftsklima in der deutschen Wirtschaft gegenüber Januar um 2,2 auf 115,4 Punkte nachgegeben. Das ist der schlechteste Wert seit Juni letzten Jahres (115,3 Punkte). Verantwortlich für die deutliche Stimmungseintrübung sind vor allem merklich zurückgeschraubte Geschäftserwartungen. Hier fielen die Bewertungen der monatlich rund 7.000 befragten Unternehmensentscheider im Februar mit 105,4 Punkten so zurückhaltend aus wie seit zehn Monaten nicht mehr. Der Indikator zur Geschäftslage büßte zwar ebenfalls ein, liegt aber im Februar mit 126,3 Punkten noch immer auf dem zweithöchsten jemals gemessenen Stand.

„Die deutsche Wirtschaft tritt auf die Euphoriebremse“, sagte ifo-Präsident Clemens Fuest. Eine konjunkturelle Trendwende sei hieraus allerdings dem ifo-Institut nach aktuell noch nicht herauszulesen. Auch Ulrich Kater, Chefökonom der DekaBank, sieht in dem Rückgang keine Rezessionsbotschaft: “Vielmehr gleichen sich die unrealistisch hohen Stimmungswerte der immer noch sehr guten Lage an”, so Kater gegenüber Reuters.

Rückläufige Industrienachfrage

Am stärksten trübte sich das ifo-Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe ein. Hier gab der ifo-Gesamtindikator gegenüber Januar um 5,2 Punkte nach und notiert im Februar mit 28,0 Punkten so niedrig wie seit Juni 2017 nicht mehr. Verantwortlich für die merkliche Stimmungseintrübung sind leicht verschlechterte Lageurteile und weniger optimistische Geschäftserwartungen der Industriebetriebe. „Die Nachfrage verlor etwas an Schwung. Die Industriefirmen beurteilten auch den Auftragsbestand etwas weniger gut.“

Im Handel gaben die Bewertungen der Unternehmen ebenfalls im Februar deutlich nach, im Einzelhandel mit einem Rückgang um 3,8 auf  11,0 Punkte allerdings etwas stärker als im Großhandel (- 2,9 auf 20,6 Punkte). Auch in den beiden Handelssparten drücken schlechtere Lageurteile und weniger günstigere Geschäftsaussichten auf den ifo-Indikator.

Im Bauhauptgewerbe verschlechterte sich das Geschäftsklima ebenfalls. Hier sorgten deutlich zurückhaltendere Geschäftserwartungen trotz einer Rekord-Geschäftslage für einen Rückgang des Gesamtindikators.

cs/ifo/Reuters; Bild: Stefan Schweihofer / pixabay
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